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Freitag, 12. Februar 2010, 19:00 MEZ
Schneefall
Ost-USA Satellitenbild: 11.02.2010, TERRA VIS Quelle: MODIS |
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Innerhalb von nur fünf Tagen ist der Osten der USA von einem zweiten Schneesturm überquert worden. Mit bis zu 30 cm Neuschnee fiel dieser schwächer aus als sein Vorgänger (siehe Artikel), dennoch herrschten in den betroffenen Staaten chaotische Verhältnisse: mehrere Fernstraßen wurden gesperrt, auf den Flughäfen wurde der Betrieb eingestellt und tausende Haushalte waren erneut ohne Strom. Soviel Schnee wie in diesem Winter ist in Washington zuletzt vor mehr als 100 Jahren gefallen.
Wetterlage und Entwicklung Wie auch schon das Tiefdruckgebiet wenige Tage zuvor, entwickelte sich am 07.02. vorderseitig eines sich ostwärts bewegenden Troges über dem Westen der USA ein Tiefdruckgebiet, welches sich den folgenden Tagen auf seiner östlichen Zugbahn nur leicht verstärkte. Am 07.02., 12UTC lag das Zentrum des Tiefs mit einem Kerndruck von unter 1008 hPa über dem Südwesten der Vereinigten Staaten und zog innerhalb der nächsten 24 Stunden ohne weitere Vertiefung süostwärts. Gleichzeitig entwickelte sich nördlich dieses Tiefdruckgebietes ein Randtief, welches sich im gleichen Zeitraum bis zu den großen Seen bewegte und dort für ergiebige Niederschläge sorgte. Unter leichter Abschwächung auf einen Kerndruck von 1012 hPa hatte sich innerhalb der nächsten 24 Stunden aus diesen zuvor getrennten Tiefdruckgebieten ein ausgedehntes Tief entwickelt, welches sich von den großen Seen bis über den Golf von Mexiko erstreckte. Während die Ausläufer des Tiefs am 09.02. in den Südstaaten für ergiebige Regenmengen sorgten, fiel nördlich der Appalachen bis hin zur Ostküste viel Neuschnee. Noch immer vorderseitig des nun abgeschossenen Höhentiefs gelegen und damit weiter entwicklungsfähig vertiefte sich der Tiefdruckkomplex rapide bis zum 10.02., 12UTC auf einen Kerndruck von unter 992 hPa, was einem Druckfall von 20 hPa in 24 Stunden entspricht. Zusammen mit dem Zentrum verlagerten sich die Ausläfer bis zu diesem Zeitpunkt über den Westatlantik.
Besonders die Flughäfen waren erneut schwer betroffen. An den meisten internationalen und nationalen Flughäfen wurde der Betrieb eingestellt. Nationalen Medien zur Folge wurden seit dem 11. September 2001 nicht mehr so viele Flüge an einem Tag gestrichen. Allein in Atlanta fielen 800 Flüge aus. In den Großstädten kam der Straßenverkehr zum Erliegen, da selbst die Räumfahrzeuge in den Schneemassen stecken blieben. In und um New York waren zeitweise bis zu 1600 Schneepflüge im Einsatz. Für die Schüler gab es am folgenden Tag hier schneefrei, der US-Kongress in Washington sagte sämtliche Sitzungen ab und zahlreiche Ministerien blieben geschlossen. Wetterwerte
Neue Rekordwerte der im gesamten Winter gefallenen Schneemenge in ausgewählten Städten an der Küste der USA. Quelle: wunderground.com | ||||||||||||||||||||