Wintersturm "Xanton", Heftige Gewitter, 13.-15.03.2018, Mittlerer Westen, Südstaaten USA; Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Samstag, 14. April 2018, 18:30 MESZ





Satellitenbild, 14.04., 07:42 UTC
Quelle: NASA
Radarbild, 14.04., 06 UTC
Quelle: SPC NOAA
500 hPa Geopot. & SLP, 15.04., 06 UTC
Quelle: Wetter3
6-h Niederschlag bis 15.04., 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Heftige Gewitter/Schneefall - Warnung
Mittlerer Westen/Südstaaten - USA

Ausgegeben am: Samstag, 14.04.2018, 18:30 MESZ

Gefahr von heftigen Gewittern mit Starkregen, Tornados, Hagel und Starkwindböen in den Südstaaten der USA - 13.-15.04.2018
Gefahr von Starkschneefall (teilweise Blizzard Verhältnisse) im nördlichen Teil des mittleren Westens der USA - 13.-15.04.2018

Kräftige Gewitter mit Hagel, Orkanböen und einzelnen Tornados zogen am gestrigen Nachmittag und Abend (Ortszeit) über den Osten von Texas, Oklahoma, Kansas, Iowa, Arkansas und Louisiana. Dabei wurde örtlich Hagel bis 5 cm Durchmesser beobachtet, die Tornados zogen nach bisherigen Informationen nicht über bewohntes Gebiet. Die meisten Schäden verursachten geradlinige Starkwindböen in Verbindung mit den Gewittern. So wurden zahlreiche Bäume entwurzelt und Strommasten umgeknickt, es kam zu Schäden an Gebäuden und der Infrastruktur. Im Laufe des Abends schlossen sich die Gewitter zunächst über Arkansas und später über Texas zu einer Gewitterlinie zusammen. In den vergangenen 12 Stunden haben sich die Starkregengebiete weiter bis nach Mississippi verlagert.

Gewitter
Die Gewitterlinie kommt heute weiter nach Osten voran. Dadurch besteht vor allem in Mississippi die Gefahr von kräftigen Windböen und Starkregen. Durch die Starkwindböen können Bäume entwurzelt werden, mit Schäden an der Infrastruktur ist zu rechnen. Im Osten von Louisiana und im südlichen Teil von Mississippi und Alabama können im Laufe des Nachmittags neue kräftige Gewitter entstehen, die dann auch mit großem Hagel und Tornados einhergehen können.

Schneefall
Von Nebraska bis zu den Großen Seen können heute weitere 20 cm Neuschnee dazukommen. Aufgrund des kräftigen Windes kommt es erneut zu Schneeverwehungen. Mit Behinderungen im Straßenverkehr muss gerechnet werden.


Freitag, 13. April 2018, 17:15 MESZ





Bodendruck & Nds., 14.04., 06 UTC
Quelle: Tropical Tidbits
CAPE und LI, 14.04., 06 UTC
Quelle: Wetter3
96-h Niederschlag bis 17.04., 06 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
96-h Neuschneemenge bis 17.04., 06 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Heftige Gewitter/Schneefall - Warnung
Mittlerer Westen/Südstaaten - USA

Ausgegeben am: Freitag, 13.04.2018, 17:15 MESZ

Gefahr von heftigen Gewittern mit Starkregen, Tornados, Hagel und Starkwindböen in den Südstaaten der USA - 13.-15.04.2018
Gefahr von Starkschneefall (teilweise Blizzard Verhältnisse) im nördlichen Teil des mittleren Westens der USA - 13.-15.04.2018

Über dem Westen der USA befindet sich heute ein kräftiger Langwellentrog, der im Süden bis nach Mexiko reicht. In 500 hPa weht der Wind über Arizona und New Mexiko mit 90 kn (167 km/h). Im Bodendruckfeld hat sich über dem Norden des Bundesstaates Kansas ein Bodentief mit Namen "Xanto" mit einem Kerndruck von ca. 991 hPa etabliert. Der große Druckgradient am Boden zwischen dem Tief und hohem Luftdruck im Norden und Osten der USA führt zu kräftigen Winden, die an der Ostflanke feuchtwarme Luft weit nach Norden transportieren und an der Nordflanke zumeist aus nordöstlichen Richtungen kommen. So maß Wichita in Kansas um 14 UTC eine stürmische Windböe von 70 km/h. In den kommenden 12 Stunden verweilt das Bodentief fast ortsfest, während der Trog mit seiner Achse weiter nach Osten voran kommt. Während in der Südosthälfte der USA am heutigen Vormittag (Ortszeit) Temperaturen um 20 °C vorherrschen, nimmt die Temperatur rückseitig der Kaltfront rasch auf Werte um 0 °C ab. Morgen kommt das Bodentief langsam weiter nach Osten voran, wobei sich der Druck im Zentrum aufgrund der Annäherung des Höhentrogs auf Werte um 1010 hPa erhöhen wird. Am Sonntag verlagert sich das Tief schließlich in Richtung der New England Staaten, der Höhentrog stößt über Georgia und Florida nach Süden vor.

Gewitter
Im Warmbereich des Tiefs entstehen heute Nachmittag (Ortszeit) wahrscheinlich im Osten von Texas, in Arkansas und in Louisiana schwere Gewitter. Aufgrund der großen vertikalen Windscherung (> 20 m/s) und der Instabilität der Schichtung (CAPE: > 2000 J/kg) können diese mit großem Hagel (> 5 cm), Starkregen und Orkanböen einhergehen. Auch mit einzelnen Tornados in Verbindung mit Superzellen muss gerechnet werden. Auch weiter nördlich in Missouri und Iowa können sich schwere Gewitter bilden. In der Nacht zu Samstag werden sich die Gewitter voraussichtlich in einer Gewitterlinie anordnen und weiter nach Osten Richtung Mississippi verlagern. Dabei muss mit großen Regenmengen binnen kurzer Zeit gerechnet werden, wodurch es zu Überschwemmungen kommen kann. Im Laufe des Samstags muss dann im Osten von Louisiana, in Mississippi und in Alabama mit den stärksten Gewittern gerechnet werden, am Sonntag entlang der Ostküste von Florida bis nach North Carolina.

Schneefall
An der Nord- und Nordostflanke des Tiefs kommt es heute vom Norden von Kansas bis nach South Dakota zu heftigen Schneefällen, die verbunden mit dem stürmischen Wind für Blizzard Verhältnisse sorgen. Bis Morgen Vormittag muss in den genannten Staaten mit 20 bis 50 cm Neuschnee gerechnet werden. Es kann zu Behinderungen im Straßen- und Flugverkehr durch Schneeverwehungen kommen. In den kommenden Tagen schneit es dann von Minnesota und Wisconsin bis nach Michigan, wobei auch hier zwischen 20 und 50 cm Neuschnee zu erwarten sind.


eingerichtet am: 13. April 2018, 17:15 MESZ
JW