Starkniederschlag, 11.-12.11.2017, Tief "Numa" - Italien, Griechenland; Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Samstag, 18. November 2017, 11:00 MEZ





Satellitenbild Mittelmeer, 18.11., 09 UTC
Quelle: Sat24
500 hPa Geopot. und SLP, 18.11., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
10 m Wind, 18.11., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
30-h Regenmengen bis 19.11., 06 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Starkregen, Sturm (Medicane "Numa") - Warnung
Griechenland

Ausgegeben am: Samstag, 18.11.2017, 11:00 MEZ

Gefahr durch Starkniederschlag mit Überflutungen in Griechenland (insbesondere Attika, Mittelgriechenland, Thessalien und Makedonien). Gefahr von kräftigen Windböen verbunden mit Medicane "Numa" auf den Ionischen Inseln, Epirus (Griechenland) und im Süden von Albanien - 16.11.-17.11.2017

Seit dem gestrigen Vormittag weist Tief "Numa" über dem Mittelmeer einen warmen Kern auf und hat damit die charakteristischen Eigenschaften eines Medicanes. Auf dem aktuellen Satellitenbild ist das fast wolkenfreie Zentrum von "Numa" erkennbar. In den vergangenen 24 Stunden blieb der Medicane fast ortsfest zwischen dem Südosten Italiens und dem Westen Griechenlands. Bisher traten die stärksten Windböen und Regenfälle über dem Wasser auf, sodass sich die Einschätzung der Spitzenböen von "Numa" schwierig gestalten. Im Südosten von Italien gab es gestern in der Region Puglia Sturmböen bis 80 km/h und heftige Regenfälle.

Am heutigen Samstag verlagert sich Medicane "Numa" voraussichtlich nach Osten in Richtung Griechenland und Südalbanien. Damit verbunden sind ab dem Nachmittag auf den Ionischen Inseln und in der Region Epirus in Griechenland, sowie im Süden von Albanien, Sturmböen und schwere Sturmböen zu erwarten. In exponierten Lagen entlang der Küste können auch Orkanböen nicht ausgeschlossen werden.

Nach dem Erreichen des griechischen Festlands am heutigen Abend und in der Nacht zu Sonntag, schwächt sich "Numa" rasch ab und verliert die charakteristischen tropischen bzw. subtropischen Eigenschaften. In den bereits in den vergangenen Tagen von heftigen Regenfällen betroffenen Gebieten in der Mitte und im Norden Griechenlands, können erneut zwischen 30 und 50 mm Niederschlag fallen. Im äußersten Nordwesten sind auch zwischen 50 mm und 100 mm möglich. Dadurch kann es erneut zu Überschwemmungen kommen.


Freitag, 17. November 2017, 11:30 MEZ





Bodendruck und Fronten, 17.11., 12 UTC
Quelle: Met FU Berlin
500 hPa Geopot. und SLP, 17.11., 18 UTC
Quelle: FU Berlin / DWD
CAPE, 17.11., 18 UTC
Quelle: Wetter 3
Spitzenböen, 17.11., 18 UTC
Quelle: Wetter 3

Starkniederschlag Tiefdruckgebiet "Numa" - Warnung
Griechenland

Ausgegeben am: Freitag, 17.11.2017, 11:30 MEZ

Gefahr durch Starkniederschlag mit Überflutungen in Griechenland (insbesondere Attika, Mittelgriechenland, Thessalien und Makedonien). Am Freitag und Samstag Gefahr von kräftigen Windböen verbunden mit Tief "Numa" (potenzieller Medicane) auf den Ionischen Inseln, Peleponnes und auf Kreta - 16.11.-17.11.2017

Aktuell befindet sich das Zentrum von Tief "Numa" etwa 100 km östlich der Südspitze Italiens über dem Mittelmeer. Auch weiterhin befindet sich in der Höhe tiefes Geopotential im Bereich des Bodentiefs. Die Vorticityadvektion nimmt mit der Höhe weithin zu, sodass im Bereich Numa's Hebungsvorgänge stattfinden, die auch heute für örtlich starke Niederschläge sorgen. Entgegen den Prognosen von gestern soll es in den kommenden 24 Stunden im Bereich des Tiefs über 70 mm Niederschlag geben. Durch die schon in den letzten Tagen großen Regenmengen und die noch kommenden Niederschläge kann es örtlich zu Überschwemmungen und Erdrutschen kommen. Die Gewitteraktivität lässt auch heute nicht nach, so können sich im Westen Griechenlands kräftige Gewitter entwickeln (CAPE: bis zu 1200 J/kg).

Das Tief bewegt sich nur langsam vorwärts, heute zieht es entlang der griechischen Westküste und zieht dann im Verlauf des Samstages weiter in Richtung Kreta. Nach den neusten Modellprognosen könnte Numa im Verlauf Samstagen einen warmen, symmetrischen Kern ausbilden und hätte dann die Eigenschaften für einen tropischen Sturm ("Medicane"). Jedoch ist die genaue Zugbahn und die Entwicklung noch mit Unsicherheiten behaftet.


Donnerstag, 16. November 2017, 11:00 MEZ





Bodendruck und Fronten, 16.11., 12 UTC
Quelle: Met FU Berlin
500 hPa Geopot. und SLP, 17.11., 12 UTC
Quelle: FU Berlin / DWD
Tiefdruckkern 16.11. 00 UTC und Prognose
Quelle: Cyclonephase
72h-Niederschlag, 13.11., 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Starkniederschlag Tiefdruckgebiet "Numa" - Warnung
Griechenland

Ausgegeben am: Donnerstag, 16.11.2017, 11:00 MEZ

Gefahr durch Starkniederschlag mit Überflutungen in Griechenland (insbesondere Attika, Mittelgriechenland, Thessalien und Makedonien). Am Freitag und Samstag Gefahr von kräftigen Windböen verbunden mit Tief "Numa" (potenzieller Medicane) auf den Ionischen Inseln, Peleponnes und auf Kreta - 16.11.-17.11.2017

Der Vorstoß eines kräftigen Kurzwellentrogs über Mitteleuropa am 12.11. ließ über Italien am 13.11. ein kräftiges Bodentief entstehen. Das Tief mit Namen "Numa" zirkulierte in der Folge in den vergangenen drei Tagen über der Mitte und dem Süden Italiens. In der Höhe befand sich tiefes Geopotential im Bereich des Bodentiefs. Hebungsvorgänge aufgrund von mit der Höhe zunehmender positiver Vorticityadvektion sorgten in einigen Regionen Italiens und Griechenland für Starkniederschläge. Betroffen war unter anderem die Abruzzen im Osten Italiens. In Pescara kamen bis zum Morgen des 15.11. in 12 Stunden 118 mm Regen vom Himmel. In der Region Attika westlich von Athen sorgten heftige Niederschläge während dem gleichen Zeitraum für Sturzfluten bei denen mindestens 15 Menschen ums Leben kamen.

Aktuell befindet sich das Zentrum von Tief "Numa" südlich der Südspitze Italiens. Von dort wird sich "Numa" im Tagesverlauf weiter nach Nordosten in Richtung Griechenland verlagern. In der Höhe befindet sich in derselben Region weiter ein Höhentief, wodurch es an der Vorderseite über Griechenland weiterhin zu kräftiger Hebung und heftigen Niederschlägen kommt. Von Attika bis nach Makedonien im Norden von Griechenland können sich die Niederschlagsmengen heute erneut auf über 100 mm summieren. Am Freitag sind dann in Thessalien und Westmakedonien nochmals 50 bis 100 mm an Regen möglich. Durch die großen Regenmengen kann es örtlich zu Überschwemmungen und Erdrutschen kommen.

Am Freitag verlagert sich Tief "Numa" dann voraussichtlich entlang der griechischen Westküste nach Südosten und liegt mit dem Zentrum am Samstag Abend über Kreta. Spannend wird die Entwicklung der konvektiven Regengebiete um das Zentrum von "Numa" in den nächsten 24 bis 48 Stunden. Gemäß der Modellprognosen könnte "Numa" dann einen symmetrischen warmen Kern ausbilden und damit die charakteristischen Eigenschaften eines tropischen Sturms aufweisen. Sollte dieser Fall eintreten, muss am Freitag entlang der griechischen Westküste mit kräftigen Windböen gerechnet werden. Die genaue Zugbahn von "Numa" und die potentielle Entwicklung zu einem sog. "Medicane" (Sturm mit charakteristischen tropischen Eigenschaften im Mittelmeer) sind allerdings noch mit Unsicherheiten behaftet.


eingerichtet am: 16. November 2017, 11:00 MEZ
JW