Heftige Gewitter, Starkregen, 19.07.2017, Ostfrankreich, Beneluxländer, Nordwestdeutschland; Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Samstag, 22.07.2017, 08:30 MESZ





Bodendruck mit Fronten, 22.07., 12 UTC
Quelle: FU Berlin
850-hPa-Pseu.Temp.&SLP, 22.07., 18 UTC
Quelle: Wetter3
500 hPa Wind, 22.07., 18 UTC MESZ
Quelle: Wetter3
Niederschlagbares Wasser, 22.07., 18 UTC
Quelle: Wetter3

Heftige Gewitter - Warnung
West- und Mitteleuropa

Ausgegeben am: Samstag, 22.07.2017, 08:30 MESZ

In West- und Mitteleuropa Gefahr heftiger Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel - 19.-22.07.2017

Über weiten Teilen von West- und Mitteleuropa befindet sich unverändert die feuchtwarme Luft, in der sich in den vergangenen Tagen immer wieder heftige Gewitter entwickeln konnten. Außer im Westen Frankreichs, in den rückseitig der Kaltfront von Tief "Zlatko" bereits kühlere Antlantikluft einfließt, kann es auch heute wieder vom Norden Spanien über den Süden und Osten Frankreichs bis in die Schweiz, Österreich, Deutschland, den Benelux und Tschechien zu schweren Gewittern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen kommen.

Das Höhentief über den Britischen Inseln verlagert sich heute allmählich in Richtung Mitteleuropa. Damit verbunden ist die Höhenströmung stärker als in den letzten Tagen, die vertikale Windscherung weist Werte von 10 - 20 m/s auf. Neben Multizellen sind heute in den gennannten Ländern auch Superzellen möglich. Durch die Gewitter sind lokal Überschwemmungen möglich, bei Hagel in Verbindung mit Superzellen muss mit Schäden an Häusern und Autos gerechnet werden.


Freitag, 21.07.2017, 10:15 MESZ





Bodendruck mit Fronten, 21.07., 12 UTC
Quelle: FU Berlin
Satellitenbild, 21.07., 09:00 MESZ
Quelle: Sat24
850-hPa-Pseu.Temp.&SLP, 21.07., 18 UTC
Quelle: Wetter3
CAPE, Lifted Index., 21.07., 18 UTC
Quelle: Wetter3

Heftige Gewitter - Warnung
West- und Mitteleuropa

Ausgegeben am: Freitag, 21.07.2017, 10:15 MESZ

In West- und Mitteleuropa Gefahr heftiger Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel - 19.-21.07.2017

Eine südwestliche Höhenströmung ist derzeit über weiten Teilen von West- und Mitteleuropa vorherrschend. Östlich eines über Irland liegenden Höhentiefs ziehen heute zwei Kurzwellentröge von Südwesten nach Nordosten. Einer der beiden Tröge verlagert sich über dem zentralen Mittelmeerraum in Richtung Balkan, der andere von Frankreich in Richtung Deutschland. Am Boden befindet sich eine fast stationäre Front von Spanien über Frankreich und Deutschland bis nach Polen. Die Front weist mittlerweile einen wellenförmigen Charakter auf, über Deutschland kommt die Warmluft aus dem Südosten im Tagesverlauf wieder weiter in den Norden voran. Östlich bzw. südöstlich der Front befinden sich feuchtwarme Luftmassen, die heute vor allem im Süden Deutschlands sehr labil geschichtet sind (CAPE 1000 - 1500 J/kg). Die vertikale Windscherung von ca. 10 m/s lässt erneut die Entstehung von Multizellen und MCS erwarten.

Aktuell ist ein Gewitterkomplex über dem Nordosten Spaniens zu beobachten, Gewitter haben sich auch bereits über dem Süden Frankreichs gebildet. Im Tagesverlauf werden diese Gewitter weiter nach Nordosten vorankommen. Neue Gewitter entstehen voraussichtlich in den kommenden Stunden in der Schweiz und dem Westen Österreichs bzw. in der Osthälfte Frankreichs. Am Nachmittag und Abend werden diese dann auch den Süden und die Mitte Deutschlands erreichen. In Verbindung mit den Gewittern kommt es zu Starkregen, Hagel und Sturmböen. Lokale Überschwemmungen aufgrund des heftigen Regens in kurzer Zeit sind wieder zu erwarten. Neben den bereits genannten Ländern ist auch in Polen, Tschechien und dem Norden Italiens die Entstehung schwerer Gewitter möglich.


Donnerstag, 20.07.2017, 11:45 MESZ





Satellitenbild, 20.07., 09:30 MESZ
Quelle: Sat24
850-hPa-Pseu.Temp.&SLP, 20.07., 12 UTC
Quelle: Wetter3
CAPE, Lifted Index., 20.07., 12 UTC
Quelle: Wetter3
Niederschlagbares Wasser, 20.07., 12 UTC
Quelle: Wetter3

Heftige Gewitter - Warnung
West- und Mitteleuropa

Ausgegeben am: Donnerstag, 20.07.2017, 11:45 MESZ

In Mitteleuropa Gefahr heftiger Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel - 19.-21.07.2017

Über den Britischen Inseln befindet sich am heutigen Donnerstag ein Höhentief. An dessen Ostseite zieht das Bodentief "Zlatan" langsam über Großbritannien nordwärts. Nachdem gestern die Warmfront über Deutschland hinweggezogen ist, nähert sich heute aus Westen die Kaltfront von "Zlatko". Feuchte und sehr warme Luftmassen befinden sich über weiten Teilen von West- und Mitteleuropa. Die Luft ist dabei weiterhin labil geschichtet (CAPE zwischen 500 und 1000 J/kg), die vertikale Windscherung von 10 - 15 m/s lässt wie bereits gestern die Entwicklung von Multizellen und MCS erwarten.

Vom Süden Frankreichs über die Alpen bis in die Mitte und die Osthälfte Deutschlands, sowie in Polen und Tschechien muss heute mit schweren Gewittern gerechnet werden, die mit Starkregen, Hagel und Sturmböen einhergehen können. Da die Gewitter voraussichtlich eine relativ geringe Verlagerungsgeschwindigkeit aufweisen werden, besteht die größte Gefahr durch Starkregen und den damit verbundenen Überschwemmungen.


Mittwoch, 19.07.2017, 11:45 MESZ





Bodendruckprognose, 19.07., 00:00 UTC
Quelle: FU Berlin / DWD
500-hPa-Geopot.&SLP, 19.07., 12:00 UTC
Quelle: Wetter3
CAPE, Lifted Index., 19.07., 15:00 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Satellitenbild, 19.07., 07:00 UTC
Quelle: Sat24

Heftige Gewitter - Warnung
- Ostfrankreich, Beneluxländer, Nordwestdeutschland

Ausgegeben am: Mittwoch, 19.07.2017, 11:45 MESZ

In Mitteleuropa Gefahr heftiger Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel - 19.07.2017
Heute zieht im Verlauf des Tages ein Frontensystem von Frankreich nach Deutschland. Vorderseitig des Troges bildet sich eine Konvergenzlinie aus. An dieser Linie strömt Luft aus unterschiedlichen Richtungen zusammen (Divergenz) und wird dabei gezwungen aufzusteigen. Verbunden mit der noch in Mitteleuropa, vor allem in Ostfrankreich und Süddeutschland, lagernder feuchtwarmen Luft, ist der nötige Energieschub für Gewitter gegeben (CAPE-Index >3000 J/kg). Die Gewitter treten zuerst am Mittag in Ostfrankreich auf, gegen Nachmittag werden dann diese sich weiter Richtung Westdeutschland verlagern. Besonders kräftig werden die Gewitter voraussichtlich am Nachmittag in der Nordwesthälfte in Deutschland erwartet.

Da sich das Frontensystem voraussichtlich nur sehr langsam verlagert, wird im Bereich der Gewitter kräftige Niederschläge, örtlich auch Hagel, erwartet. Ebenfalls kann der Wind in dieser Umgebung auffrischen. Durch die starken Niederschläge muss örtlich mit Überschwemmungen gerechnet werden.


eingerichtet am: 19. Juli 2017, 11:45 MESZ
CL