Sturm, Regen, 22.02.-24.02.2017, Westeuropa, Mitteleuropa; Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Donnerstag, 23. Februar 2017, 11:00 MEZ





Bodendruckanalyse, 23.02. 00 UTC
Quelle: FU Berlin / DWD
Radarbild, 23.02. 10 UTC
Quelle: netweather.tv
Satellitenbild, 23.02. 09 UTC
Quelle: Eumetsat
10m-Spitzenböen, 23.02. 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Sturm-/Orkantief "Thomas" (bzw. "Doris") - Warnung
West- und Mitteleuropa

Ausgegeben am: Donnerstag, 23.02.2017, 11:00 MEZ

Gefahr von schweren Sturmböen, an der See und in exponierten Lagen auch orkanartigen Böen - Irland, Großbritannien, südliche Nordsee, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Deutschland, Tschechien, Polen, Österreich
22.-24.02.2017

Heute morgen (06 UTC) lag das sich noch etwas verstärkende Tiefdruckgebiet "Thomas" (in England als "Doris" bezeichnet) mit seinem Zentrum an der Nordwestspitze Irlands. Mittlerweile lässt sich das Wirbelzentrum auf dem Radarbild (siehe oben) etwa 30 Kilometer nördlich von Manchester ausmachen. "Thomas" verlagert sich rasch ostwärts und wird mit seinem Zentrum um Mitternacht (00 UTC) bereits über Rügen angelangt sein, von wo aus es unter Abschwächung weiter nach Osten zieht.

Auf den Britischen Inseln sowie in Irland wurden bereits erste Orkanböen gemessen (z.B. Dublin 119 km/h), im Norden von Wales sind es aktuell (09 UTC) an der Station Capel Curig sogar 152 km/h.
Das Sturmfeld an der Süd- und Westflanke von "Thomas" erfasst in den kommenden Stunden auch das europäische Festland. Die größten Windgeschwindigkeiten werden dabei voraussichtlich im südwestlichen Nordseeumfeld (Niederlande, Belgien) erwartet.
Heute Nachmittag muss von West nach Ost fortschreitend in ganz Mitteleuropa mit weiter zunehmendem Wind gerechnet werden. Bis morgen früh treten in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Deutschland, Tschechien, im Norden von Österreich und in Polen verbreitet Sturm- und schwere Sturmböen (80 bis 100 km/h) auf. In Deutschland sind Sturmböen abgesehen vom äußersten Norden und dem unmittelbaren Alpenrand im ganzen Land zu erwarten, die größten Windgeschwindigkeiten treten dabei in einem breiten Streifen von der holländischen und belgischen Grenze bis nach Nordbayern und Süd-Brandenburg auf.
Der Wind kann in Böen Orkanstärke erreichen an der südlichen Nordseeküste, von dort ausgehend vereinzelt auch im Binnenland der Niederlande und Belgiens bis nach Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. In freien und in Höhenlagen der mitteleuropäischen Mittelgebirge sowie der Nordalpen sind Orkanböen bis 150 km/h möglich.
Inwieweit niederstratosphärische trockene Luft in Bodennähe gelangt und dort gebietsweise zu einer signifikanten Zunahme der Windintensitäten führt, kann noch nicht abschließend beurteilt werden.
Verbreitet muss mit Schäden durch umgestürzte Bäume, gebietsweisen Stromausfällen sowie lokalen Unterbrechungen im öffentlichen und privaten Transportwesen gerechnet werden.


Mittwoch, 22. Februar 2017, 07:00 MEZ





300 hPa-Wind & hor. Divergenz, 23.02. 12 UTC
Quelle: Wetter3
500 hPa-Geopot. & SLP, 23.02. 18 UTC
Quelle: Wetter3
500 hPa-Geopot. & SLP, 24.02. 00 UTC
Quelle: Wetter3.de
10m Spitzenböen, 23.02. 18 UTC
Quelle: Wetter3.de

Sturm / Starkregen - Warnung
Westeuropa und Mitteleuropa

Ausgegeben am: Mittwoch, 22.02.2017, 07:00 MEZ

Gefahr von schweren Sturmböen und orkanartigen Böen, an den Küsten im Nordwesten von Europa sind auch Orkanböen möglich - 22.-24.02.2017
Gefahr von Starkregen im Nordwesten von Europa möglich - 22.-24.02.2017

Aktuell befindet sich das Sturmtief "Stefan" vor der Westküste Norwegens, das sich im Verlauf des Tages nach Osten verlagert. In Großbritannien, Skandinavien und Norddeutschland werden aktuell orkanartige Böen verzeichnet. Mit dem sich ostwärts verlagertem Sturmtief intensiviert sich der Druckgradient weiter, dabei wird es am heutigen Nachmittag und Abend in West-/Mitteleuropa verbreitet stürmisch.

Nach kurzer Wetterberuhigung in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kommt ein neues Tiefdruckgebiet, das momentan noch über dem Atlantik liegt, von Westen heran und wird im am Donnerstag zuerst in Großbritannien, später auch in den Beneluxstaaten, Frankreich und Deutschland für orkanartigen Böen sorgen, auf den Bergen sind auch Orkanböen möglich.

Dieses Tief wird sich am Freitag verstärken, sodass in Deutschland und Skandinavien orkanartigen Böen zu verbuchen sein werden.


Dienstag, 21. Februar 2017, 11:15 MEZ





300 hPa-Wind & hor. Divergenz, 24.02. 00 UTC
Quelle: Wetter3
500 hPa-Geopot. & SLP, 22.02. 06 UTC
Quelle: Wetter3
500 hPa-Geopot. & SLP, 22.02. 12 UTC
Quelle: Wetter3.de
10m Spitzenböen, 22.02. 06 UTC
Quelle: Wetter3.de

Sturm / Starkregen - Warnung
Westeuropa und Mitteleuropa

Ausgegeben am: Dienstag, 21.02.2017, 11:15 MEZ

Gefahr von schweren Sturmböen und orkanartigen Böen, an den Küsten im Nordwesten von Europa sind auch Orkanböen möglich - 22.-24.02.2017
Gefahr von Starkregen im Nordwesten von Europa möglich - 22.-24.02.2017

Am Mittwoch wird sich Sturmtief "Stefan", das aktuell noch vor Island liegt, in West-/und Mitteleuropa bemerkbar machen. Das Frontensystem zieht im Laufe des morgigen Tages von Westen Richtung Westeuropa und sorgt in den kommenden Tagen für unbeständiges und windiges Wetter. Für die schnelle Verlagerung des Sturmtiefs ist der Jetstream verantwortlich, der momentan mit Windgeschwindigkeiten um 150km/h in 300 hPa quer über dem Atlantik und Nordeuropa liegt. Der Jetstream wird sich in den nächsten Tagen weiter verstärken, sodass am Freitag Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h in 300 hPa möglich sind.

Nach den aktuellen Modellläufen überquert die Kaltfront von Westen her West-/und Mitteleuropa, der Wind frischt nach dem Durchzug der Kaltfront spürbar auf und erreicht in den kommenden Tagen Werte um bis zu 110 km/h in Nordeuropa. Mit Spitzengeschwindigkeiten ist hauptsächlich in den Niederlanden und in Norddeutschland zu rechnen. Mit dem Durchzug der Kaltfront werden örtlich auch starke Regenfälle, vor allem in Nordeuropa erwartet.

Ebenfalls bildet sich über dem Nordatlantik ein zweites Tief, das bis zum Freitag Mitteleuropa erreicht und auch für Sturmböen sorgt. Die genaue Zugbahn dieses Tief ist jedoch noch unsicher.


eingerichtet am: 21. Februar 2017, 11:15 MEZ
CL