Sturm, Regen, 03.02.-05.02.2017, Westeuropa, Frankreich, Spanien, Portugal; Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Samstag, 04. Februar 2017, 09:00 MEZ





Satellitenbild Europa, 04.02. 07:15 UTC
Quelle: Sat24
500 hPa-Geopot. & SLP, 05.02. 12 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Spitzenwind Frankreich, 04.02. 12 UTC
Quelle: Wetterzentrale
48-h Niederschlag bis 06.02. 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Sturm / Dauerregen - Warnung
Spanien, Frankreich, Portugal

Ausgegeben am: Samstag, 04.02.2017, 09:00 MEZ

Gefahr von schweren Sturmböen und orkanartigen Böen, in Küstennähe auch Orkanböen im Norden von Spanien und im Westen und der Mitte Frankreichs - 03.-05.02.2017
Gefahr von Dauerregen im Nordwesten von Spanien (Galizien) und im Norden Portugals - 03.-05.02.2017

Mit Böen bis zu 148 km/h (Cap Ferret) hat Orkantief "Leiv" in den vergangenen Stunden die Westküste Frankreichs erreicht. Auch die Wetterstation in Bordeaux konnte heute früh bereits eine Orkanböe verzeichnen (120 km/h). Im Laufe des Tages zieht "Leiv" weiter in den Nordosten von Frankreich und schwächt sich dabei mehr und mehr ab. Dennoch können in den nächsten Stunden in der Mitte Frankreichs schwere Sturmböen und orkanartige Böen auftreten, in Küstennähe sind weiterhin Orkanböen möglich.
Mit Schäden durch umgestürzte Bäume und Stromleitungen muss gerechnet werden. Es kann zu Behinderungen im Schienen- und Straßenverkehr kommen. Schäden an Gebäuden und der Infrastruktur sind im Westen und der Mitte Frankreichs zu erwarten.
Am Sonnatag stößt ein kräftiger Höhentrog in den westlichen Mittelmeerraum vor. Damit verbunden zieht ein Tief von der französischen Westküste bis Korsika. Schwere Sturmböen und gebietsweise auch orkanartige Böen sind dadurch im Süden Frankreichs, der Osthälfte Spaniens und auf den Balearen zu erwarten.

Kräftiger Regen fiel in den vergangenen 24 Stunden im Nordwesten Spaniens und im Norden Portugals. Penhas Douradas in Portugal verzeichnete 94 mm Niederschlag seit gestern Morgen. Bis Montag Vormittag können in der Region nochmal 75 bis 100 mm Regen fallen. Örtlich besteht die Gefahr von Überschwemmungen. Aufgrund der trockenen Vorwitterung ist mit größeren Schäden allerdings nicht zu rechnen.


Freitag, 03. Februar 2017, 09:00 MEZ





Satellitenbild Europa, 03.02. 07:15 UTC
Quelle: Sat24
500 hPa-Geopot. & SLP, 04.02. 06 UTC
Quelle: Wetter3
Spitzenwind Frankreich, 04.02. 09 UTC
Quelle: Wetterzentrale
72-h Niederschlag bis 06.02. 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Sturm / Dauerregen - Warnung
Spanien, Frankreich, Portugal

Ausgegeben am: Freitag, 03.02.2017, 09:00 MEZ

Gefahr von schweren Sturmböen und orkanartigen Böen, in Küstennähe auch Orkanböen im Norden von Spanien und im Westen und der Mitte Frankreichs - 03.-05.02.2017
Gefahr von Dauerregen im Nordwesten von Spanien (Galizien) und im Norden Portugals - 03.-05.02.2017

An der Südflanke von Tief "Jürgen" bei Island treffen in den nächsten Tagen in einer kräftigen westlichen Strömung gleich drei Sturmtiefs Teile von Spanien und Frankreich. Das erste Sturmtief (mit Namen "Kurt") befindet sich derzeit über der Biskaya und wird im Tagesverlauf weiter nach Nordosten bis in den Süden von England ziehen. Im Norden Spaniens konnten in den vergangenen Stunden auch weiter im Landesinnern Orkanböen gemessen werden (Tresviso: 131 km/h), an der Nordwestküste traten teilweise Böen bis Windstärke 15 auf (Estaca de Bares: 169 km/h). Im Laufe des Tages muss im Nordwesten Frankreichs mit schweren Sturmböen und orkanartigen Böen in Küstennähe gerechnet werden. "Kurt" schwächt sich in der Folge ab.

Das nächste Sturmtief ("Leiv") erreicht bereits am heutigen Abend den Nordwesten Spaniens. Kräftige Höhendivergenz im Ausströmbereich des Jetstreams verbunden mit der Advektion von mit der Höhe zunehmender positiver Vorticity sorgen für einen raschen Druckfall im Zentrum des Tiefs. Vor dem Erreichen des französischen Festlands wird derzeit ein Bodendruck von ca. 980 hPa im Zentrum von "Leiv" vorhergesagt. Von der Westküste Frankreichs wird "Leiv" Morgen im Tagesverlauf bis nach Belgien ziehen und dabei mehr und mehr an Intensität verlieren. Südlich des Zentrum können in der Region Nouvelle-Aquitaine entlang der Küste und zwischen La Rochelle, Bordeaux und Limoges auch weiter im Landesinnern Orkanböen auftreten. Verbreitet sind in der Mitte und im Westen schwere Sturmböen und orkanartige Böen möglich. Mit Schäden durch umgestürzte Bäume und Stromleitungen muss gerechnet werden. Es kann zu Behinderungen im Schienen- und Straßenverkehr kommen. Schäden an Gebäuden und der Infrastruktur sind in der Region Nouvelle-Aquitaine zu erwarten. An den Küsten im Nordwesten Spaniens und im Westen Frankreichs kann es außerdem zu Schäden durch hohen Wellengang kommen.
Am Sonnatag stößt ein kräftiger Höhentrog in den westlichen Mittelmeerraum vor. Damit verbunden zieht ein Tief von der französischen Westküste bis Korsika. Schwere Sturmböen und gebietsweise auch orkanartige Böen sind dadurch im Süden Frankreichs, der Osthälfte Spaniens und auf den Balearen zu erwarten.

In den vergangenen acht Stunden fielen in Fisterra im Nordwesten Spaniens über 90 mm Regen. Verbunden mit den Sturmtiefs können hier und im Norden Portugals bis Sonntag Abend nochmals bis zu 150 mm an Niederschlag fallen. Örtlich besteht die Gefahr von Überschwemmungen. Aufgrund der trockenen Vorwitterung ist mit größeren Schäden allerdings nicht zu rechnen.


Donnerstag, 02. Februar 2017, 16:15 MEZ





500 hPa-Geopot. & SLP, 03.02. 06 UTC
Quelle: Wetter3
500 hPa-Geopot. & SLP, 04.02. 00 UTC
Quelle: Wetter3
Spitzenwind Frankreich, 04.02. 09 UTC
Quelle: Wetterzentrale
72-h Niederschlag bis 05.02. 06 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Sturm / Dauerregen - Warnung
Spanien, Frankreich, Portugal

Ausgegeben am: Donnerstag, 02.02.2017, 16:15 MEZ

Gefahr von schweren Sturmböen und orkanartigen Böen, an den Küsten auch Orkanböen im Norden von Spanien und im Westen und der Mitte Frankreichs - 03.-05.02.2017
Gefahr von Dauerregen im Nordwesten von Spanien (Galizien) und im Norden Portugals - 03.-05.02.2017

Eine kräftige westliche Strömung ist derzeit über dem Atlantik von Neufundland bis in den Nordwesten Spaniens vorherrschend. Verbunden mit Tief "Jürgen" traten heute bereits Orkanböen an der spanischen Küste auf (Fisterra: 138 km/h). "Jürgen" verlagert sich aktuell westlich von Irland nach Norden in Richtung Island und nimmt ab Morgen die Rolle des steuernden Tiefdruckgebiets ein. In der westlichen Höhenströmung ziehen in den nächsten Tagen mehrere Tiefdruckgebiete in rascher Abfolge vom Atlantik über die Biskaya nach Frankreich. In der kommenden Nacht zieht mit Tief "Kurt" das erste Sturmtief von der Biskaya in Richtung Ärmelkanal. In der Nacht zum Samstag folgt dann mit "Leiv" das nächste schnell ziehende Tiefdruckgebiet. "Leiv" wird voraussichtlich am Samstag Morgen den Westen Frankreichs erreichen und in der Folge weiter in den Nordosten des Landes ziehen. Am Sonntag stößt ein Höhentrog bis in den zentralen Mittelmeerraum vor. Damit verbunden entstehen am Boden mehrere kleine Tiefdruckgebiete über Frankreich und dem Norden Italiens. Der Druckgradient nimmt zwischen dem tiefen Druck und höherem Luftdruck über dem Süden Spaniens nochmal zu. Bei "Kurt" und "Leiv" lässt die günstige Lage im Divergenzbereich des Jetstreams eine rasche Intensivierung im Bereich der Biskaya vermuten.

In der Nacht zum Freitag und Samstag muss im Norden Spaniens und an der französischen Atlantikküste mit Orkanböen gerechnet werden. Im Landesinnern können Sturmböen und schwere Sturmböen auftreten. Am Samstag Morgen können auch im Landesinnern von Frankreich verbunden mit Tief "Leiv" orkanartige Böen auftreten. Mit Schäden durch umgestürzte Bäume und Stromleitungen muss gerade in der Mitte Frankreichs gerechnet werden. An den Küsten kann es außerdem zu Schäden durch hohen Wellengang kommen.

Feuchtwarme Luftmassen werden in den kommenden Tagen in den Nordwesten Spaniens (Galizien) und Portugal advehiert. Hebungsvorgänge verbunden mit den Sturmtiefs sorgen für die Entstehung von Niederschlägen. In den erwähnten Gebieten kann bis zum Sonntag gebietsweise über 200 mm an Regen fallen. Aufgrund der relativ trockenen Vorwitterung sind größere Überschwemmungen zunächst nicht zu erwarten. Es kann aber zu kleineren Ausuferungen kommen


eingerichtet am: 02. Februar 2017, 16:15 MEZ
JW