Sturm, Schneefall, 12.01.-13.01.2017, Mitteleuropa; Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Freitag, 13. Januar 2017, 08:00 MEZ





Satellitenbild, 13.01., 06:15 UTC
Quelle: Sat24
Radarbild Deutschland, 13.01, 06:20 UTC
Quelle: DWD
500hPa-Geopot. & SLP, 13.01., 09 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Spitzenböen, 13.01. 09 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Sturm / Starkschneefall - Warnung
West- und Mitteleuropa

Ausgegeben am: Freitag, 13.01.2017, 08:00 MEZ

Gefahr von Sturmböen und schweren Sturmböen im Flachland von Frankreich, den Benelux-Staaten, Deutschland, Polen und Tschechien. Gefahr von orkanartigen Böen im Flachland vom Saarland über Hessen bis nach Sachsen. Gefahr von Orkanböen in den höher gelegenen Gebieten - 12.01.-13.01.2017
Gefahr durch Starkschneefall im Norden und der Mitte Deutschlands - 13.01.2017

Ausgewählte Spitzenböen Orkantief "Egon" in Deutschland bis 13.01.2017 06 UTC:

148 km/h Weinbiet (553 m) (Rheinland-Pfalz)
128 km/h Stötten (734 m) (Baden-Württemberg)
126 km/h Berus (363 m) (Saarland)
120 km/h Hahn (497 m) (Rheinland-Pfalz)
120 km/h Tholey (386 m) (Saarland)
119 km/h Niederstetten (473 m) (Baden-Württemberg)

Tief "Egon" hat sich seit dem gestrigen Abend vom Ärmelkanal über das Grenzgebiet von Belgien und den Niederlande bis in die Osthälfte von Deutschland verlagert. Aktuell befindet sich das Orkantief über Sachsen-Anhalt. In den kommenden Stunden folgt "Egon" dann rasch einer nordöstlichen Zugrichtung nach Brandenburg und in den Norden von Polen. Dabei wird sich das Tief ab den Mittagsstunden leicht abschwächen.
Südlich des Sturmzentrums treten im Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Thüringen verbreitet Sturmböen und schwere Sturmböen auf. Gebietsweise werden im Flachland orkanartige Böen gemessen, teilweise sind auch Orkanböen zu beobachten. In den kommenden Stunden muss vor allem in Thüringen, Sachsen und dem Norden von Bayern mit den stärksten Böen gerechnet werden.
Nördlich des Tiefzentrums kommt es vor allem in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen zu kräftigen Schneefällen. Teilweise sind bereits 10 bis 20 cm Neuschnee in kurzer Zeit gefallen. Vor allem in den westlichen Mittelgebirgen kommen in den nächsten Stunden nochmals größere Mengen an Neuschnee zusammen.
Aufgrund des Sturms und der Starkschneefälle muss mit Behinderungen im Starßen- und Schienenverkehr gerechnet werden. Es besteht die Gefahr von umstürzenden Bäumen und Stromleitungen. Dazu kann es im Bereich der stärksten Windböen zu Schäden an Gebäuden und der Infrastruktur kommen.


Donnerstag, 12. Januar 2017, 10:15 MEZ





500hPa-Geopot. & SLP, 13.01., 00 UTC
Quelle: Wetter3
500hPa-Geopot. & SLP, 13.01, 03 UTC
Quelle: Wetterzentrale
500hPa-Geopot. & SLP, 13.01., 03 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Spitzenböen, 13.01. 06 UTC
Quelle: Wetter3

Sturm / Starkschneefall - Warnung
West- und Mitteleuropa

Ausgegeben am: Donnerstag, 12.01.2017, 10:15 MEZ

Gefahr von Sturmböen und schweren Sturmböen im Flachland von Frankreich, den Benelux-Staaten, Deutschland, Polen und Tschechien. Gefahr von orkanartigen Böen und Orkanböen in den Hochlagen - 12.01.-13.01.2017
Gefahr durch Starkschneefall im Norden und der Mitte Deutschlands - 13.01.2017

Auf der Südseite der steuernden Tiefdruckgebiete "Dieter" und "Caius" hat sich eine kräftige westliche Strömung über weiten Teilen von Mittel- und Westeuropa etabliert. Der Vorstoß eines Kurzwellentrogs über dem Ostatlantik nach Süden sorgt in den nächsten Stunden über dem Ärmelkanal für die Entstehung eines Bodentiefs. Das Tief, mit Namen "Egon", verlagert sich in der Folge relativ schnell nach Osten und intensiviert sich binnen kurzer Zeit (Druckfall ca. 18 hPa in 12 Stunden im Zentrum) zu einem Sturmtief.
Die Vorhersage der Zugbahn ist noch immer mit einigen Unsicherheiten behaftet. Allerdings nähern sich die Modellläufe immer mehr an. Vom Ärmelkanal wird sich Tief "Egon" wahrscheinlich über Belgien in den Westen Deutschlands verlagern und anschließend über Sachsen-Anhalt und Brandenburg in den Süden von Polen ziehen.

Unabhängig von der genauen Lage des Tiefdruckgebiets muss im Norden Frankreichs und später im südlichen Teil der Benelux-Staaten, sowie in der Mitte und im Süden Deutschlands mit Sturmböen und schweren Sturmböen im Flachland gerechnet werden. Später erfasst das Windfeld des Tiefs auch Tschechien und Polen. In den Hochlagen können orkanartige Windböen und Orkanböen auftreten.
Neben dem starken Wind kann es im Bereich des Tiefdruckzentrums und nördlich davon zu kräftigen Regen- und später Schneefällen kommen. Im Norden und der Mitte Deutschlands sind gebietsweise Neuschneemengen zwischen 10 cm und 20 cm innerhalb von 12 Stunden zu erwarten. Durch den starken Wind besteht zusätzlich die Gefahr von Schneeverwehungen.


Mittwoch, 11. Januar 2017, 13:45 MEZ





500hPa-Geopot. & SLP, 13.01., 00 UTC
Quelle: Wetter3
500hPa-Geopot. & SLP, 13.01, 00 UTC
Quelle: Wetter3
500hPa-Geopot. & SLP, 13.01., 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Spitzenböen, 13.01. 00 UTC
Quelle: Wetter3

Sturm - Warnung
West- und Mitteleuropa

Ausgegeben am: Mittwoch, 11.01.2017, 13:45 MEZ

Gefahr von Sturmböen und schweren Sturmböen im Flachland von Frankreich, den Benelux-Staaten, Deutschland, Polen und Tschechien. Gefahr von orkanartigen Böen und Orkanböen in den Hochlagen. 12.01.-13.01.2017

Über dem Norden Europas hat heute Tief "Dieter" die Rolle des steuernden Tiefdruckgebiets eingenommen. Sein Windfeld reicht bis in den Norden Deutschlands. An den Küsten gibt es teils schwere Sturmböen, auf dem Brocken im Harz auch Orkanböen.
Eine kräftige westliche Strömung hat sich südwestlich von Tief "Dieter" über dem Ostatlantik etabliert. Arktische Luftmassen reichen aktuell von Grönland weit nach Süden über dem Atlantik. Von dort wird sich in den kommenden 30 Stunden ein Kurzwellentrog bis nach Großbritannien und in den Westen Frankreichs verlagern. Hebungsvorgänge an der Vorderseite des Trogs führen dazu, dass am Boden Morgen Nachmittag über dem Ärmelkanal ein Tiefdruckgebiet entstehen wird. Anschließend zieht das Tief, welches den Namen "Egon" bekommen wird, in Richtung Benelux-Staaten und Deutschland und intensiviert sich dabei rasch zu einem Sturmtief.

Unsicherheiten bestehen noch bezüglich der Zugbahn: Das GFS-Modell des amerikanischen Wetterdienstes erwartet eine Zugbahn über Belgien, Nordrhein-Westfalen in Richtung Brandenburg. Das ICON-Modell des deutschen Wetterdienstes prognostizierte heute Morgen eine weiter im Süden über Hessen und Thüringen liegende Zugbahn. Unabhängig von der ganuen Lage des Tiefdruckgebiets muss im Norden Frankreichs und später in Teilen der Benelux-Staaten, sowie in der Mitte und im Süden Deutschlands mit Sturmböen und schweren Sturmböen im Flachland gerechnet werden. Später erfasst das Windfeld des Tiefs auch Tschechien und Polen. In den Hochlagen können orkanartige Windböen und Orkanböen auftreten.
Neben dem starken Wind kann es im Bereich des Tiefdruckzentrums zu kräftigen Regen- und später Schneefällen kommen. Dabei besteht vor allem rückseitig des Tiefs die Gefahr von Schneeverwehungen. Je nach Zugbahn können die heftigsten Schneefälle in der Norden oder in der Mitte Deutschlands am Morgen des 13.01. auftreten.


eingerichtet am: 11. Januar 2017, 13:45 MEZ
JW