Starkregen, 21.-25. November 2016, Südfrankrech, Norditalien, Südschweiz; Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Donnerstag, 24. November 2016, 12:45 MEZ





Satellitenbild, 24.11. 10 UTC
Quelle: EUMETSAT
500 hPa Geopot., SLP, 24.11., 12 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Bodendruckanalyse, 24.11., 00 UTC
Quelle: FU Berlin / DWD
48h-Regenmenge bis 26.11., 00 UTC
Quelle: meteociel.fr

Starkregen
Südfrankreich, Norditalien, Südschweiz

Ausgegeben am: Donnerstag, 24.11.2016, 12:45 MEZ

Starkregen mit der Gefahr von Überschwemmungen und einzelnen Erdrutschen von Südfrankreich bis in die Südschweiz und Nordwestitalien (Piemont)
21. - 25.11.2016

Nach wie vor zieht das umfangreiche Höhentief über dem Südwesten Europas seine Kreise und beeinflusst mit dem zugehörigen Bodentief "Queenie" auch in den kommenden 48 bis 72 Stunden die Iberische Halbinsel und den westlichen Mittelmeerraum von Gibraltar bis nach Italien.
Mit einer beständigen südlichen Strömung gelangt weiterhin warme und über dem Mittelmeer mit Feuchtigkeit angereicherte Luft über Sardinien, Korsika nach Ligurien und Piemont. Gebietsweise gingen dort bereits mehrere Hundert mm Regen nieder.
Der beständige Feuchtenachschub, intensive Hebungsantriebe sowie die orographische verstärkende Wirkung der Berge Liguriens sowie im Luv des westlichen Alpenbogens im Piemont lassen für die nächsten 48 Stunden weitere ergiebige Niederschläge erwarten. Es kann im Nordwesten Italiens zu Murenabgängen, Erdrutschen und Überschwemmungen an einigen Flüssen kommen. In den Hochlagen der Westalpen fällt reichlich Neuschnee.
Auch in Portugal und im Südwesten Spaniens sind bis morgen heftige Regenfälle durchaus möglich.


Mittwoch, 23. November 2016, 10:45 MEZ





Satellitenbild, 23.11. 08 UTC
Quelle: EUMETSAT
500 hPa Geopot., SLP, 23.11., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Äqu.Pot. T., Bodendruck, 23.11., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
72h-Regenmenge bis 26.11., 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Starkregen
Südfrankreich, Norditalien, Südschweiz

Ausgegeben am: Mittwoch, 23.11.2016, 10:45 MEZ

Starkregen mit der Gefahr von Überschwemmungen und einzelnen Erdrutschen von Südfrankreich bis in die Südschweiz und Nordwestitalien (Piemont)
21. - 25.11.2016

Der Höhentrog über Westeuropa schließt sich heute in seinem Südteil über der Iberischen Halbinsel ab. Tief "Queenie" liegt heute mit seinem Zentrum im Grenzgebiet zwischen Spanien und Frankreich. An seiner Vorderseite wird weiterhin feuchte und warme Luft gen Norden transportiert, die über dem noch 16 bis 20 °C warmen westlichen Mittelmeer weitere Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Die größten Hebungsvorgänge induziert durch das Höhentief und die damit einhergehenden stärksten Niederschläge sind heute im Nordosten Spaniens (Katalonien) zu erwarten. Dort sind heute innerhalb von 24 Stunden örtlich mehr als 100 mm möglich. Auch auf der Alpensüdseite, von Ligurien über das Piemont bis ins Tessin, wo es bereits seit Montag heftig regnet, halten die Niederschläge weiter an.

Das Hebungsgebiet über dem Nordosten Spaniens verlagert sich in der Nacht und morgen über den Süden Frankreichs langsam ostwärts, sodass sich die Niederschläge südlich der Alpen von Ligurien über den Großraum Turin bis in die Alpen weiter verstärken. In den Staulagen der Alpen sind bis Freitag lokal nochmals Niederschlagsmengen bis 300 mm zu erwarten. Es drohen Überflutungen und Erdrutsche. In den Hochlagen der Alpen etwa oberhalb von 2000 m sind in dieser Region lokal über 200 cm Neuschnee möglich, sodass die Gefahr von Lawinenabgängen ansteigt.


Dienstag, 22. November 2016, 09:45 MEZ





Satellitenbild, 22.11. 07 UTC
Quelle: EUMETSAT
500 hPa Geopot., SLP, 22.11., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Äqu.Pot. T., Bodendruck, 22.11., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
72h-Regenmenge bis 25.11., 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Starkregen
Südfrankreich, Norditalien, Südschweiz

Ausgegeben am: Dienstag, 22.11.2016, 09:45 MEZ

Starkregen mit der Gefahr von Überschwemmungen und einzelnen Erdrutschen von Südfrankreich bis in die Südschweiz und Nordwestitalien (Piemont)
21. - 25.11.2016

An der Großwetterlage hat sich seit gestern wenig geändert. Ein Höhentrog reicht über Westeuropa südwärts bis nach Marokko und Algerien, während sich Osteuropa unter einem Ausgedehnten Höhenrücken befindet. Erst morgen schnürt sich der Trog in seinem Südteil über der Iberischen Halbinsel ab. Tief "Petrine" verlagert sich von den Britischen Inseln Richtung Skandinavien und füllt sich zunehmend auf. Vorderseitig der Trogachse hat sich über dem Südosten Spaniens derweil ein neues Tief namens "Queenie" ausgebildet, das den Zustrom warmer und feuchter Luftmassen über das Mittelmeer in Richtung Alpen aufrecht erhält.

Hebungsprozesse trogvorderseitig sorgen heute über dem Südosten Spaniens sowie im Süden Frankreichs für heftige Regenfälle, die besonders Richtung Mittelmeerküste von Gewittern durchsetzt sein können. Heftig regnet es auch im Nordwesten Italiens sowie in der Südschweiz, wo die feuchtwarme Luft gegen die Alpen geführt wird. In den genannten Regionen sind bis morgen Mittag lokal Niederschlagsmengen über 100 mm möglich. Mit weiteren heftigen Niederschlägen ist bis Donnerstagfrüh noch im Nordosten Spaniens sowie im Süden Frankreichs zu rechnen. Im Nordwesten Italiens sowie in der Südschweiz halten die Niederschläge sogar bis Freitag an. Dort muss örtlich mit über 300 mm in der Summe gerechnet werden. Es drohen lokale Überschwemmungen sowie Erdrutsche in den Bergen.

Auf der Alpennordseite ist es derweil weiter föhnig. Gestern wurden beispielsweise auf der Zugspitze Böen bis 158 km/h gemessen und auch in den Tälern setzte sich der Föhn zum Teil in Orkanstärke durch (zum Beispiel Altdorf (CH): 124 km/h). Auch wenn der Wind im Vergleich zu gestern etwas nachlässt muss auf den Gipfeln der Alpen weiterhin mit schweren Sturm- und Orkanböen gerechnet werden.


Montag, 21. November 2016, 10:30 MEZ





Satellitenbild, 21.11. 08 UTC
Quelle: EUMETSAT
500 hPa Geopot., SLP, 21.11., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Äqu.Pot. T., Bodendruck, 21.11., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
96h-Regenmenge bis 25.11., 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Starkregen
Südfrankreich, Norditalien, Südschweiz

Ausgegeben am: Montag, 21.11.2016, 10:30 MEZ

Starkregen mit der Gefahr von Überschwemmungen und einzelnen Erdrutschen von Südfrankreich bis in die Südschweiz und Nordwestitalien (Piemont)
21. - 25.11.2016

Die Großwetterlage über Europa wird von einem Höhentrog, der sich über Westeuropa südwärts bis nach Marokko erstreckt, und einem Höhenrücken über Osteuropa bestimmt. Zwischen hohem Luftdruck (über 1060 hPa) über dem Westen Russlands und einem Tief "Petrine" bei den Britischen Inseln wird dabei über dem Kontinent in breitem Strom sehr warme Luft von Süd nach Nord transportiert. Im Laufe der Woche schnürt sich der Trog über Westeuropa ab und bleibt als abgeschlossenes Höhentief über der Iberischen Halbinsel liegen.

Vorderseitig des Trogs beziehungsweise des Höhentiefs liegt der Süden Frankreichs sowie Nordwestitalien fast durchgehend im Bereich von Hebungsprozessen. Im Zusammenspiel mit feuchter und warmer Luft die aus Süden über das noch warme Mittelmeer herangeführt werden kommt es in den genannten Regionen bis Freitag immer wieder zu heftigen Regenfällen. Dabei sind bis Freitag besonders von den Cevennen über die Provence ostwärts bis ins italienische Piemont und schweizerische Tessin große Mengen von örtlich über 300 mm zu erwarten. Es muss mit lokalen Überschwemmungen sowie mit Hangrutschen in den Bergen gerechnet werden.

Gleichzeitig stellt sich auf der Alpennordseite noch bis Donnerstag eine Föhnlage ein und auf den Alpengipfeln weht der Wind zum Teil in Orkanstärke.


eingerichtet am: 21. November 2016, 10:30 MEZ
MB