Starkregen/Gewitter, 14./15.07.2016 - östl. Mitteleuropa/Südosteuropa; Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Freitag, 15. Juli 2016, 14:35 MESZ





300-hPa-Wind und -Geopot., 15.07., 18 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
500-hPa-Geopot.& SLP, 15.07., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Satellitenbild, 15.07., 11:55 UTC
Quelle: Sat24
3-h-Niederschlag bis 16.07., 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Starkregen/Gewitter - Warnung
Südosteuropa

Ausgegeben am: Freitag, 15.07.2016, 14:35 MESZ

In Teilen Südosteuropas heftige Starkregenfälle und Gewitter mit Hagel und Sturmböen, Gefahr von Überschwemmungen - 15.07.2016

Vorderseitig eines über Italien liegenden Höhentrogs führt kräftige Höhendivergenz und positive Vorticityadvektion zu großräumigen Hebungsantrieben von Italien über Südosteuropa und dem Westbalkan. Dadurch werden konvektive Niederschläge ausgelöst, die in Form von heftigen Starkregenfällen und Gewittern niedergehen. Das Tiefdrucksystem "Ulrike" verlagert sich dabei unter Abschwächung langsam ostwärts.

Heute Nachmittag formieren sich von Mittelitalien bis zum Westbalkan zum Teil kräftige Niederschläge. Diese dauern auch in der Nacht an und sorgen insbesondere in Westrumänien und in Teilen Serbiens/Ungarns für unwetterartige Erscheinungen mit heftigem Starkregen, Hagelschlag und Sturmböen. Dabei muss in kurzer Zeit lokal mit über 50 mm Regen gerechnet werden. Schäden können vor allem durch Überschwemmungen und lokale Erdrutsche, aber auch durch Hagel und Windböen hervorgerufen werden.



Donnerstag, 14. Juli 2016, 12:30 MESZ





Satellitenbild, 14.07., 10:00 UTC
Quelle: Sat24
Pseudopotentielle Tmp., 14.07., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Gesamtnds. bis 15.07., 06 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Radarbild, 14.07., 12:05 MESZ
Quelle: DWD

Starkregen, Gewitter
Polen

Ausgegeben am: Donnerstag, 14.07.2016, 12:30 MESZ

Gefahr von Überschwemmungen und Sturmschäden
14.07.2016

Markante Höhendivergenz sowie positive Vorticityadvektion vorderseitig des Trogs über dem westlichen Mitteleuropa löste heute die Entstehung des Tiefdruckgebiets "Ulrike" über dem Süden Polens aus. Der Zustrom feuchtwarmer Mittelmeerluft aus Südosten in Richtung des Tiefkerns sowie kräftige Kaltluftadvektion aus Südwesten führen zu ergiebigen und anhaltenden Regenfällen. Durch einen zunehmenden Druckgradienten an der Südwestflanke des Tiefs erreicht der Wind in Böen regional Sturmstärke. "Ulrike" verlagert sich morgen über das Baltikum bis nach Finnland.

Heute Vormittag formierte sich ein Regengebiet im Bereich der Oder, nach aktuellen Modellprognosen verstärkt sich dieses in den nächsten Stunden noch und bleibt nahezu ortsfest mit einem Schwerpunkt im Südwesten Polens, knapp östlich der Oder. Im Übergangsbereich zur wärmeren Luft ist der Regen im Tagesverlauf von Gewittern durchsetzt. Regen fällt zudem im äußersten Osten Deutschlands und Norden Tschechiens, ab den Abendstunden ziehen die kräftigsten Regenfälle allmählich nordostwärts weiter Richtung Baltikum und erreichen morgen Nachmittag auch Finnland. Der akkumulierte Niederschlag bis morgen, 8 Uhr erreicht im Westen Polens 80 bis 120 mm.

Im Bereich der kräftigsten, konvektiv verstärkten Regenfälle muss mit Überflutungen und einzelnen Erdrutschen gerechnet werden. Die länger anhaltenden Niederschläge lassen die Pegel der Oder, kleinerer Flüsse und auch Bäche rasch ansteigen. Sturmböen im Flachland sowie schwere Sturmböen in höheren Lagen und in Gewitternähe lassen lokale Sturmschäden erwarten.


eingerichtet am: 14. Juli 2016, 12:30 MESZ
FB