Heftige Gewitter, 23.02.2016, USA; Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Mittwoch, 24. Februar 2016, 12:45 MEZ





Sat. Bild, 24.02, 09.45 UTC
Quelle: GOES Project NASA
Bodendruck u. Fronten 25.02., 06 UTC
Quelle: NCAR
850-hPa-Temp./-Geopot., 25.02., 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Prognose Neuschnee bis 26.02. 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Heftige Gewitter - Warnung
Südliche und östliche Landesteile der USA

Ausgegeben am: Mittwoch, 24.02.2016, 12:45 MEZ

Gefahr von heftigen Gewittern mit Sturmböen, Tornados, kräftigem Regen und Hagel in den südlichen und östlichen Landesteilen der USA - 23./24.02.2016

Das gestern über dem Süden der USA entstandene Bodentief hat sich in einer nordöstlicher Zugbahn auf einen Bodendruck von 988 hPa verstärkt. An der Vorderseite kommt es an der Ostküste von Florida bis nach Maryland erneut zu Gewittern mit Sturmböen, Tornados und Hagel. Rückseitig des Tiefs wird kalte Luft in die Zirkulation mit eingebunden. Heftige Schneefälle von über 30 cm in den nächsten 24 Stunden sind die Folge.

Im Süden der USA wurden gestern in Louisiana und Mississippi Gewitter mit Sturmböen und zahlreichen Tornados beobachtet. Drei Menschen verloren ihr Leben als ein Tornado über ihre mobilen Häuser zog. Zahlreiche Gebäude wurden schwer beschädigt, viele Haushalte waren ohne Strom. Die Unwetterlage blieb in der Nacht weiter bestehen, die Gewitterfront kam weiter nach Osten in Richtung Georgia und Florida voran. Dort muss aktuell mit den stärksten Gewittern gerechnet werden, Tornados sind weiterhin wahrscheinlich. Am Nachmittag besteht dann an fast der gesamten Ostküste von Florida bis nach Maryland die Gefahr von Unwettern. Das Bodentief sorgt bodennah für einen Transport von warmer und sehr feuchter Luft aus dem Süden. Trogvorderseitige Hebung und ein kräftiger Jet in 500 hPa schaffen ideale Bedingungen für Gewitter. In North Carolina und dem Süden Virginias befindet sich am Nachmittag das Gebiet mit dem größten Risiko für Superzellen mit Tornados.

Auf der kalten Seite des Tiefs schneit es in den nächsten 24 Stunden kräftig von den Großen Seen über Illinois bis nach Missouri. Örtlich können über 30 cm fallen.


Dienstag, 23. Februar 2016, 15:45 MEZ





Sat. Bild, 23.02, 11.37 UTC
Quelle: GOES Project NASA
Bodendruck u. Fronten 24.02., 12 UTC
Quelle: NCAR
850-hPa-Temp./-Geopot., 24.02., 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Prognose 700 hPa Mittelwind, 24.02. 06 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Heftige Gewitter - Warnung
Südliche und östliche Landesteile der USA

Ausgegeben am: Dienstag, 23.02.2016, 15:45 MEZ

Gefahr von heftigen Gewittern mit Sturmböen, Tornados, kräftigem Regen und Hagel in den südlichen und östlichen Landesteilen der USA - 23./24.02.2016

Ein sehr weit nach Süden reichender Höhentrog hat über dem Süden der USA im Bundesstaat Texas in den vergangenen Stunden ein Bodentief entstehen lassen. Hebungsprozesse im Warmsektor sorgen für die Bildung von Gewittern in der feuchtwarmen Luft. Eine kräftige Windscherung mit der Höhe (>120 km/h in 3000 m Höhe) macht die Entstehung von Tornados wahrscheinlich. Einzelne davon können auch stark ausfallen (F2 oder stärker).

Bereits gestern kam es im Süden des Bundesstaates Texas zu einzelnen Gewittern mit Hagel und Sturmböen. Auf dem Satellitenbild ist heute früh (Ortszeit) ein umfangreiches Wolkenband im Osten von Texas erkennbar. Aktuell befindet sich das Zentrum des Tiefdruckgebiets im Süden des Bundesstaates mit einem Bodendruck von 1002 hPa. In den nächsten Stunden zieht das Tief in nordöstlicher Richtung weiter und intensiviert sich in den nächsten 12 Stunden auf einen Kerndruck von unter 995 hPa. Am heutigen Dienstag besteht für die Bundesstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama das größte Risiko für sehr kräftige Gewitter mit allen Begleiterscheinungen. Die größte Gefahr geht von kräftigen Sturmböen in Verbindung mit Gewittern und den örtlich auftretenden Tornados aus. In der Nacht zu Mittwoch verlagert sich der Gewitterschwerpunkt dann weiter nach Osten. Aufgrund der nächtlichen Stabilisierung der Grenzschicht ist das Risiko für schwere Gewitter zwar geringer, die kräftige vertikale Windscherung lässt aber weiterhin das Entstehen von Superzellen zu.

Auch am Mittwoch kann es nochmals zu Gewittern kommen. Der Warmsektor des Tiefs befindet sich dann bereits über der Ostküste der USA. In North und South Carolina werden hier am Nachmittag die kräftigsten Gewitter erwartet.


eingerichtet am: 23. Februar 2016, 15:45 MEZ
JW