Sturm, 01.02.-02.02.2015, Britische Inseln; Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Montag, 01. Februar 2016, 14:40 MEZ





Satellitenbild, 01.02., 09 UTC
Quelle: Eumetsat
500hPa-Geopot. & SLP, 02.02., 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Spitzenböen am 02.02., 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
Warnkarte Sturm am 01.02.
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Sturm, Orkan - Warnung
Britische Inseln

Ausgegeben am: Montag, 01.02.2016, 14:40 MEZ

Gefahr von Orkanböen im Norden Großbritanniens sowie im Norden Irlands, 01.02.-02.02.2016

Große Temperaturgegensätze zwischen arktischer Kaltluft im Norden und subtropischer Warmluft im Süden führen über dem Atlantik zu einer regen Tiefdruckaktivität. Während Tief "Marita" am Freitag über Großbritannien und Irland verbreitet für Sturm- und vereinzelt auch Orkanböen sorgte, kam vor der Ostküste der USA erneut eine Zyklogenese in Gang. Das daraus resultierende Tief "Norkys", in Großbritannien unter dem Namen "Henry" bekannt, befindet sich aktuell mit einem Kerndruck von etwa 951 hPa südlich von Island und hat bereits seinen Entwicklungshöhepunt überschritten. An seiner Süd- und Südwestflanke hat sich bedingt durch einen sehr großen Druckgradient ein ausgedehntes Sturmfeld ausgebildet, das mit der Ostwärtsverlagerung des Tiefs zunehmend an Einfluss auf die Britischen Inseln gewinnt.

Aktuell (13 UTC) treten auf den Britischen Inseln bereits verbreitet Sturmböen auf. Auf einzelnen vorgelagerten Inseln Schottlands, wie etwa an der Station Tiree mit 126 km/h, werden bereits erste Orkanböen registriert. Besonders im Norden Irlands sowie in Schottland nimmt der Wind im Laufe des Tages weiter zu. Dort sind am Abend und in der Nacht verbreitet Orkanböen zu erwarten. Auf den Bergen, sowie an den Küsten Schottlands muss lokal mit Böen über 150 km/h gerechnet werden. Im Norden Irlands sowie in Schottland muss bedingt durch die Orkanböen mit Sturmschäden gerechnet werden. Hoher Wellengang mit Wellenhöhen bis 15 Meter kann besonders an der Westküste Schottlands sowie im Nordwesten Irlands zu Überflutungen einzelner Küstenstraßen führen.

Morgen flaut der Wind im Laufe des Vormittags rasch ab, sodass tagsüber kaum noch Orkanböen zu erwarten sind.


eingerichtet am: 01. Februar 2016, 14:40 MEZ
MB