Heftige Gewitter / Hitze, 05.-07.06.2015, Mitteleuropa | Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Sonntag, 14. Juni 2015, 09:30 MESZ





Satellitenbild
14.06.2015, 07:00 UTC
Quelle: EUMETSAT
Bodendruck
14.06.2015, 12 UTC
Quelle: FU Berlin / DWD
CAPE (Gewitterbereitschaft)
14.06., 18 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
30h-Regensumme bis
15.06., 06 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Heftige Gewitter;
südliches Mitteleuropa

Ausgegeben am: Sonntag, 14.06.2015, 09:30 MESZ

Im Süden und Südosten Deutschlands, in Teilen Frankreichs, im Alpenraum sowie in Tschechien teilweise heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen
12.-14.06.2015


Über dem südlichen Mitteleuropa lagern weiterhin feuchtwarme Luftmassen, in denen sich auch heute wieder teilweise heftige Gewitter bilden. Geringe Windgeschwindigkeiten am Boden und in der Höhe lassen nur langsame Verlagerungsgeschwindigkeiten der Gewitter erwarten, so dass örtlich enorme Regenmengen auftreten.

Mit zum Teil kräftigen Gewittern muss im Tagesverlauf in Deutschland vor allem in der Südhälfte Baden-Württembergs und in Bayern gerechnet werden. Auch in Teilen Frankreichs, im Alpenraum und in Tschechien gewittert es. Örtlich kommt es bei Starkregen zu Überflutungen, in gebirgigem Gelände (besonders in der Schweiz) können vereinzelt Erdrutsche oder Murenabgänge auftreten.


Samstag, 13. Juni 2015, 11:00 MESZ





Satellitenbild
13.06.2015, 08:00 UTC
Quelle: EUMETSAT
2m-Max-Temp.Abw. vom Mittel
13.06.
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
CAPE (Gewitterbereitschaft)
13.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
CAPE (Gewitterbereitschaft)
14.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Heftige Gewitter;
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Samstag, 13.06.2015, 11:00 MESZ

Im östlichen Mitteleuropa nochmals über 30°C;
von Süden und Osten Gewitterneigung; am Wochenende teilweise heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen
12.-14.06.2015


Gestern richteten zum Teil heftige Gewitter einige Schäden an, besonders betroffen waren Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. In Battenberg (NW) fielen innerhalb kurzer Zeit 50.0 mm Regen, im hessischen Geisenheim waren es sogar 53.2 mm.

Im größten Teil Mitteleuropas ist mittlerweile mit kühlerer Luft Ruhe eingekehrt. Nur im Osten und Süden lagert noch feucht-warme Luft, in der sich heute und morgen erneut teilweise kräftige Gewitter bilden können.

Höchsttemperaturen jenseits der 30°C-Marke sind heute in Deutschland östlich der Elbe zu erwarten, außerdem in Polen, Teilen Tschechiens und im Osten Österreichs. Kräftige Gewitter können sich im Tagesverlauf östlich einer Linie Bremen-München entwickeln, einige davon können durchaus wieder Unwetterpotential haben und mit Starkregen und Überflutungen sowie Hagel einhergehen; am Abend erreichen die Gewitter auch die Oder. Gewittrig bleibt es auch in Südfrankreich, im Alpenraum sowie in Tschechien.

Auch morgen bilden sich im südlichen Mitteleuropa noch einmal Gewitter, die erneut heftig ausfallen können. Mit ihnen muss besonders im Südosten Frankreichs, in der Südhälfte Baden-Württembergs, in Bayern sowie in Österreich, der Schweiz und Tschechien gerechnet werden.


Freitag, 12. Juni 2015, 10:10 MESZ





Satellitenbild
12.06.2015, 07:00 UTC
Quelle: EUMETSAT
Bodendruck und Fronten
13.06., 12 UTC
Quelle: FU Berlin/DWD
CAPE (Gewitterbereitschaft)
12.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
CAPE (Gewitterbereitschaft)
13.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Heftige Gewitter
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Freitag, 12.06.2015, 10:15 MESZ

In Mitteleuropa vorübergehend über 30°C;
von Süden und Westen zunehmende Gewitterneigung; bis zum Wochenende teilweise heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen
12.-14.06.2015


Das Hochdruckgebiet "Xenia" beschert Mitteleuropa nur kurz sommerlich warmes Wetter. Höchsttemperaturen um oder etwas über 30°C sind heute vielerorts in Mitteleuropa zu erwarten, morgen nur noch im Nordosten Deutschlands. Bis morgen verliert das Hoch bei uns an Einfluss; dann überdeckt der Tiefdruckkomplex "Michel" West- und Mitteleuropa. Er lenkt zunächst feuchtwarme Luft aus Süden heran, zu Beginn der neuen Woche gelangt dann deutlich frischere Atlantikluft inbsesondere ins nördliche Mitteleuropa.

Die zunehmend feuchte Luft macht sich bereits heute mit vermehrter Gewitteraktivität bemerkbar. Mit Gewittern muss heute im Süden Englands, in Frankreich sowie im Mittelmeerraum von den Balearen über Sardinien und Korsika bis nach Ligurien gerechnet werden. Im Laufe des Nachmittags und in der Nacht bilden sich Gewitter auch über Belgien, Luxemburg, den Niederlanden und dem Westen und Süden Deutschlands. Ein weiteres Gewittergebiet wird zwischen Bayerischem Wald, Oder und Weichsel (Polen, Tschechien) erwartet. Die Gewitter können durchaus Unwetterpotential haben und örtlich mit Sturzregen, Überflutungen und Hagel einhergehen. Angesichts großer vertikaler Windscherung können über dem Süden Englands, von Südfrankreich bis Nordwestitalien sowie über Polen vereinzelte Tornados nicht ausgeschlossen werden.

Auch morgen bleiben heftige Gewitter ein Thema; sie treten dann bevorzugt in der Südhälfte Frankreichs, im Norden Italiens und in der Schweiz auf, in Deutschland ganz im Süden sowie im Osten und Nordosten.


Donnerstag, 11. Juni 2015, 14:30 MESZ





Satellitenbild
11.06.2015, 10:40 UTC
Quelle: sat24.com
850-hPa-Äquiv.-pot. Temp,
12.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Bodendruck und Fronten
12.06., 12 UTC
Quelle: FU Berlin/DWD
CAPE (Gewitterbereitschaft)
12.06., 18 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Heftige Gewitter
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Donnerstag, 11.06.2015, 14:30 MESZ

In Mitteleuropa vorübergehend über 30°C;
bereits ab Donnerstag von Süden zunehmende Gewitterwahrscheinlichkeit; bis zum Wochenende teilweise heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen
12.-14.06.2015


Hoch "Xenia" verlagert sich bis zum Wochenende von der Nordsee nach Osteuropa und von Südwesten nimmt Tief "Michel" über der Biskaya Einfluss auf das Wettergeschehen in Mitteleuropa.
Auf dem Satellitenbild sind die beiden Druckgebilde anhand des wolkenfreien Bereichs über dem südlichen Nordeuropa bzw. dem Wolkenwirbel zwischen Irland und Portugal zu identifizieren. Zudem korrespondieren dichte Wolken (mit etwas Regen) über der Mitte Deutschlands mit einem sogenannten Kaltlufttropfen, ein schwierig vorherzusagendes kreisrundes Gebiet angefüllt mit Kaltluft in höheren Luftschichten (-20 °C in 500 hPa).
Die sich mit der Verlagerung der Druckgebilde einstellende südwestliche Strömung lenkt bereits heute deutlich wärmere Luft in den Südwesten Deutschlands, sodass Temperaturen bis 28 °C erreicht werden. Morgen gelangt dann feuchtheiße Mittelmeerluft nach Mitteleuropa, 9 bis 19 °C in 850 hPa von Nord nach Süd entsprechen bei längerem Sonnenschein Höchsttemperaturen von 24 bis 34 Grad. Auch am Wochenende bleibt es schwülwarm und gewittrig bei Höchstwerten über 30 °C in der Osthälfte am Samstag und um 25 °C in der Südosthälfte am Sonntag.

Erste Schauer und Gewitter bilden sich heute bereits über Südwestfrankreich, dem Alpenraum und den südwestdeutschen Mittelgebirgen sowie am Südrand des Einflussbereichs des Kaltlufttropfens über der Mitte Deutschlands.
Am Freitag verstärkt sich die Gewittertätigkeit durch ein von Frankreich nach Bayern ziehendes Gewittertief. Ab den Nachmittagsstunden können sich zwischen NRW und Bayern schwere Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen bilden, die sich nordostwärts verlagern. Der Schwerpunkt der energiereichsten (CAPE>1500 J/kg, Theta-E>60 °C) und instabilsten Luftmassen (LI<-5) zusammen mit gewisser Windscherung findet sich dabei über dem Alpenvorland. Die Auslösung starker konvektiver Ereignisse hängen hier von der Stärke des Föhns ab.
Bis zum Wochenende kommt der atlantische Höhentrog, mit dem Tief "Michel" korrespondiert weiter nach Osten voran und in Verbindung mit sich nähernden Randtiefs ziehen entstehende Gewitterkomplexe aus dem Alpenraum in nordöstliche Richtung, die später in länger anhaltenden Regen übergehen können. Am Ostrand eines neuen Hochs über den Britischen Inseln beendet am Montag nach Mitteleuropa vordringende deutlich kühlere Nordmeerluft den schwülwarmen Witterungsabschnitt.


eingerichtet am: 11. Juni 2015, 14:00 MESZ
FB