Ungewöhnliche Kälte, Starkschneefall, Eisregen, 15.-19.12.2016, USA ; Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Sonntag, 18. Dezember 2016, 11:00 MEZ





Radarbild, 19.12.2016, 09:08 UTC
Quelle: http://radar.weather.gov
850 hPa-Temp.&SLP., 18.12., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Satellitenbild, 18.12., 05:45 UTC
Quelle: http://goes.gsfc.nasa.gov
Bodendruck & Wetter, 18.12., 18 UTC
Quelle: http://weather.rap.ucar.edu

Kälte / Starkschneefall / Eisregen - Warnung
USA

Ausgegeben am: Sonntag, 18.12.2016, 11:00 MEZ

Ungewöhnliche Kälte im Norden und in zentralen Teilen der USA - 17.-19.12.2016
Gefahren durch Starkschneefall und Eisregen - 17.-19.12.2016
Gefahren durch Sturmböen und Gewitter - 18.-19.12.2016

Tiefsttemperaturen, 18.12.2016, 06 UTC:

Aberdeen, SD: -35.6°C
Bismarck, SD: -35.0°C
Havre, MT: -35.0°C
Casper, WY: -34.4°C
Glasgow International Airport, MT: -33.9°C
Huron Regional Airport, SD: -33.3°C
Helena, MT: -33.3°C
Valentine Miller Field, NE: -32.8°C
Great Falls, MT: -32.2°C
Sheridan, WY: -31.7°C
Rapid City, NE: -30.6°C
Riverton Regional Airport, WY: -30.6°C
International Falls, MS: -30.6°C

In der vergangenen Nacht fielen die Temperaturen im Norden der USA mancherorts unter -30.0°C
Die trockenkalte Luft hat mittlerweile Texas und den Nordosten von Mexiko erreicht. Weiter östlich gelangte und gelangt im Gegenzug ungewöhnlich warme Luft nordostwärts, in der die Temperaturen gestern Werte im Südosten der USA von verbreitet mehr als 20°C erreichen konnten (z.B. Memphis, TN: 24.4°C). Die zugehörige Kaltfront lässt sich sowohl auf dem Satelliten - als auch auf dem Radarbild als langgestrecktes Wolken- bzw. Niederschlagsband ausmachen; sie erstreckt sich aktuell etwa von äußersten Süden von Texas das Ohio-Valley entlang bis nach Maine. Die Luftmassengrenze kommt insbesondere in ihrem Nordteil weiter ostwärts voran und erreicht in der kommenden Nacht die US-Atlantikküste.

An der Kaltfront muss heute anfangs noch mit einzelnen Gewittern und Sturmböen gerechnet werden, auf der Rückseite kann es zu Starkschneefall und gefrierendem Regen kommen. Die Neuschneemengen betragen heute aber nur vereinzelt mehr als 20 cm.
Mit Beginn der neuen Woche setzt sich rasch wieder wärmere Luft durch.


Samstag, 17. Dezember 2016, 09:30 MEZ





2m-Tmax-Temp-abw., 19.12.
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
850 hPa-Temp.&SLP., 18.12., 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Satellitenbild, 17.12., 05:45 UTC
Quelle: http://goes.gsfc.nasa.gov
Bodendruck & Wetter, 19.12., 00 UTC
Quelle: http://weather.rap.ucar.edu

Kälte / Starkschneefall / Eisregen - Warnung
USA

Ausgegeben am: Samstag, 17.12.2016, 09:30 MEZ

Ungewöhnliche Kälte im Norden und in zentralen Teilen der USA - 17.-19.12.2016
Gefahren durch Starkschneefall und Eisregen - 17.-19.12.2016
Gefahren durch Sturmböen und Gewitter - 18.-19.12.2016

Historische Tagesrekorde (Tiefstwerte) einiger US-Stationen, die in Gefahr geraten könnten:
17.12.
Bismarck (SD): -32.8°C
Ohmaha (NE): -22.8°C

18.12.
Aberdeen (SD): -45.8°C
Minneapolis (MS): -31.1°C

19.12.
Chicago (IL): -25.6°C
Detroit (MI): -21.1°C

Derzeit arbeit sich einer Ausbruch arktischer Kaltluft über der Mitte der USA südwärts vor und wird bis nach Texas und in den Nordosten von Mexiko vordringen. In der trocken-kalten Lutftmasse sind gebietsweise Temperaturen zu erwarten, wie sie im Dezember seit Jahren nicht mehr aufgetreten sind und es könnten durchaus einige neue Tagesrekorde bei der Tiefst- und/oder Höchsttemperatur heute, morgen oder übermorgen aufgestellt werden. Allerdings dauert der Kaltluftvorstoß nur wenige Tage, bereits ab Dienstag erärmt sich die Luft wieder deutlich.
Während mit der kältesten Luft ein kräftiges Bodenhochdruckgebiet korrespondiert, bildet sich an der Vorderseite (Ostseite) des südwärts vorstoßenden Höhentroges ein Tiefdruckgebiet. Es transportiert aus dem Golf von Mexiko feuchtwarme Luftmassen nordostwärts und sorgt im Südosten der USA heute und morgen für ungewöhnlich hohe Temperaturen. Beide Luftmassen trennt eine markante Kaltfront, die sich ostwärts verlagert und in der Nacht zum Montag Florida und die US-Ostküste erreicht. Entlang der Front muss mit teilweise heftigen Wettererscheinungen gerechnet werden.

Kälte
Im Norden der USA von Montana bis zu den Großen Seen (und nördlich davon) können die Höchsttemperaturen heute und morgen bei unter -20°C liegen. Von den Dakotas und Michigan bis nach Maine (sowie generell nördlich davon) muss bis Sonntag mit Höchsttemperaturen um -20 °C sowie Nachttemperaturen bis -30 °C gerechnet werden. In den Nächten sind gebietsweise Temperaturen von unter -30°C zu erwarten - das Gebiet erstreckt sich über die nördlichen und östlichen Rocky Mountains bis nach Colorado und überdeckt den gesamten Norden bis hin nach Wisconsin.

Einzelne Gewitter und Sturm
Heute im tagesverlauf und bis morgen kann es von der westlichen Golfküste (Osttexas) bis nach Kentucky zu teilweise heftigen Gewittern kommen.

Starkschneefall / Eisregen
Starkschneefall tritt morgen vom Ohio Valley bis zum Sankt-Lorenz Strom auf. Im Bereich der zum Atlantik bodennah vorstoßenden Kaltluft muss in den Neuengland-Staaten gebietsweise mit Glatteisregen gerechnet werden, solange die Warmluft in der Höhe noch nicht vollständig nach Osten verdrängt wurde.


Freitag, 16. Dezember 2016, 13:00 MEZ





850 hPa-Temp.-abw., 18.12., 12 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
850 hPa-Temp.&SLP., 18.12., 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Satellitenbild, 16.12., 08:45 UTC
Quelle: http://goes.gsfc.nasa.gov
Bodendruck & Wetter, 18.12., 00 UTC
Quelle: http://weather.rap.ucar.edu

Kälte / Starkschneefall / Eisregen - Warnung
USA

Ausgegeben am: Freitag, 16.12.2016, 13:00 MEZ

Ungewöhnliche Kälte im Norden und Nordosten der USA - 15.-19.12.2016
Gefahren durch Starkschneefall und Eisregen - 17.-19.12.2016
Gefahren durch Sturmböen und Gewitter - 18.-19.12.2016

Tmin 06 UTC, 16.12.2016:
Aberdeen Regional Airport, SD: -30.0°C
Bismarck Municipal Airport, SD: -29.4°C
International Falls Airport, MS: -26.7°C
Huron Regional Airport, ND: -26.1°C
Cicago O'Hare, IL: -18.9°C

Während die extreme Kaltluft über dem Nordosten der USA aktuell rasch nach Nordostkanada und auf den Atlantik hinaus abgedrängt wird, kommt weiter im Westen von Zentralkanada her der nächste Kaltluftvorstoß in Gang. Die kontinentale trockenkalte Luft strömt über die Plains zwischen Ohio Valley und den Rocky Mountains weit nach Süden und erreicht am Samstag Texas und den Norden Mexikos. Vorderseitig des zugehörigen mächtigen Höhentroges gelangt im Gegenzug über den Südosten der USA feuchte und warme Luft nordostwärts. Vor allem am Sonntag bildet sich eine scharfe Kaltfront an dem sich bildenden Tiefdruckgebiet aus, entlag der es zu heftigen Wettererscheinungen kommen kann.

Kälte
Von den Dakotas und Michigan bis nach Maine (sowie generell nördlich davon) muss bis Sonntag mit Höchsttemperaturen um -20 °C sowie Nachttemperaturen bis -30 °C gerechnet werden.

Einzelne Gewitter und Sturm
Am Sonntag sind etwa vom Ohio River ostwärts einzelne Sturmböen möglich. Von Louisiana bis nach Pennsylvania kann es im Bereich kräftiger Gewitter am Sonntag auch deutlich stärkere Böen sowie Hagel geben.

Starkschneefall / Eisregen
Im Bereich der zum Atlantik bodennah vorstoßenden Kaltluft muss in den Neuengland-Staaten gebietsweise mit Glatteisregen gerechnet werden, solange die Warmluft in der Höhe noch nicht vollständig nach Osten verdrängt wurde. Mit Beginn der neuen Woche setzt sich allerdings wieder verbreitet deutlich wärmeres Wetter durch.


Donnerstag, 15. Dezember 2016, 11:30 MEZ





850 hPa-Temp.-abw., 18.12., 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
850 hPa-Temp.&SLP., 18.12., 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Satellitenbild, 15.12., 08:45 UTC
Quelle: http://goes.gsfc.nasa.gov
6h-Regen/Schnee bis 18.12., 12 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Kälte / Starkschneefall / Eisregen - Warnung
USA

Ausgegeben am: Donnerstag, 15.12.2016, 11:30 MEZ

Ungewöhnliche Kälte im Norden und Nordosten der USA - 15.-19.12.2016
Gefahren durch Starkschneefall und Eisregen - 17.-19.12.2016
Gefahren durch Sturmböen und Gewitter - 18.-19.12.2016

Auf der Nordhalbkugel lassen sich derzeit drei Gebiete mit extremen negativen Temperaturanomalien ausmachen: Eine liegt über Westsibirien, zwei weitere über dem nordamerikanischen Kontinent. Gegenüber dem langjährigen Mittel betragen die Temperaturabweichungen mehr als 12 K.
Zur Stunde (10 UTC) misst Bismarck, ND, beispielsweise eine Temperatur von -28°C. Die Kälteanomalie, die aktuell mit ihrem Zentrum über Ostkanada und im Bereich der Großen Seen liegt, verlagert sich rasch weiter nach Osten Richtung Atlantik. Den eisigen Hauch kontinentaler arktischer Kaltluft bekommen ab morgen auch die Metropolen im Nordosten der USA zu spüren, wo die Temperaturen in den deutlich zweistelligen Minusbereich absinken. Von Washington D.C. bis nach Maine und Nova Scotia kommt ein in Böen Sturmstärke erreichender Wind dazu; größere Schneemengen sind allerdings nicht zu erwarten.

Unterdessen wird ganz im Westen der USA bereits der nächste Kaltluftvorstoß vorbereitet, der sich im Satellitenbild (s.o.) bereits abzeichnet. Östlich der Rocky Mountains erreicht extreme Kaltluft bis Samstag den Norden von Texas, bevor die Kaltluft und der zugehörige Höhentrog am Montag schon über dem Nordosten Kanadas liegen und deutlich wärmere Luft nachströmt. Zwischenzeitlich stellt sich ein extremer horizontaler Temperaturgradient ein, bei dem die Temperaturunterschiede auf wenigen hundert Kilometern Entfernung um 30K betragen.
Der kurze Kaltlufteinbruch geht über dem Mittleren Westen der USA mit einer Zyklogenese einher (Tief "Decima"), und insbesondere im Übergangsbereich zwischen der trocken-kalten Luft und feuchtwarmer über dem Südosten der USA zu teilweise heftigen Wettererscheinungen führt. Während es am Samstag über dem Norden der USA östlich der Rockies zu nennenswerten Schneefällen kommt, muss am Sonntag entlang der Kaltlfront mit Gewittern und allen Begleiterscheinungen (Sturm, Hagel, evtl. Tornados) gerechnet werden.

Kälte
Von den Dakotas und Michigan bis nach Maine (sowie generell nördlich davon) muss bis Sonntag mit Höchsttemperaturen um -20 °C sowie Nachttemperaturen bis -30 °C gerechnet werden. Zusammen mit einem zeitweise lebhaften Nordwestwind besteht die Gefahr von Erfrierungen. Von Donnerstag auf Freitag liegen die Temperaturen auch in New York City nur noch bei -10 bis -5 °C.

Einzelne Gewitter und Sturm
"Decima" bringt am Sonntag etwa vom Ohio River ostwärts einzelne Sturmböen mit sich. Von Texas bis nach Mississippi sind im Bereich kräftiger Gewitter am Samstag auch deutlich stärkere Böen sowie Hagel möglich. Der SWEAT-Index (Severe Weather Threat) zeigt punktuell Werte von 400-450 an.

Starkschneefall / Eisregen
Bis in die Nacht auf Freitag entstehen nahezu stationäre Starkschneefallbänder im Bereich der Großen Seen, vor allem dort, wo der Wind die größte Strecke über das vergleichsweise warme Wasser der Seen zurückzulegen hat. Die größten Neuschneemengen können im nördlichen Michigan und am Ostufer des Lake Ontario 50-60 cm, lokal mehr betragen.


Mittwoch, 14. Dezember 2016, 08:30 MEZ





850 hPa-Temp.abw., 16.12., 06 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
500 hPa-Geopot., 15.12., 06 UTC
Quelle: Wetter3
850 hPa-Temp., 17.12., 06 UTC
Quelle: Wetter3
Gesamtneuschnee bis 18.12., 18 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Kälte / Starkschneefall / Eisregen - Warnung
USA

Ausgegeben am: Mittwoch, 14.12.2016, 08:30 MEZ

Ungewöhnliche Kälte im Norden und Nordosten der USA - 15.-19.12.2016
Gefahren durch Starkschneefall und Eisregen - 17.-19.12.2016
Gefahren durch Sturmböen und Gewitter - 18.-19.12.2016

Extrem kalte Luft aus Kanada ergießt sich in diesen Stunden in Gestalt eines Höhentrogs mit extrem niedrigem Geopotential über den Norden und Nordosten der USA. Die -25 °C-Isotherme, bezogen auf eine Höhe von 1.400 Metern, erreicht heute North Dakota, Minnesota, Wisconsin und Michigan. In Ontario und Québec sind es auch unter -30 °C auf unter 1.300 Meter Höhe. Am Freitag liegt die kälteste Luft (unter -25 °C) voraussichtlich über den kanadischen Provinzen Québec und New Brunswick sowie den US-Bundesstaaten von New York bis nach Maine.
Vorderseitig eines südwärts vorstoßenden Troges im Westen der USA, gepaart mit einem extremen Temperaturgradienten zwischen Nebraska (-20 °C in 850 hPa) und Texas (+15 °C), entwickelt sich am Freitag im Lee der Rocky Mountains Wintersturm "Decima". Dieser zieht bis Montag unter Verstärkung zur Küste Neufundlands.

Kälte
Von den Dakotas und Michigan bis nach Maine (sowie generell nördlich davon) muss bis Sonntag mit Höchsttemperaturen um -20 °C sowie Nachttemperaturen bis -30 °C gerechnet werden. Zusammen mit einem zeitweise lebhaften Nordwestwind besteht die Gefahr von Erfrierungen. Von Donnerstag auf Freitag liegen die Temperaturen auch in New York City nur noch bei -10 bis -5 °C.

Starkschneefall / Eisregen
Bis in die Nacht auf Freitag entstehen nahezu stationäre Starkschneefallbänder im Bereich der Großen Seen, vor allem dort, wo der Wind die größte Strecke über das vergleichsweise warme Wasser der Seen zurückzulegen hat. Die größten Neuschneemengen können im nördlichen Michigan und am Ostufer des Lake Ontario 50-60 cm, lokal mehr betragen.
Von Kalifornien her intensivieren sich morgen die zeitweiligen Niederschläge im Nordwesten der USA, ein breites Schneefallgebiet dehnt sich am Freitag bogenförmig etwa von Colorado bis nach Pennsylvania aus. Südwestlich davon schließt sich durch die einbezogene Warmluft eine Regenzone an, die sich am Sonntag vorübergehend bis zur kanadischen Grenze ausweitet. Im Übergangsbereich ist mit gefährlichem Glatteis durch gefrierenden Regen zu rechnen. Entlang der wellenden Kaltfront sind kräftige Regenfälle und rückseitig Schneeschauer mit einem markanten Temperatursturz denkbar.

Einzelne Gewitter und Sturm
"Decima" bringt am Sonntag etwa vom Ohio River ostwärts einzelne Sturmböen mit sich. Von Texas bis nach Mississippi sind im Bereich kräftiger Gewitter am Samstag auch deutlich stärkere Böen sowie Hagel möglich. Der SWEAT-Index (Severe Weather Threat) zeigt punktuell Werte von 400-450 an.


Montag, 12. Dezember 2016, 19:30 MEZ





850 hPa-Temp.abw., 16.12., 12 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
850 hPa-Temp., 16.12., 12 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
850 hPa-Temp., 12.12., 18 UTC
Quelle: Wetter3
850 hPa-Temp., 17.12., 06 UTC
Quelle: Wetter3

Kälte / Starkschneefall / Eisregen - Vorwarnung
USA

Ausgegeben am: Montag, 12.12.2016, 19:30 MEZ

Ungewöhnliche Kälte im Norden und Nordosten der USA - 15.-19.12.2016
Gefahren durch Starkschneefall und Eisregen - 17.-19.12.2016
Gefahren durch Sturmböen und Gewitter - 18.-19.12.2016

Nach dem wärmsten Herbst seit Aufzeichnungsbeginn in den USA nimmt dort nun der Winter 2016/2017 Fahrt auf. Westlich der Hudson Bay hat sich in den letzten 48 Stunden ein Kältepol mit 850 hPa-Temperaturen von unter -35 °C herausgebildet, welcher sich auch auf dem 500 hPa-Niveau in Form eines Höhentrogs und durch extrem niedriges Geopotential (unter 480 gpdm) auszeichnet. Dieser zieht in den nächsten Tagen südostwärts über den nordamerikanischen Kontinent hinweg. Dabei stößt die in 1.400 Metern Höhe unter -20 °C kalte Luft von den Dakotas über die Großen Seen bis nach Virginia vor. Aktuelle Prognosen zeigen sogar Werte von -25 bis -30 °C zwischen New York City sowie Toronto und Ottawa (Kanada) am Freitag.
Gleichzeitig entwickelt sich ein Langwellentrog über dem Westen der USA, wobei ein kurzwelliger Troganteil von den kanadischen Nordwest-Territorien südostwärts vorankommt. Im Bereich der Rocky Mountains stellt sich ein extremer Temperaturgradient zwischen Arktik- und Subtropikluft ein, der am Samstag voraussichtlich bis zu 45 Kelvin auf nur 2000 km Luftlinie zwischen dem -25 °C kalten North Dakota und dem +20 °C warmen Südtexas (bezogen auf das 850 hPa-Niveau) beträgt. Allein 25 Kelvin Temperaturunterschied der Luftmassen werden zwischen Nebraska und Texas auf rund 500 km Luftlinie prognostiziert.
Der im Lee der Rockies entstehende Wintersturm "Decima" zieht unter Verstärkung zum Wochenwechsel bis zur Küste Neufundlands.

Kälte
Von den Dakotas und Michigan bis nach Maine (sowie generell nördlich davon) muss in der zweiten Wochenhälfte mit Höchsttemperaturen um -20 °C sowie Nachttemperaturen bis -30 °C gerechnet werden. Auch die gefühlten Temperaturen stoßen im genannten Gebiet fast flächendeckend in diesen Bereich vor. Von Donnerstag auf Freitag liegen die Temperaturen auch in New York City nur noch bei -10 bis -5 °C.

Starkschneefall / Eisregen
Zunächst entstehen von Dienstag bis Donnerstag im Bereich der Großen Seen erneut lokal heftige Schneeschauer mit größeren Neuschneemengen durch Lake Effect. An der Pazifikküste kommen am Donnerstag erste Niederschläge an, zwischen Montana und Michigan stellen sich am Freitag und Samstag kräftige Schneefälle ein, lokale Blizzard-Bedingungen sind nicht auszuschließen. Südlich davon schließt sich eine Regenzone an, die vom Mittleren Westen ausgehend am Sonntag auch auf Neuengland und Neufundland übergreift. Im Übergangsbereich ist gefährliches Glatteis durch gefrierenden Regen zu erwarten. Kräftige Schneeschauer und ein markanter Temperatursturz stellen sich an der nachfolgenden Kaltfront ein.

Einzelne Gewitter und Sturm
In der feuchten und instabilen Luftmasse sind am Samstag von Texas bis nach Missouri vorderseitig der Kaltfront einzelne kräftige Gewitter möglich. Der SWEAT-Index (Severe Weather Threat) zeigt z.B. in Louisiana und Arkansas punktuell Werte über 450 an (lokale Gefahr von Hagel und Tornados). Des Weiteren muss im Bereich der Zugbahn des sich entwickelnden Sturmtiefs (unabhängig von Gewitterböen) am Sonntag etwa vom Ohio-Becken bis zum Cape Cod mit Sturmböen gerechnet werden. Anschließend folgt eine weitere Intensivierung auf dem Weg nach Neufundland, nach aktuellen Prognosen werden dabei die Küstengebiete von schweren bis orkanartigen Sturmböen nur gestreift.


eingerichtet am: 12. Dezember 2016, 19:30 MEZ
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