Hitze/heftige Gewitter, 20.-25.07.2016, Mitteleuropa; Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Mittwoch, 27. Juli 2016, 07:30 MESZ





Satellitenbild, 27.07., 07:15 MESZ
Quelle: Sat24
500-hPa-Geopot.& SLP, 27.07., 18 UTC
Quelle: Wetter3
CAPE und Lifted Index, 27.07., 18 UTC
Quelle: Wetter3
3h-Niederschlag bis 27.07., 15 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Hitze/heftige Gewitter - Warnung
Mitteleuropa, Südosteuropa

Ausgegeben am: Mittwoch, 27.07.2016, 07:30 MESZ

In Teilen Mittel- und Südosteuropas lokal heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 20.-27.07.2016

Langsam ziehende Gewitterzellen brachten am gestrigen Tag große Regenmengen im Südosten Deutschlands und weiten Teilen des südöstlichen Mitteleuropas. An der Großwetterlage ändert sich auch am heutigen Mittwoch nur wenig. Mit einem Trog über Westeuropa kommen trockenere Luftmassen allmählich nach Mitteleuropa voran. Gleichzeitig wird an der Vorderseite des Trogs positive Vorticity in die Osthälfte Deutschlands und nach Polen und Tschechien advehiert. Damit ist auch die Entstehung von größeren konvektiven Systemen in der feuchtwarmen und labil geschichteten Luftmassen möglich. Mit zunehmendem Höhenwind ist die Wahrscheinlichkeit für Hagel und Sturmböen erhöht. Es kann neben der genannten Region auch weiter im Südosten von Mitteleuropa und in Italien zu kräftigen Gewittern kommen. Die größten Schäden werden voraussichtlich durch Starkregenereignisse verursacht. Überschwemmungen und Erdrutsche sind wieder möglich.


Dienstag, 26. Juli 2016, 12:00 MESZ





Satellitenbild, 26.07., 11:00 MESZ
Quelle: Sat24
500-hPa-Geopot.& SLP, 26.07., 18 UTC
Quelle: Wetter3
CAPE und Lifted Index, 26.07., 18 UTC
Quelle: Wetter3
3h-Niederschlag bis 26.07., 15 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Hitze/heftige Gewitter - Warnung
Mitteleuropa, Südosteuropa

Ausgegeben am: Dienstag, 26.07.2016, 12:00 MESZ

In Teilen Mittel- und Südosteuropas lokal heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 20.-26.07.2016

Auch Gestern kamen in Verbindung mit schweren Gewittern örtlich Regenmengen zwischen 40 mm und 80 mm in wenigen Stunden zusammen. Marktschellenberg im Südosten Bayerns zeichnete eine Niederschlagssumme von 80,1 mm in 6 Stunden bis heute Morgen 08:00 MESZ auf. Von Westen nähert sich die Kaltfront von Tief "Ziljana". Diese reicht am heutigen Nachmittag von der Ostsee bis in den Westen Frankreichs. Damit kommen trockenere und mäßig warme Luftmassen langsam nach Mitteleuropa voran. Da sich die Kaltfront nur recht langsam nach Südosten verlagert, ändert sich auch heute an der Wetterlage der letzten Tage nur wenig.
Im Bereich geringer Luftdruckgegensätze kommt es heute im südöstlichen Mitteleuropa und auf der Balkanhalbinsel lokal erneut zu kräftigen Gewittern. Da nur geringe Hebungsantriebe wirksam sind, entstehen hauptsächlich Einzelzellen. CAPE Werte zwischen 1000 - 2000 J/kg in der feuchtwarmen Luftmasse (pseudopotentielle Temperaturen bis 60 °C) zeugen von dem Potential für schwere Gewitter, die mit Starkregen und zum Teil auch mit kleinkörnigem Hagel und Sturmböen einhergehen können. Da die Gewitter sich nur sehr langsam verlagern, können lokal wieder sehr große Regenmengen innerhalb von kurzer Zeit zusammenkommen.


Montag, 25. Juli 2016, 12:00 MESZ





Satellitenbild, 25.07., 11:15 MESZ
Quelle: Sat24
500-hPa-Geopot.& SLP, 25.07., 18 UTC
Quelle: Wetter3
CAPE und Lifted Index, 25.07., 18 UTC
Quelle: Wetter3
3h-Niederschlag bis 25.07., 15 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Hitze/heftige Gewitter - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Montag, 25.07.2016, 12:00 MESZ

In Teilen Mitteleuropas lokal heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 20.-25.07.2016

Auch zu Beginn der neuen Woche ändert sich an der Wetterlage in Mittel- und Südosteuropa nur wenig. Den stärksten Hebungsantrieb zur Auslösung größerer konvektiver Systeme gibt es heute über dem südöstlichen Europa an der Vorderseite des Höhentiefs über Italien. Ansonsten sind es hauptsächlich orografische Effekte, die Gewitter in der unverändert labil geschichteten Luft auslösen können. Kräftige Gewitter können wie schon am gestrigen Sonntag hauptsächlich im südöstlichen Mitteleuropa und auf der Balkanhalbinsel entstehen. In Bosnien-Herzegowina konnte gestern Hagel mit einem Durchmesser von über 5 cm beobachtet werden. Am heutigen Vormittag sind hier und in Ungarn wieder die heftigsten Gewitter unterwegs. Im Tagesverlauf sind dann auch im Alpenraum und im Südosten Bayerns kräftige Gewitter möglich. Die langsame Zuggeschwindigkeit der Gewitterzellen erhöht überall die Gefahr von Überschwemmungen infolge von Starkregenereignissen. Auf dem Balkan können auch Sturmböen und Hagel Schäden hervorrufen.


Sonntag, 24. Juli 2016, 08:00 MESZ





Satellitenbild, 24.07., 07:45 MESZ
Quelle: Sat24
500-hPa-Geopot.& SLP, 24.07., 18 UTC
Quelle: Wetter3
Gewitterbereitschaft, 24.07., 18 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
3h-Niederschlag bis 24.07., 18 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Hitze/heftige Gewitter - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Sonntag, 24.07.2016, 08:00 MESZ

In Teilen Mitteleuropas lokal heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 20.-25.07.2016

Mit dem Vorankommen des Höhentroges in den zentralen Mittelmeerraum, verlagern sich auch die Gebiete mit stärkstem Hebungsantrieb heute langsam nach Südosten. Wie schon in den vergangenen Tagen besteht die größte Gefahr durch Starkregenereignisse verbunden mit sich nur langsam verlagernden Gewittern. Im Laufe des Tages können sich kräftige Gewitter in der Mitte und im Süden Deutschlands, im gesamten Alpenraum, sowie in Tschechien, der Slowakei, Italien und im nördlichen Teil der Balkanhalbinsel entwickeln. Diese können dann auch mit Sturmböen und kleinkörnigem Hagel einhergehen. Da die CIN (Convective Inhibition) sehr gering ist, reicht in der feuchtwarmen und labil geschichteten Luft meist auch ein geringer großräumiger Hebungsantrieb bzw. die Sonneneinstrahlung aus damit sich Gewitter bilden können. 50 mm Regen in kurzer Zeit sind dann wieder möglich.


Samstag, 23. Juli 2016, 09:30 MESZ





Satellitenbild, 23.07., 06:00 MESZ
Quelle: Eumetsat/B.J.Burton
500-hPa-Geopot.& SLP, 23.07., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Gewitterbereitschaft, 23.07., 18 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
3h-Niederschlag bis 23.07., 15 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Hitze/heftige Gewitter - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Samstag, 23.07.2016, 09:30 MESZ

In Teilen Mitteleuropas lokal heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 20.-25.07.2016

Auch gestern und in der vergangenen Nacht kam es in Verbindung mit heftigen Gewittern in einigen Regionen vor allem des Südwestens zu Schäden; Starkregen führte zu Überflutungen, Sturmböen ließen Bäume umstürzen. In Mannheim fielen beispielsweise 65 mm innerhalb kurzer Zeit, nicht weit davon in Grünstadt sogar 71 mm, in Bad Rippoldsau waren es 60 mm. Zuvor konnte aber auch schon das niedersächsische Scharnhorst mit 69 mm aufwarten, Cremlingen bei Braunschweig registrierte 54 mm.
Mit ähnlichen Regenmengen muss auch auch am Samstag und Sonntag gerechnet werden. Die schwül-warmen Luftmassen bleiben dem größten Teil Mitteleuropas erhalten. Am Boden herrscht leichter Tiefdruckeinfluss, in der Höhe sorgt ein Trog, der sich heute Nachmittag von der Nordsee bis in den westlichen Mittelmeerraum erstreckt und morgen in seinem Südteil abschnürt, für Hebungsantrieb, dazu kommt die Sonneneinstrahlung.
Im Tagesverlauf biden sich wieder viele Gewitterkomplexe, die sich angesichts der schwachen Boden- und Höhenwinde kaum verlagern und örtlich große Regenmengen abladen können. Bei lokal auftretenden Regenmengen zwischen 50 und 100 mm sind in kleinen Gebieten wieder Überflutungen zu erwarten. Auch kleinkörniger Hagel kann mit dabei sein, ebenfalls Sturmböen. Trocken bleibt es im Norden und Osten Deutschlands, im Rest Deutschlands, in Benelux, im gesamten Alpenraum sowie im östlichen Frankreich muss hingegen mit Gewittern gerechnet werden.



Freitag, 22. Juli 2016, 11:30 MESZ





Satellitenbild, 22.07., 09:00 MESZ
Quelle: Sat24
500-hPa-Geopot.& SLP, 22.07., 18 UTC
Quelle: Wetter3
CAPE, Lifted Index, 22.07., 18 UTC
Quelle: Wetter3
850 hPa pseudopot. Temp., 22.07., 18 UTC
Quelle: Wetter3

Hitze/heftige Gewitter - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Freitag, 22.07.2016, 11:30 MESZ

In Teilen Mitteleuropas lokal heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 20.-24.07.2016

Extreme Regensummen und daraus resultierend schwere Überflutungen trafen gestern Orte im Mittelgebirgsraum. In Mechernich-Glehn (NW) kamen 85,7 mm Regen in kurzer Zeit zustande, in Bad Hersfeld (HE) 81,8 mm. Noch leicht vorderseitig eines Höhentrogs über dem westlichen Mitteleuropa, der sich südostwärts ausdehnt, ist ein kleinräumiges Bodentief über Süddeutschland auszumachen. In schwülwarmer Luft bilden sich über der West- und Südhälfte Deutschlands, daran anschließend auch in Teilen von Benelux, Frankreich, Nordspanien und dem Alpenraum, einige kräftige Gewitter und Regenfälle. Durch einen schwachen Höhenwind besteht lokal Überflutungsgefahr. Eine ähnliche Verteilung der Gewitteraktivität ist auch in den nächsten Tagen zu erwarten, nordöstlich der Elbe ist das Gewitter- und Regenrisiko bis Anfang nächster Woche gering.


Donnerstag, 21. Juli 2016, 17:00 MESZ





Satellitenbild, 21.07., 16:00 MESZ
Quelle: Sat24
500-hPa-Geopot.& SLP, 21.07., 18 UTC
Quelle: Wetter3
CAPE, Lifted Index, 21.07., 18 UTC
Quelle: Wetter3
850 hPa-Temp., 21.07., 18 UTC
Quelle: Wetter3

Hitze/heftige Gewitter - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Donnerstag, 21.07.2016, 17:00 MESZ

In Teilen Mitteleuropas lokal heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 20.-24.07.2016

In wetteraktiver schwülwarmer Luft über Mitteleuropa bilden sich auch in den nächsten Tagen lokal heftige Gewitter. Mitteleuropa befindet sich vorderseitig eines Höhentrogs, bodennah herrscht leichter Tiefdruckeinfluss ("Xaveria"). Kräftige Sonneneinstrahlung und positive Vorticityadvektion unterstützen die Entstehung von Gewittern mit Hagel, Starkregen und schweren Sturmböen. Durch einen schwachen Höhenwind besteht lokal Überflutungsgefahr. Heute Nachmittag haben sich die gewittrigen Regenfälle der Nacht nach Thüringen und Sachsen zurückgezogen. Aktuell sind einige kräftige Gewitter zwischen Niedersachsen und Rheinland-Pfalz sowie im Süden Bayerns aktiv. Die Gewitter werden in den nächsten Stunden noch etwas zahlreicher. Die Hauptaktivität konzentriert sich bis zum Wochenende etwa von der Nordsee bis zum Alpenraum, nordöstlich der Elbe ist das Gewitter- und Regenrisiko gering.


Mittwoch, 20. Juli 2016, 14:00 MESZ





Satellitenbild, 20.07., 12:00 MESZ
Quelle: Sat24
500-hPa-Geopot.& SLP, 20.07., 18 UTC
Quelle: Wetter3
CAPE, Lifted Index, 20.07., 18 UTC
Quelle: Wetter3
850 hPa-Temp., 20.07., 18 UTC
Quelle: Wetter3

Hitze/heftige Gewitter - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Mittwoch, 20.07.2016, 14:00 MESZ

In Teilen Mitteleuropas lokal heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 20.07.2016

Die im Zusammenspiel mit Hoch "Burkhard" über Skandinavien und Tief "Waltraud" bei Island erfolgte kräftige Erwärmung wird heute die heißeste Luft von Gewittern verdrängt. Da die Kaltfront von "Waltraud" über Westeuropa liegen bleibt und sich kaum noch ostwärts verlagert, bleibt es auch in den nächsten Tagen sommerlich.
Bei ganztägigem Sonnenschein sind heute in der Südwesthälfte Deutschlands bei 20 °C im 850-hPa-Niveau Temperaturen bis knapp über 35 °C zu erwarten.

Ein aus Westen herannahender Trog sowie präfrontale Konvergenz stellt nötigen Hebungsantrieb zur Konvektionsauslösung bereit. Die energiereichste Luft mit CAPE-Werten >2000 J/kg, einem Lifted Index <-10 K und Theta-E >60 °C findet sich heute Abend zwischen Nordfrankreich und den Niederlanden. Auch in der Westhälfte Deutschlands steht konditionelle Instabilität bereit.

In den genannten Gebieten muss mit der Entstehung heftiger Gewitter gerechnet werden, die Starkregen, Hagel und Sturmböen mit sich bringen. Später und in den östlich angrenzenden Gebieten ist die Entstehung von mit blitzreichen Gewittern durchsetzten Regengebieten, die sich ostwärts verlagern und bis in die Nacht hinein aktiv bleiben, wahrscheinlich.


eingerichtet am: 20. Juli 2016, 14:00 MESZ
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