Starkregen, 24.07.-27.07.2017, Mitteleuropa; Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Mittwoch, 26. Juli 2017, 12:00 MESZ





Satellitenbild, 26.07., 09:00 UTC
Quelle: sat24.com
Radarbild, 26.07., 09:15 UTC
Quelle: DWD
500-hPa Geop.& SLP, 26.07., 12 UTC
Quelle: Wetter3
30-h Niederschlag bis 27.07., 06 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Starkniederschlag - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Mittwoch, 26.07.2017, 12:00 MESZ

Starkniederschlag in einem breiten Streifen von Nordwestpolen über Mecklenburg-Vorpommern Ost-Niedersachsen, Hessen und Thüringen bis in den Norden von Baden-Württemberg und Bayern: Niederschlagsmengen von 50 bis 150 mm (25.-26.07.2017) mit der Gefahr von Hochwasser an kleineren und mittelgroßen Flüssen. - 24.-27.07.2017

Gefahr heftiger Gewitter in Bulgarien, Rumänien und der Ukraine. - 25.07.2017

24-h Niederschlagsmengen bis 26.07., 06 UTC:

117,0 mm Brocken (Sachsen-Anhalt)
114,1 mm Baiersbronn-Ruhestein (Baden-Württemberg)
101,2 mm Ottbergen (Niedersachsen)
96,2 mm Langelsheim (Niedersachsen)
95,6 mm Wasserkuppe (Hessen)

Im Gebiet um den Brocken im Harz ist in den vergangenen 48 Stunden teilweise sehr viel Niederschlag gefallen. Am Brocken kamen seit Montag Morgen 238,1 mm Regen zusammen, in Langelsheim waren es beispielweise 157,4 mm. Zahlreiche Pegel im südlichen Niedersachsen und im Umfeld des Harz haben mittlerweile die höchste Hochwassermeldestufe erreicht, teilweise wurden auch neue Rekordpegelstände verzeichnet. Die Hochwasserlage ist besonders um die Städte Hildesheim und Wernigerode kritisch.

Das Höhentief über Mitteleuropa verlagert sich heute von Deutschland weiter nach Osten in Richtung Polen und der Slowakei. Dadurch befinden sich auch die Hebungsgebiete östlicher als dies gestern der Fall war. Von Osteuropa werden feuchtwarme Luftmassen um das Bodentief "Alfred" über Nordpolen herumgeführt. Hebungsantriebe über der Osthälfte Deutschlands sorgen heute erneut für länger anhaltende Regenfälle.

Während in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt der Regen allmählich nach lässt, fällt in Thüringen, Bayern und dem Nordosten Brandenburgs bzw. Mecklenburg-Vorpommerns auch in den kommenden 18 Stunden teilweise kräftiger Regen. Zu den bereits in den vergangenen 24 Stunden gefallenen Mengen von 30 - 50 mm können nochmals bis zu 50 mm an Niederschlag dazukommen. Es besteht die Gefahr von Überschwemmungen.


Dienstag, 25. Juli 2017, 12:30 MESZ





Satellitenbild, 25.06., 09:45 UTC
Quelle: sat24.com
Bodendruckanalyse, 25.07., 00 UTC
Quelle: FU Berlin / DWD
500-hPa Geop.& SLP, 25.06., 06 UTC
Quelle: Wetterzentrale
36h-Niederschlag bis 26.07., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Starkniederschlag - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Dienstag, 25.07.2017, 12:30 MESZ

Starkniederschlag in einem breiten Streifen von Nordwestpolen über Mecklenburg-Vorpommern Ost-Niedersachsen, Hessen und Thüringen bis in den Norden von Baden-Württemberg und Bayern: Niederschlagsmengen von 50 bis 150 mm (25.-26.07.2017) mit der Gefahr von Hochwasser an kleineren und mittelgroßen Flüssen. - 24.-27.07.2017

Gefahr heftiger Gewitter in Bulgarien, Rumänien und der Ukraine. - 25.07.2017

Bereits in den vergangenen 24 Stunden bis heute Morgen, 06 UTC, sind in Teilen Deutschlands enorme Niederschlagsmengen niedergegangen, die Werte betrugen vielfach mehr als 50 mm, insbesondere im Westen von Thüringen, ganz im Süden Niedersachsens und im nördlichsten Hessen, außerdem im Harz (Sachsen-Anhalt). Besondere Erwähnung verdient die Regenmenge von 102 mm, die in Artern (Thüringen) innerhalb von 24 Stunden auftrat - üblicherweise fallen dort im gesamten Monat Juli nur 48 mm. Siehe auch Karte

Veranwortlich für die reichlichen Niederschläge zeichnet ein Höhentief über Mitteleuropa, das nur geringe Verlagerungstendenzen zeigt und sich nur langsam abschwächt. Am Boden korrespondiert dazu das Tiefdruckgebiet "Alfred", es bewegt sich bis Mittwoch Mittag langsam nordwärts Richtung Nordpolen/Ostsee. Auf seiner Vorderseite gelangt feuchtwarme Luft aus Südosteuropa in einem weiten Bogen um das Tiefdruckzentrum herum bis nach Mecklenburg-Vorpommern und weiter südwärts bis nach Hessen. Gleichzeitig kommt es im Bereich dieser feuchtwarmen Luftmassen zu ausgedehnten und kräftigen Hebungsprozessen, die schließlich zu Bewölkung und anhaltenden Niederschlägen mäßiger bis starker Intensität führen. Zu den bereits bis heute Morgen gefallenen Regenmengen können noch einmal 50 bis 150 mm bis Mittwoch Abend dazukommen und die Abflusskapazität einiger Flüsse überfordern. Vor allem kleine und mittlere Flüsse im Bereich des Harzumfeldes können über ihre Ufer treten. Aktuell führen dort bereits einige Flüsse Hochwasser; siehe auch Hochwasserzentralen.

Der meiste Regen wird in einem Bogen von Mecklenburg-Vorpommern, südliches Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen bis in den Norden Baden-Württembergs und den Nordwesten Bayerns erwartet. Zum Donnerstag hin lassen die Niederschläge nach.

Weiter im Osten entwickeln sich im Bereich labil geschichteter Warmluft zum Teil heftige Gewitter, insbesondere im Norden Bulgariens, in Rumänien und in der Ukraine. Die Gewitter können mit großem Hagel, lokalem Starkregen und schweren Sturmböen verbunden sein.


eingerichtet am: 25. Juli 2017, 12:50 MESZ
BM