Heftige Gewitter & Tornados, 05.-07.04.2017, USA-Südosten; Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Donnerstag, 06. April 2017, 11:30 MESZ





500hPa-Geopot. & SLP, 06.04., 15 UTC
Quelle: Wetterzentrale
CAPE & LI, 06.04., 15 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Satellitenbild, 06.04., 08:25 UTC
Quelle: NASA GSFC GOES Project
500 hPa Wind, 06.04.2017, 15 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Heftige Gewitter / Hagel / Tornados - Warnung
Südliche Plains, Südosten und Osten der USA

Ausgegeben am: Donnerstag, 06.04.2017, 11:30 MESZ

Gefahr von heftigen Gewittern mit Starkregen, Hagel, Sturmböen und Tornados in Florida und an der Ostküste der USA (North Carolina, Virginia, Maryland und Delaware) 05.-07.04.2017

Aktuell befindet sich eine Gewitterlinie im Südosten der USA mit einer Ausdehnung von North Carolina bis nach Florida. Vor allem in Florida können die Gewitter dabei am frühen Morgen (Ortszeit) teilweise heftig ausfallen. Es muss mit Starkregen, Sturmböen und örtlich auch mit Tornados gerechnet werden.
Die schweren Gewitter der letzten Tage stehen in Verbindung mit einem Bodentief, welches sich heute weiter in den Nordosten der USA verlagert. Der Bodendruck wird im Tagesverlauf voraussichtlich auf unter 985 hPa fallen, die Kaltfront des Tiefs kommt am heutigen Vormittag (Ortszeit) bis an die Atlantikküste voran.
Im Vorfeld der Kaltfront werden nochmals feuchtwarme Luftmassen entlang der Küste bis weit in den Norden transportiert. So liegt beispielsweise die CAPE (Convective Available Potential Energy) in den kommenden Stunden zwischen North Carolina und Maryland bei ca. 1200 J/kg. Kräftige vertikale Windscherung und starke Hebungsantriebe vorderseitig des Höhentrogs sind in der Region ebenfalls vorhanden.
In den nächsten 12 Stunden können sich in Virginia, North Carolina und Maryland kräftige Gewitter bilden, die dann auch mit Hagel, Sturmböen und Tornados einhergehen können. Auch der südlichen Teil von Delaware und New Jersey kann von den nach Nordosten ziehenden Gewittern am Nachmittag erreicht werden.


Mittwoch, 05. April 2017, 09:45 MESZ





500hPa-Geopot. & SLP, 06.04., 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale
CAPE & LI, 06.04., 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Satellitenbild, 05.04., 06:55 UTC
Quelle: NASA GSFC GOES Project
500 hPa Wind, 06.04.2017, 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Heftige Gewitter / Hagel / Tornados - Warnung
Südliche Plains, südöstliche Landesteile der USA

Ausgegeben am: Mittwoch, 05.04.2017, 09:45 MESZ

Gefahr von heftigen Gewittern mit Starkregen, Hagel, Orkanböen und Tornados über den südlichen Plains und in den südöstlichen Landesteilen der USA (vor allem Alabama, Georgia, Florida und South Carolina) 05.-07.04.2017

In den Bundesstaaten Texas, Oklahoma, Kansas, Missouri und Arkansas gab es gestern heftige Gewiiter, die teilweise mit großem Hagel und Orkanböen einhergingen. In Tiawah (Oklahoma) konnte Hagel mit einem Durchmesser von 7 cm beobachtet werden, in Kansas und Missouri wurden teilweise Orkanböen bis 130 km/h gemessen.
Aktuell befindet sich das Bodentief über dem Südwesten von Missouri mit einem Bodendruck von ca. 1002 hPa. Im Tagesverlauf wird sich das Tief weiter nach Nordosten in Richtung Illinois, Kentucky und Indiana verlagern. Dabei werden an der Vorderseite des Tiefs bodennah feuchtwarme Luftmassen aus dem Golf von Mexiko in den Südosten der USA advehiert. Die Luft ist zumeist sehr labil geschichtet (CAPE: bis zu 2500 J/kg), in größeren Höhen herrscht zudem eine kräftige Südwestströmung vor (30 - 40 m/s in 500 hPa).
Bei den für schwere Gewitter sehr günstigen Umgebungsbedingungen kann es im Vorfeld der Kaltfront im Südosten der USA zur Entstehung von mehreren Superzellen kommen, die Tornados, großen Hagel und Orkanböen mit sich bringen. In den Bundesstaaten Alabama, Georgia, Tennessee, South Carolina und im Norden Floridas ist die Gefahr von schweren Gewittern in den Nachmittagstunden besonders hoch. Auch weiter im Norden im Bereich des Zentrums des Bodentiefs können sich in Kentucky, Indiana und Ohio heftige Gewitter ausbilden.
Morgen zieht das Bodentief weiter in den Nordosten der USA und verstärkt sich dabei bis zum Abend auf einen Bodendruck unter 990 hPa. In North Carolina und Virginia können dann nochmals kräftige Gewitter auftreten.


Dienstag, 04. April 2017, 12:00 MESZ





500hPa-Geopot. & SLP, 06.04., 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale
CAPE & LI, 05.04., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Satellitenbild, 04.04., 08:30 UTC
Quelle: NASA GSFC GOES Project
SLP & Wetter, 06.04.2017, 00 UTC
Quelle: NCAR

Heftige Gewitter / Hagel / Tornados - Warnung
Südliche Plains, südöstliche Landesteile der USA

Ausgegeben am: Dienstag, 04.04.2017, 12:00 MESZ

Gefahr von heftigen Gewittern mit Starkregen, Hagel, Orkanböen und Tornados über den südlichen Plains und in den südöstlichen Landesteilen der USA (vor allem Alabama, Georgia, Florida und South Carolina) 05.-07.04.2017

Auf dem aktuellen Satellitenbild (siehe oben) dominiert noch der riesige Wolkenwirbel über der Osthälfte der USA, der bereits am vergangenen Wochenende und auch am Montag noch für heftige Gewitter und einzelne Tornados verantwortlich zeichnete und einige Todesopfer forderte.
Nun allerdings geht der Blick nach Westen, wo derzeit ein Höhentrog über Nevada die nächste Runde heftiger konvektiver Wettererscheinungen einläutet, die Mitte der Woche inbesondere im Südosten der USA auftreten werden.
Der Höhentrog verlagert sich unter Vergrößerung seiner Amplitude weiter nach Osten und erstreckt sich am Donnerstag 00 UTC vom Gebiet der Großen Seen bis an die US-Golfküste Louisianas. An seiner Vorderseite entsteht ein kräftiges Tiefdruckgebiet, es liegt mit seinem Zentrum dann über Illinois/Indiana/Kentucky. Die Voraussetzungen zur Bildung heftiger Gewitter scheinen ab morgen und besonders am Mittwoch sowie in der Nacht zum Donnerstag über dem Südosten der USA überaus günstig. Zum einen gelangt mit dem Bodentief feuchtwarme, energiereiche Luft (CAPE-Werte von mehr als 2000 J/kg) aus dem Golf von Mexiko nordwärts, während auf der Rückseite trocken-kalte Luft südostwärts strömt. Zum anderen lässt die labile Schichtung der Atmosphäre und insbesondere auch die große Windscherung (Änderung des Windes mit der Höhe hinsichtlich Richtung und Geschwindigkeit) die Entstehung hochreichender Gewitterwolken und von Superzellen erwarten.

Bereits morgen besteht in Teilen von Oklahoma, Kansas, Missouri sowie weiter im Südosten in Teilen von Mississippi und Alabama die Gefahr heftiger Gewitter. Die Haupt-Gewitteraktivität entfaltet sich allerdings im Laufe des Mittwochs und bis in den Donnerstag hinein. Dann sind vor allem Alabama, der Nordwesten Floridas sowie Georgia bis in den Westen von South Carolina betroffen. Es muss mit schweren Gewitter und allen möglichen Begleiterscheinungen wie Tornados, Hagel sowie Sturm- und Orkanböen und entsprechenden Schäden gerechnet werden. Am Donnerstag und bis in den Freitag hinein verlagern sich die Gewitter unter leichter Abschwächung nordostwärts in das Gebiet von North Carolina und Virginia.


eingerichtet am: 04. April 2017, 12:00 MESZ
BM