Ergiebige Regenfälle/Gewitter, 16.-17.06.2016, Mitteleuropa; Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Freitag, 17. Juni 2016, 11:00 MESZ





Sat.-Bild, 17.06., 08.10 UTC
Quelle: Sat24
500-hPa-Geopot.& SLP, 17.06., 12 UTC
Quelle: Wetterzentrale
850-hPa-aequiv.-pot. Temp., 17.06., 12 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Rad.-Bild 17.06., 08.05 UTC
Quelle: DWD

Starkregen/Gewitter - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Freitag, 17.06.2016, 11:00 MESZ

In Teilen Mitteleuropas Gefahr von ergiebigem Starkregen und heftigen Gewittern - 16.-17.06.2016

An der Vorderseite des kräftigen Langwellentrogs über West- und Mitteleuropa ist gestern über dem Südosten Bayerns das Bodentief "Karin" entstanden, welches sich in der vergangenen Nacht unter rascher Intensivierung weiter nordostwärts verlagerte. Im Übergangsbereich zwischen sehr warmen und feuchten Luftmassen im Osten und kühlerer Luft im Westen hat sich seit gestern Nachmittag eine Dauerregenlage eingestellt. Zunächst regnete es verbreitet kräftig in den Alpen und über dem Süden von Baden-Württemberg und Bayern. Am heutigen Vormittag liegt das Regengebiet über der Osthälfte von Deutschland und dem Westen Polens. Einige Flusspegel im Süden und in den Alpenländern erreichen erneut die Hochwassermarken. Vor allem im Bereich des Rheins und am Bodensee besteht die Gefahr von Überschwemmungen.

Die Niederschläge verlagern sich heute weiter in den Nordosten von Deutschland und den Nordwesten Polens. Dabei können weitere 20 - 30 mm Regen fallen. Dazu weht der Wind in Böen stark bis stürmisch aus westlich Richtungen. Am Abend sind an der polnischen Ostseeküste auch schwere Sturmböen möglich. Weiter im Osten Polens können sich an der Ostflanke des Tiefs kräftige Gewitter mit Starkregen, großem Hagel und Sturmböen bilden. Aufgrund der kräftigen vertikalen Windscherung und großen CAPE Werten (ca. 1500 J/kg) ist die Wahrscheinlichkeit für schwere Gewitter am Nachmittag erhöht.

Auch im restlichen Mitteleuropa kann es heute wieder zu Schauern und Gewitter kommen. In den Hochwassergebieten im Süden Deutschlands und der Schweiz kommen bis Sonntag nochmals weitere Niederschläge dazu.


Donnerstag, 16. Juni 2016, 09:00 MESZ





Sat.-Bild, 16.06., 06.15 UTC
Quelle: Sat24
500-hPa-Geopot.& SLP, 17.06., 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale
850-hPa-aequiv.-pot. Temp., 17.06., 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Gesamtniederschlag bis 17.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Starkregen/Gewitter - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Donnerstag, 16.06.2016, 09:00 MESZ

In Teilen Mitteleuropas Gefahr von ergiebigem Starkregen und heftigen Gewittern - 16.-17.06.2016

Mitteleuropa befindet sich heute und morgen an der Vorderseite eines Höhentroges über Westeuropa. Trogvorderseitige Divergenz im Zusammenspiel mit sehr hohen Windgeschwindigkeiten in der Höhe (ca. 100 kn im Mittel in 300 hPa) führt heute zur Entstehung und raschen Intensivierung eines Bodentiefs über dem Südosten Bayerns. Heute morgen stellt sich über dem Süden Bayerns zunächst eine Föhnlage ein. Mit der südlichen Strömung wird sehr warme Luft in den östlichen Alpenraum advehiert (bis 20 °C in 850 hPa). Im Übergangsbereich zu kühlerer Luft über Westeuropa entwickeln sich heute Nachmittag über dem Alpenraum und dem Süden von Baden-Württemberg und Bayern konvektiv verstärkte Regenfälle. Über dem Südosten Bayerns sind auch Gewitter mit Hagel und Sturmböen möglich.

Die Niederschläge verlagern sich in der Nacht zum Freitag nord-/nordostwärts. In den Alpen kommen bis in die Nacht zum Freitag zum Teil über 100 mm Niederschlag zusammen, im Süden Deutschlands sind es gebietsweise 30-50 mm, lokal darüber. In den betroffenen Gebieten können örtlich Überschwemmungen und Ausuferungen von Bächen und kleineren Flüssen auftreten.

Am Freitag liegt der Schwerpunkt der Niederschlags- und Gewittertätigkeit über dem Nordosten Deutschlands und dem äußersten Nordwesten Polens. Dabei können heftiger Starkregen, Hagel und Sturmböen mit entsprechenden Schäden auftreten. In Brandenburg sind nach aktuellen Vorhersagen bis 70 mm Regen innerhalb von sechs Stunden möglich. Durch die rasche Intensiverung des Tiefs kann es im Nordosten und im Nordwesten Polens auch zu Sturmböen außerhalb von Gewittern kommen. Auch in der Mitte bis in den Nordwesten Deutschlands entstehen einige Schauer und Gewitter, die zum Teil kräftig ausfallen.

Auch heute gibt es noch Unsicherheiten bezüglich der genauen Zugbahn und Intensität.


Mittwoch, 15. Juni 2016, 14:00 MESZ





300-hPa-Wind und -Geopot., 16.06., 12 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
500-hPa-Geopot.& SLP, 16.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
850-hPa-aequiv.-pot. Temp., 16.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
3-h-Niederschlag bis 16.06., 21 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Starkregen/Gewitter - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Mittwoch, 15.06.2016, 14:00 MESZ

In Teilen Mitteleuropas Gefahr von ergiebigem Starkregen und heftigen Gewittern - 16.-17.06.2016

Ein Höhentrog vollzieht bis morgen einen Abschnürungsprozess. Das abgetropfte Höhentief befindet sich morgen Abend über der Nordsee und den Britischen Inseln. Weite Teile von Nord- über Mittel- bis nach Südwesteuropa liegen dabei unter einem flachen Tiefdruckgebiet. Vorderseitig des Höhentiefs gelangt heiße Luft über Süd- und Südosteuropa nordwärts. Im Übergangsbereich zu kühlerer Luft über Westeuropa entwickeln sich morgen über dem Alpenraum bei großräumigen Hebungsantrieben vorderseitig eines Kurzwellentroges konvektiv verstärkte Regenfälle.

Aus dem Alpenraum heraus greifen die Niederschläge zum Donnerstagabend hin auf den Süden und Südosten Deutschlands über und verlagern sich nord-/nordostwärts. In den Alpen kommen bis in die Nacht zum Freitag zum Teil über 100 mm Niederschlag zusammen, im Süden Deutschlands sind es gebietsweise 30-50 mm, lokal darüber. In den betroffenen Gebieten können örtlich Überschwemmungen und Ausuferungen von Bächen und kleineren Flüssen auftreten.

Am Freitag liegt der Schwerpunkt der Niederschlags- und Gewittertätigkeit über dem Nordosten Deutschlands und dem äußersten Nordwesten Polens. Schon ab den Morgenstunden muss bis in die Abendstunden hinein mit unwetterartigen Entwicklungen gerechnet werden. Dabei können heftiger Starkregen, Hagel und Sturmböen mit entsprechenden Schäden auftreten. Auch in der Mitte bis in den Nordwesten Deutschlands entstehen einige Schauer und Gewitter, die zum Teil kräftig ausfallen.

Aufgrund weiterhin hoher Unsicherheiten bezüglich der genauen Zugbahn und Intensität müssen die nächsten Modellläufe abgewartet werden.
Eine Verlängerung der Warnung ab Sonntagabend bis Dienstagfrüh ist aufgrund von möglichen heftigen Gewitterereignissen vom Westbalkan bis zum Baltikum denkbar. Die Modelle bewerten diese Lage allerdings noch unterschiedlich.


eingerichtet am: 15. Juni 2016, 14:00 MESZ
SB