Taifun 16W "Goni", 24.-26.08.2015, Japan, Südkorea, Russland | Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Montag, 24. August 2015, 22:30 MESZ






Satellitenbild, 24.08., 19 UTC
Quelle: digitaltyphoon.org
Zugbahn von "Soudelor"
Quelle: JTWC
24h-Niederschlag bis 25.08., 12 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
Windböen, 24.08., 12 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Taifun 16W "Goni"
Japan, Südkorea, Russland

Ausgegeben am: Montag, 24.08.2015, 22:30 MESZ

Taifun 16W "Goni" bedroht den Südwesten Japans (Kyushu), den Osten von Südkorea und den äußersten Osten Russlands mit Orkanböen und heftigen Regenfällen; es beteht die Gefahr von Überschwemmungen, Sturmschäden, hohem Wellengang sowie einzelnen Erdrutschen
- 24.-26.08.2015


Die rege diesjährige Wirbelsturmaktivität auf dem Pazifischen Ozean manifestiert sich aktuell in zwei Taifunen, die zeitgleich unterwegs sind: Taifun 17W "Atsani" und Taifun 16W "Goni"
Während erster derzeit in den Weiten des Nordpazifiks die Transformation in ein außertropisches Sturmtief durchläuft und keine Gefahr für bewohntes Gebiet darstellt, beeinflusst " Goni" Japan, Südkorea und Russland. Die mittleren Windgeschwindigkeiten lagen um 12 UTC bei 110 kt (204 km/h), in Böen wurden bis 135 kt (250 km/h) erreicht. Der Taifun gehört damit zur Wirbelsturmkategorie 3. Des Wirbelzentrum liegt aktuell nur wenig südlich der Küste der südlichen japanischen Hauptinsel Kyushu, wo er in diesen Stunden an Land geht. Morgen früh entschwindet der Taifun ins Japanische Meer und verliert unter weiterer Abschwächung im Tagesverlauf seinen Wirbelsturmstatus. Am 26. treffen die Reste des Wirbelsturms auf die Küste Russlands, wo er in der Nähe der russischen Hafenstadt Wladiwostok endgültig an Land gehen soll.

Bis morgen Mittag muss auf Kyushu und im Westen von Honshu mit Sturm, hohem Wellengang und vor allem intensiven Regenfällen gerechnet werden, die Überschwemmungen und Erdrutsche auslösen können. Auch im Osten von Südkorea besteht morgen bei heftigen Regenfällen die Gefahr lokaler Überschwemmungen. Und auch die Reste des Wirbelsturms können noch ergiebige Regenfälle hervorbringen und im Grenzbereich Nordkorea / Russland am 26.08. für Probleme sorgen


eingerichtet am: 24. August 2015, 22:30 MESZ
SB