Sturm-/Orkanböen, Starkregen 03.-05.01.2018, - Frankreich, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Schweiz, Österreich, Deutschland ; Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Donnerstag, 04. Januar 2018, 11:45 MEZ





Bodenkarte, 05.01., 12 UTC
Quelle: Met FU Berlin
500 hPa Geopot. und Temp., 05.01., 12 UTC
Quelle: Wetter3
Gesamtniederschlag bis 05.01., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Satellitenbild, 04.01, 09 UTC
Quelle: Woksat

Starkregen, Sturm - Warnung
Frankreich, Schweiz, Österreich, Deutschland

Ausgegeben am: Donnerstag, 04.01.2018, 11:45 MEZ

Gefahr durch Starkregen und Sturm in Frankreich, Schweiz, Österreich und Deutschland (insbesondere französische Alpen und Alpenhauptkamm) - 04.-05.01.2018

Nach Abzug und Abschwächung des gestrigen Orkantiefs "Burglind" macht sich bereits ein neues Tiefdrucksystem namens "Christine" auf dem Weg nach Mitteleuropa. Aktuell befindet sich "Christine" noch über Großbritannien und verlagert sich bis heute Nacht von Irland über England zur südlichen Nordsee. Die Warmfront überquert dabei Frankreich, die Schweiz und Südwestdeutschland und breitet sich nordostwärts aus. Dabei wird mit der westlichen Strömung sehr milde, aber auch feuchte Meeresluft herangeführt.
Nach dem aktuellen Stand, erreicht das Tief am frühen Freitagmorgen Norddeutschland und zieht im Tagesverlauf weiter nach Polen. Die zugehörigen Fronten beeinflussen den Norden und Osten Deutschlands und werden an den Alpen rückläufig. Die rückseitig einfließende Meeresluft gerät kurzzeitig unter Hochdruckeinfluss, der jedoch nicht lange Bestand hat, da von Südwesten her sich das nächste Tiefdruckgebiet auf den Weg nach Mitteleuropa macht.

Im Bereich der Warmfront kommt es zu ergiebigen Niederschlägen. Während das Niederschlagsgebiet im Norden schnell nach Osten abzieht, kommt es in den Hochlagen im Süden, sowohl in Südfrankreich, Österreich und in Süddeutschland zu Staueffekten und dort werden langanhaltende Niederschläge erwartet. Aufgrund der warmen Luft, die von Süden herangeführt wird, fällt der Niederschlag selbst in den höheren Lagen als Regen. Die Schneefallgrenze liegt bei rund 2000 m. Bis Freitagabend werden in Südwestfrankreich, in der Schweiz und auch an den Alpen regional bis zu 120 mm Niederschlag fallen, örtlich sind auch Mengen über 120 mm möglich.

Aufgrund des Niederschlags im Süden und dem Tauwetter, kann es zu Überschwemmungen von Flüssen und Bächen kommen. Die Pegelstände werden in den kommenden Tagen weiter ansteigen. Auch die Gefahr von Erdrutsch besteht. Weiterhin können auch noch weitere Bäume entwurzelt werden, die aufgrund des Sturms und des durchnässten Bodens keinen festen Halt mehr haben.


Mittwoch, 03. Januar 2018, 18:25 MEZ





Bodenkarte, 03.01., 06 UTC
Quelle: Met FU Berlin
Gesamtniederschlag, 05.01., 06 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Warmfront, 04.01., 06 UTC
Quelle: Wetter3
500hPa Karte 04.01, 18 UTC
Quelle: Wetter3

Starkregen, Sturm - Warnung
Frankreich, Schweiz, Österreich, Deutschland

Ausgegeben am: Mittwoch, 03.01.2018, 18:25 MEZ

Gefahr durch Starkregen und Sturm in Frankreich, Schweiz, Österreich und Deutschland (insbesondere französische Alpen und Alpenhauptkamm) - 04.01.2018

Deutschland ist weiterhin in festen Händen eines kräftigen Tiefdrucksystems. Während Sturmtief "Burglind" weiter nach Polen zieht, entwickelt sich ein neues kräftiges Tief mit aktuellem Kerndruck von 970hPa über dem Nordatlantik. Am morgigen Tag zieht Tief "Alja" über Großbritannien nach Deutschland, womit es weiterhin stürmisch bleibt. Vorderseitig sorgt die Warmfront für erheblichen Niederschlag und immernoch hohe Temperaturen.

Ab Mitternacht werden die ersten Regenfälle in Frankreich erwartet. Über Nacht tritt dann auch Niederschlag in der Schweiz auf und zu Mittag regnet es in Österreich und Süddeutschland, der bis Freitagmorgen anhalten kann. Dabei werden im Flachland von Bayern, Baden - Württemberg und Österreich 30-50 mm erwartet, im Flachland der Schweiz 40-60 mm. Im Schwarzwald und Alpenhauptkamm fällt über 700m der Niederschlag als Schnee aus und es werden 70-90 mm, in den französischen Alpen sogar 100-120 mm erwartet. Lokal und in Staulagen können auch höhere Summen zusammenkommen. Am Alpensüdhang wie auch im Norden Deutschlands sind nur 10-30 mm zu erwarten.
Aufgrund der der großen Regenmengen, die in den letzten Tagen und Wochen gefallen sind, ist der Boden gesättigt und kann den kommenden Regen nicht mehr aufnehmen. Dadurch besteht die Gefahr, dass es im Süden Deutschlands, gerade im Schwarzwald zu kleinen Überschwemmungen führen kann.


Dienstag, 02. Januar 2018, 11:30 MEZ





500 hPa Geopot. und SLP, 03.01., 06 UTC
Quelle: Wetter3
500 hPa Geopot. und SLP, 03.01., 12 UTC
Quelle: Wetter3
300hPa Wind, hor. Divergenz, 03.01., 18 UTC
Quelle: Wetter3
Spitzenwind und Bodendruck 03.01, 09 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Sturm-/Orkanböen - Warnung
Frankreich, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Schweiz, Österreich, Deutschland

Ausgegeben am: Dienstag, 02.01.2018, 11:30 MEZ

Gefahr durch Sturm-/Orkanböen in Frankreich, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Schweiz, Österreich und Deutschland (vor allem Nordostdeutschland und an den Alpen). - 03.01.2018

Deutschland liegt aktuell im Bereich eines kräftigen Tiefdrucksystems. Die eingelagerten Randtiefs sorgten in den letzten Tagen für wechselhaftes Wetter. Vorderseitig des Randtiefs sorgte warme subtropische Luft für verhältnismäßige warme Temperaturen für diese Jahreszeit, rückseitig gelangte kalte Polarluft nach Mitteleuropa.

Heute zieht ein Randtief nach Polen ab und rückseitig gelangt wieder labil geschichtete Kaltluft nach Deutschland. In der kommenden Nacht zieht unter Verstärkung von Westen her über die Nordsee in Richtung Jütland ein kleinräumiges Sturmtief namens "Burglind". Bei einem erwarteten Kerndruck von unter 970 hPa verstärkt sich der Druckgradient über Mitteleuropa stark, sodass auf der Südflanke des Tiefs Sturm-/ und Orkanböen erwartet werden. Schon kurz nach Mitternacht werden stürmische Böen in Frankreich, den Niederlanden und in der Westhälfte von Deutschland erwartet. In der zweiten Nachthälfte und am frühen Morgen liegt der Schwerpunkt weiterhin in Westdeutschland. Dort sind Windgeschwindigkeiten um 120 km/h möglich, in Nordostdeutschland und Belgien können auch Orkanböen um 140 km/h auftreten. Gegen Nachmittag verlagert sich das Sturmfeld weiter in Richtung Osten, sodass in den Hochlagen in Bayern ebenfalls Sturmböen, in exponierten Lagen auch Orkanböen möglich sind. Am kräftigsten weht der Wind während es zu schauerartigen Niederschlägen im Bereich der durchziehenden Kaltfront kommt. Auch einzelne Gewitter sind nicht ausgeschlossen. Dort sind auch bis ins Flachland orkanartige Böen von über 100 km/h möglich.
Gegen Abend schwächt sich der Wind wieder ab, nur noch vereinzelt sind in Ostdeutschland Sturmböen möglich.

Durch die Sturmböen sind Schäden an Gebäuden und der Infrastruktur zu erwarten. Es besteht die Gefahr vor umgestürzten Bäumen und Strommasten. Auch im Zugverkehr muss mit Verspätungen und Ausfälle gerechnet werden.


eingerichtet am: 02. Januar 2018, 11:30 MEZ
CL