Ungewöhnliche Kälte / Starkschneefall, 18.-28.04.2017, Mitteleuropa, Balkan; Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Freitag, 28. April 2017, 10:40 MESZ





Bodendruckanalyse, 28.04., 00 UTC
Quelle: FU Berlin / DWD
850hPa-Temp.-Abw., 29.04., 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
Satellitenbild, 28.04., 07 UTC
Quelle: Eumetsat
Tmin-Prognose, 29.04., 06 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Ungewöhnliche Kälte / Starkschneefall - Hinweis
Mitteleuropa, Alpenraum

Ausgegeben am: Freitag, 28.04.2017, 10:40 MESZ

Gefahr von leichtem, stellenweise auch mäßigem Nachtfrost in weiten Teilen Mitteleuropas; Gefahr von größeren Neuschneemengen in den höheren Lagen der Alpen; 18.-29.04.2017


Nachtfrost:
Auswahl von Tiefsttemperaturen in Deutschland (28.04.2017, 06 UTC):
Dillenburg (HE)-3.8°C
Trier-Zewen (RP)-1.8°C
Perl-Nennig, (SL)-5.2°C
Gilserberg-Moischeid (HE)-4.3°C
Gardelegen (ST)-3.5°C
Ueckermünde (MV)-1.7°C

Luftfrost blieb auch in der vergangenen Nacht ein Thema, die Temperaturen sanken bis auf -5°C ab (Perl-Nennig an der Mosel). Negative Temperaturen verzeichneten die meisten Stationen in einem Streifen, der sich diagonal durch Deutschland vom Saarland bis zur Ostseeküste erstreckte: Saarland, nördliches Rheinland-Pfalz, Mittel- und Nordhessen, das südöstliche Nordrhein-Westfalen, der Norden von Thüringen, der Süden von Niedersachsen, der größte Teil von Sachsen-Anhalt, das nördliche Brandenburg und der Osten von Mecklenburg-Vorpommern.

An der Großwetterlage hat sich grundlegend noch nichts geändert: Die Luftmassengrenze der Vortage ist nach wie vor präsent und verläuft von Nordwestafrika über Italien bis zum Baltikum. Das Tief mit Zentrum über Norditalien, "Tarek", sorgt auch heute im Alpenraum und bis nach Süddeutschland hinein für weitere Schnee- und Regenfälle.

Weiter nördlich muss in der kommenden Nacht erneut bei klarem Himmel und wenig Wind wieder mit Luftfrost zwischen 0 und -5°C gerechnet werden. Vor allem in Rheinland-Pfalz, Hessen sowie im Süden von Baden-Württemberg und im Süden und Osten von Bayern besteht Frostgefahr.


Donnerstag, 27. April 2017, 11:20 MESZ





500 hPa-Geopot. & SLP, 28.04., 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale
850hPa-Temp.-Abw., 28.04., 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
Satellitenbild, 27.04., 07 UTC
Quelle: Eumetsat
6-h Regen/Schnee bis 28.04., 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Ungewöhnliche Kälte / Starkschneefall - Hinweis
Mitteleuropa, Alpenraum

Ausgegeben am: Donnerstag, 27.04.2017, 11:20 MESZ

Gefahr von leichtem, stellenweise auch mäßigem Nachtfrost in weiten Teilen Mitteleuropas; Gefahr von größeren Neuschneemengen in den höheren Lagen der Alpen; 18.-28.04.2017

Auch in der vergangenen Nacht trat in Deutschland nördlich einer Linie Trier - Frankfurt/M. - Hof - Görlitz verbreitet Luftfrost zwischen 0 und -5°C auf (z.B. Eslohe (NW): -4.8°C, Bremen: -2.0°C).
Über Europa verläuft aktuell eine quasistationäre Luftmassengrenze, die sich von Südspanien über Südfrankreich, die Alpen nordostwärts bis nach Russland erstreckt (siehe Satellitenbild oben). Über München liegen heute Nacht in rund 1500 Metern Höhe bei -2°C, über Venedig sind es +8°C. An der Kaltfront entstand bereits gestern (Hebungsantrieb aus positiver Schichtdickenadvektion (Warmluft) und gleichzeitig positiver und mit der Höhe zunehmender Vorticityadvektion) ein neues Tiefdruckgenbiet, "Tarek", das sich heute morgen über Norditalien befand. In seinem Einflussbereich kam es seit gestern zu anhaltenden Regen- und Schneefällen über dem Süden Deutschlands und dem Alpenraum, die einige Probleme beispielsweise durch Schneebruch verursachten. Das Tiefdruckgebiet verstärkt sich in den kommenden Stunden noch etwas und führt über dem Südosten Deutschlands zunächst zu weiteren Niederschlägen; kräftiger fallen die Niederschläge im Länderdreieck Italien, Österreich, Slowenien aus, wo in den Hochlagen der Alpen 50 bis 100 cm Neuschnee auftreten können.
In Deutschland muss derweil in der kommenden Nacht insbesondern in der Landesmitte wieder mit Nachtfrost gerechnet werden, in der Nacht zum Samstag besteht auch in den anderen Landesteilen gebietsweise Frostgefahr.


Mittwoch, 26. April 2017, 11:40 MESZ





Bodendruckprognose, 26.04., 12 UTC
Quelle: FU Berlin/DWD
850hPa-Temp.-Abw., 27.04., 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
3-h Niederschlag bis 28.04., 12 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
3-h Regen/Schnee bis 26.04., 15:00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Ungewöhnliche Kälte / Starkschneefall - Hinweis
Mitteleuropa, Alpenraum

Ausgegeben am: Mittwoch, 26.04.2017, 11:40 MESZ

Gefahr von leichtem, stellenweise auch mäßigem Nachtfrost in weiten Teilen Mitteleuropas; Gefahr von größeren Neuschneemengen in den höheren Lagen der Alpen; 18.-28.04.2017

Aktuell liegt die Kaltfront am Alpenrand, wo sie für starke und langanhaltende Niederschläge sorgt. Durch die polare Kaltluft, die rückseitig der Front einfließt, sinkt die Schneefallgrenze weiter, sodass im Alpenraum bis in tiefen Lagen Schnee fällt. Dabei können Neuschneemengen bis zu 70 cm noch bis Samstag hinzukommen. Da sich die Front kaum verlagert, wird sich höchstwahrscheinlich einen wellenförmigen Charakter annehmen. Über den Alpen hat sich ein neues Tiefdruckgebiet gebildet, das weiterhin kalte Luft aus dem Polarraum mit sich führt. An der Warmfront kommt es dabei zur Hebung der Luftmassen durch Warmluftadvektion, was auch in den nächsten Tagen weiterhin heftige Regenfälle südlich der Alpen zur Folge hat. Die Hebungsgebiete werden bis voraussichtlich Samstag bestehen bleiben, was zu Folge hat, dass sich die Wetterlage bis Samstag kaum verändert.

In höhere Lagen sind dabei bis Samstag kräftige Schneefälle zu erwarten, dabei sind Neuschneemengen von bis zu bis 70 cm möglich. In tieferen Lagen fällt der Niederschlag als Regen. In exponierten Lagen in Deutschland, Schweiz und Benelux-Ländern ist vor allem in den Nachtstunden mäßiger Nachtfrost möglich.


Dienstag, 25. April 2017, 11:00 MESZ





Bodendruckporgnose, 25.04., 12 UTC
Quelle: FU Berlin/DWD
850hPa-Temp.-Abw., 26.04., 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
Abw. Min. Temp. am 28.04.
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
72-h Neuschneemenge bis 28.04., 00:00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Ungewöhnliche Kälte / Starkschneefall - Hinweis
Mitteleuropa, Alpenraum

Ausgegeben am: Dienstag, 25.04.2017, 11:00 MESZ

Gefahr von leichtem, stellenweise auch mäßigem Nachtfrost in weiten Teilen Mitteleuropas; Gefahr von größeren Neuschneemengen in den höheren Lagen der Alpen; 18.-28.04.2017

Rückseitig der Kaltfront von Tief "Reiner" fließt polare Luft über Mittel- und Westeuropa heute und in den nächsten Tagen weit nach Süden. In Schleswig-Holstein lagen die Tiefsttemperaturen heute früh gebietsweise unter dem Gefrierpunkt. Jagel kam auf einen Tiefstwert von -3,7 °C, in Leck waren es -3,1 °C. Bis zum Abend kommt die Kaltfront über Deutschland weiter nach Süden bis zum Alpenrand voran. In den kommenden Tagen bleibt die Front dann fast stationär liegen mit einer Ausdehnung vom Norden Spaniens über den Süden Frankreichs, den Alpenraum bis in den Osten von Polen. Die fast stationäre Lage führt dazu, dass die Front einen wellenförmigen Charakter auszubilden beginnt. In Zusammenhang mit einem Tiefdruckgebiet über den Alpen, welches sich in den nächsten 24 Stunden bilden wird, kommen polare Luftmassen in der Folge weiter bis in den zentralen Mittelmeerraum voran. Auf der anderen Seite kommt es an der Warmfront des Tiefs zur Hebung durch Warmluftadvektion, was vor allem im Nordosten Italiens und in Slowenien heftige Regenfälle zur Folge haben wird. In der Höhe liegt ein kräftiger Trog über dem Westen Europas. An der Vorderseite des Trogs wird die Luft aufgrund von mit der Höhe zunehmender positiver Vorticityadvektion entlang der Kaltfront gehoben. Der Höhentrog verändert seine Lage in den kommenden Tagen nur unwesentlich. Dadurch bleiben die Hebungsgebiete an der Vorderseite des Trogs über mehrere Tage hinweg bestehen.
Im höheren Lagen der Alpen sind bis zum Samstag teilweise kräftige Schneefälle zu erwarten, die in der Südhälfte der Schweiz und in Tirol in Österreich örtlich ca. 50 - 70 cm Neuschnee bringen können. In den Nordalpen, am Alpenrand und in den Hochlagen der deutschen Mittelgebirgen sind Schneefälle mit Neuschneemengen von ca. 10 - 30 cm möglich. In tieferen Lagen wird der meiste Niederschlag vor allem tagsüber als Regen fallen.
In der eingeflossenen arktischen Luftmasse sind ab dem morgigen Mittwoch in Teilen von Deutschland, Frankreich, den Benelux-Ländern und im Norden Spaniens leichter und in besonders exponierten Lagen auch mäßiger Luftfrost zu erwarten.


Montag, 24. April 2017, 13:00 MESZ





Bodendruckporgnose, 24.04., 12 UTC
Quelle: FU Berlin/DWD
850hPa-Temp.-Abw., 27.04., 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
Abw. Max. Temp. am 26.04.
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
Gesamtneuschneemenge bis 27.04., 00:00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Ungewöhnliche Kälte / Starkschneefall - Hinweis
Mitteleuropa, Alpenraum

Ausgegeben am: Montag, 24.04.2017, 13:00 MESZ

Gefahr von leichtem, stellenweise auch mäßigem Nachtfrost in weiten Teilen Mitteleuropas; Gefahr von größeren Neuschneemengen in den höheren Lagen der Alpen; 18.-28.04.2017

Zwischen einem Hoch bei Island und Tief "Reiner" über dem südlichen Skandinavien strömen heute und in den nächsten Tagen arktische Luftmassen nach Mittel- und Westeuropa. Die Kaltfront von "Reiner" reicht heute Mittag von Irland über England bis zur deutschen Nordseeküste und kommt bis Morgen Vormittag auch in die Mitte Frankreichs und in den Süden von Deutschland voran. Hinter der Kaltfront erreicht die kalte Luft (ca. -5 °C in 850 hPa) bis Morgen Mittag zunächst den Nordwesten Deutschlands. In der Höhe vergrößert der über Westeuropa liegende Höhentrog seine Amplitude in den kommenden 24 Stunden und erstreckt sich am morgigen Dienstag bis in den Norden Spaniens. Hebungsvorgänge an der Vorderseite des Troges führen Morgen Abend zur Entstehung eines Tiefdruckgebiets über dem Alpenraum. In Zusammenhang mit dem Tief kommt es im gesamten Alpenraum zu kräftigen Regen bzw. Schneefällen. Bis zum Donnerstag Abend sind teilweise nochmals 50 - 70 cm Neuschnee möglich. Währendessen wird es in Deutschland in den Nächten ab Dienstag Abend wieder frostig. Von Mittwoch bis Freitag liegen die Tiefsttemperaturen in der Nordwest- bzw. am Freitag dann in der gesamten Westhälfte Deutschlands verbreitet im Frostbereich, teilweise ist mäßiger Frost möglich. Neben Deutschland ist auch die Osthälfte Frankreichs von ungewöhnlich kalten Temperaturen betroffen. Hier ist ebenfalls verbreitet Luftfrost zur Wochenmitte wahrscheinlich.


Sonntag, 23. April 2017, 12:15 MESZ





Bodendruckporgnose, 23.04., 12 UTC
Quelle: FU Berlin/DWD
850hPa-Temp.-Abw., 28.04., 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
Niederschlag Europa, 25.04., 18 UTC
Quelle: Wetter3
Satellitenbild, 23.04.2017, 09:00 UTC
Quelle: www.sat24.com

Ungewöhnliche Kälte / Starkschneefall - Hinweis
Mitteleuropa, Alpenraum

Ausgegeben am: Sonntag, 23.04.2017, 12:15 MESZ

Gefahr von leichtem, stellenweise auch mäßigem Nachtfrost in weiten Teilen Mitteleuropas; Gefahr von größeren Neuschneemengen in den höheren Lagen der Nordalpen; 18.-28.04.2017

Mit dem Kaltfrontdurchgang von Tief "Quentin" am heutigen Samstag stellen sich in Alpennähe erneut länger anhaltende Schneefälle ein.
Die Schneefallgrenze sinkt von 1500 auf 800 m Höhe. Bei Aufklaren muss vor allem in der Südhälfte in der Nacht auf Sonntag mit leichtem, lokal auch mäßigem Frost gerechnet werden. Die Gefahr von Nachtfrost bleibt in weiten Teilen Mitteleuropas auch in der kommenden Woche bestehen. .

Am Montag ist das Wetter zweigeteilt. Während das Wetter im Norden durch Tief "Reiner" regnerisch und windig wird, scheint im Süden verbreitet die Sonne und die Höchsttemperaturen erreichen Werte bis zu 18°C. Jedoch bleibt diese Wetterlage nicht lange erhalten, denn schon am Dienstag setzt sich kalte Polarluft aus dem Norden durch, dabei wird es deutlich kühler und regnerischer. In Hochlagen schneit es wieder.

Voraussichtlich verlagert sich die Kaltfront am Alpenrand kaum, sodass sich auf der Südseite ein neues Tiefdruckgebiet entwickelt, das in diesem Bereich für langanhaltende Niederschläge sorgt. Verbunden mit der kalten Luft kann es bis in tiefen Lagen schneien. In höheren Lagen sind bis Ende der Woche Neuschneemengen bis zu einem Meter möglich. Nach den neusten Modellberechnungen ändert sich diese Wetterlage ab dem kommenden Wochenende. Wann genau frühlingshafte Temperaturen zurück kehren ist momentan noch nicht genau vorhersagbar.


Samstag, 22. April 2017, 12:30 MESZ





Bodendruckporgnose, 23.04., 12 UTC
Quelle: FU Berlin/DWD
850hPa-Temp.-Abw., 27.04., 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
Niederschlag Europa, 26.04., 18 UTC
Quelle: Wetter3
Satellitenbild, 22.04.2017, 10:30 UTC
Quelle: www.sat24.com

Ungewöhnliche Kälte / Starkschneefall - Hinweis
Mitteleuropa, Alpenraum

Ausgegeben am: Samstag, 22.04.2017, 12:30 MESZ

Gefahr von leichtem, stellenweise auch mäßigem Nachtfrost in weiten Teilen Mitteleuropas; Gefahr von größeren Neuschneemengen in den höheren Lagen der Nordalpen; 18.-28.04.2017

Mit dem Kaltfrontdurchgang von Tief "Quentin" am heutigen Samstag stellen sich in Alpennähe erneut länger anhaltende Schneefälle ein.
Die Schneefallgrenze sinkt von 1500 auf 800 m Höhe. Bei Aufklaren muss vor allem in der Südhälfte in der Nacht auf Sonntag mit leichtem, lokal auch mäßigem Frost gerechnet werden. Die Gefahr von Nachtfrost bleibt in weiten Teilen Mitteleuropas auch in der kommenden Woche bestehen. .

Am Montag zeigt sich das Wetter in Nord- und Ostseenähe durch Tief "Reiner" windig und regnerisch. Bis Dienstag setzt sich deutlich kältere Luft nach einem wärmeren Intermezzo auch wieder im Süden Deutschlands durch. Voraussichtlich bleibt die Kaltfront von "Reiner" im Alpenraum liegen und auf der Südseite entstehen neue Tiefdruckgebiete, die die Regen- und Schneefälle verstärken. Vorübergehend kann zwischen Dienstag und Freitag bei kräftigem Niederschlag Schnee bis in tiefere Lagen fallen, im Bereich der Alpen kann erneut mehr als ein Meter Neuschnee zusammenkommen.


Freitag, 21. April 2017, 12:30 MESZ





Bodendruckporgnose, 22.04., 12 UTC
Quelle: FU Berlin/DWD
850hPa-Temp.-Abw., 23.04., 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
850hPa-Temp.-Abw., 27.04., 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
Satellitenbild, 21.04.2017, 10:05 UTC
Quelle: www.sat24.com

Ungewöhnliche Kälte - Hinweis
Mitteleuropa, Balkan

Ausgegeben am: Freitag, 21.04.2017, 12:30 MESZ

Gefahr von leichtem, stellenweise auch mäßigem Nachtfrost in weiten Teilen Mitteleuropas; 18.-28.04.2017

Unter klarem Himmel sanken auch in der vergangenen Nacht die Temperaturen in der eingeflossenen trocken-kalten Luft wieder in den Frostbereich. Nachtfrost trat in Bayern, in Baden-Württemberg, im nördlichen Rheinland-Pfalz, im Westen Hessens und im Süden von Nordrhein-Westfalen auf (z.B. Sigmaringen -6.7°C, Oberstdorf -9.8°C). In den anderen Gebieten verhinderten Wolken eine stärkere Abkühlung und nördlich der Mittelgebirge blieben die Nachtwerte der Temperatur im Bereich zwischen 5 und 7°C.

Allerdings steht Mitteleuropa und Westeuropa eine weitere Woche mit deutlich unterdurchschnittlichen Temperaturen bevor. Bereits am Samstag überquert die Kaltfront des nordosteuropäischen Tiefdruckgebietes "Quentin" Mitteleuropa südwärts. Dahinter gelangt erneut ein Schwall hochreichend kalter Meeresluft aus dem isländisch-grönländischen Raum südostwärts.
Und zur Mitte der kommenden Woche stößt ein neuer Höhentrog dieses Mal über dem Westen Europas weit nach Süden vor; mit ihm gelangt Kaltluft nach Spanien, während im Gegenzug über Griechenland, dem östlichen Balkan und der Ukraine Warmluft nach Norden strömt.
Die Gefahr von Nachtfrost bleibt in weiten Teilen Mitteleuropas somit auch in der kommenden Woche bestehen. Der nasskalte Witterungsabschnitt kann sogar mit nennenswerten Schneefällen bis in tiefere Lagen Mitteleuropas verbunden sein.


Mittwoch, 19. April 2017, 12:00 MESZ





500hPa-Geopot. & SLP, 19.04., 12 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Tmin, 19.04.2017, 06 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
Tmin-Prognose, 20.04., 06 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Satbild, 19.04.2017, 09:35 UTC
Quelle: www.sat24.com

Ungewöhnliche Kälte / Starkschneefall - Hinweis
Mitteleuropa, Balkan

Ausgegeben am: Mittwoch, 19.04.2017, 12:00 MESZ

Gefahr von leichtem, stellenweise auch mäßigem Nachtfrost in weiten Teilen Mitteleuropas; Gefahr von größeren Neuschneemengen in den höheren Lagen der Nordalpen sowie des Balkans; 18.-24.04.2017

In der vergangenen Nacht trat in Deutschland nördlich einer Linie Saarbrücken - Frankfurt/Main - Hof nahezu überall Luftfrost auf. Selbst in tiefen Lagen, wie beispielsweise rund um Hamburg, sank das Thermometer bis -4°C. Etwas milder blieb es unmittelbar an der See und im Süden Deutschlands.

Die beiden Hauptprotagonisten sind zum einen das Hochdruckgebiet "Querida", das sich vom Ostatlantik über die Nordsee bis weit nach Russland hinein erstreckt, und zum anderen der kräftige Tiefdruckkomplex "Peter", der über dem Balkan seine Kreise zieht. Mit einer nordöstlichen Strömung gelangt außerordentlich kalte Luft nach Deutschland, derzeit liegen die Temperaturen im 850 hPa-Niveau über Deutschland zwischen -7 und -10°C. Das sich langsam südostwärts ausdehnende Hochdruckgebiet sorgt durch Absinkprozesse für allmählich höhere Temperaturen zunächst in der mittleren Troposphäre, was die Schaueraktivität von Nordwesten her unterdrückt. Bodennah bleibt die eingeflossene Kaltluft aber vorerst noch erhalten, sie erwärmt sich am Freitag vorübergehend deutlich.
Mit dem Hochdruckgebiet lösen sich in der kommenden Nacht die Quellwolken des Tages (siehe Satellitenbild) aber vielfach auf und es sind die tiefsten Nachttemperaturen dieses Witterungsabschnittes zu erwarten. Währenddessen kommt es an der Nordflanke des Tiefs von Österreich bis zur Ukraine zu gebietsweise intensiven Schneefällen.

Temperatur:
In der kommenden Nacht muss in Deutschland verbreitet mit Nachtfrost meist zwischen 0 und -5°C gerechnet werden, über Schneeflächen auch deutlich darunter. Es besteht die Gefahr überfrierender Nässe. Eine Übersicht über die Rekorde der Tierfsttemperatur für den Monat April gibt es hier.

Niederschlag:
Vor allem in und an den Ostalpen (Oberösterreich, Niederösterreich), in der Tatra sowie in Moldawien und im Südwesten der Ukraine können Neuschneemengen von mehr als 50 cm zusammenkommen.


Dienstag, 18. April 2017, 13:15 MESZ





500hPa-Geopot. & SLP, 18.04., 12 UTC
Quelle: Wetterzentrale
850hPa-Temp.-Abw., 19.04., 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
2m-Tmax.-Abw., 18.04.
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
Neuschneemenge bis 19.04.2017, 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Ungewöhnliche Kälte / Starkschneefall - Hinweis
Mitteleuropa, Balkan

Ausgegeben am: Dienstag, 18.04.2017, 13:15 MESZ

Gefahr von leichtem, stellenweise auch mäßigem Nachtfrost in weiten Teilen Mitteleuropas; Gefahr von größeren Neuschneemengen in den höheren Lagen der Nordalpen sowie des Balkans; 18.-24.04.2017

Schnee- und Graupelschauer sorgten am gestrigen Ostermontag in Teilen Deutschlands für Behinderungen im Straßenverkehr. Auf den teilweise sehr glatten Straßen kam es zu zahlreichen Unfällen.

Zwischen dem ausgedehnten Hochdruckgebiet "Querida", welches sich von den Britischen Inseln bis nach Skandinavien erstreckt und tiefem Luftdruck über dem zentralen Mittelmeerraum und Osteuropa strömt aktuell ungewöhnlich kalte Luft aus Nordosten nach Mitteleuropa. Die Temperaturen in 850 hPa liegen heute zwischen - 5 °C und - 10 °C und damit ca. 5 - 10 K unterhalb des langjährigen Mittels. Im Laufe des Tages wird die polare Luftmasse weiter bis nach Norditalien und in den nördlichen Teil des Balkans vorstoßen. Damit verbunden kommt ein Höhentrog über Mitteleuropa weit nach Süden voran, aus dem sich Morgen Vormittag über Ungarn ein Höhentief abschnüren wird.
In den vergangenen 24 Stunden sind am Alpenrand bereits beachtliche Neuschneemengen gefallen. In Balderschwang konnte heute Vormittag eine Schneehöhe von 31 cm gemessen werden. In der Südhälfte Deutschlands schneit es heute im Laufe des Tages weiter in Lagen oberhalb ca. 600 m. Dabei können gerade am Alpenrand und in den Nordalpen nochmals ca. 20 cm - 30 cm zusammenkommen.
Weiter im Südosten an der Vorderseite des Bodentiefs über Italien besteht über dem Balkan die Gefahr von einzelnen kräftigen Gewittern, die vor allem mit Starkregen einhergehen können. Auch kleiner Hagel und Sturmböen sind möglich. Betroffen sind Teile von Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Albanien. Bis zum Nachmittag fließt auch hier die polare Luftmasse ein, sodass in den Hochlagen teilweise kräftige Schneefälle möglich sind. Vor allem in Bosnien-Herzegowina sind Neuschneemengen von 20 cm - 30 cm im Bereich des Möglichen.
In den nächsten beiden Tagen schiebt sich Hoch "Querida" weiter nach Osten. Im westlichen Teil von Mitteleuropa nimmt die Schaueraktivität dadurch mehr und mehr ab. Am Alpenrand und in den Nordalpen schneit es noch bis Freitag weiter. Ansonsten sind durch die abnehmende Bewölkung frostige Nächte zu erwarten. Von Mittwoch bis Freitag muss bei längerem Aufklaren in den Nächten in weiten Teilen Mitteleuropas mit leichtem, in ungünstigen Tal- und Muldenlagen auch mäßigem Nachtfrost gerechnet werden. Nach weitgehend frostfreier Nacht am Samstag, wird ab Sonntag rückseitig einer durchziehenden Kaltfront Nachtfrost erneut ein Thema.


Montag, 17. April 2017, 14:30 MESZ





500hPa-Geopot. & SLP, 20.04., 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale
850hPa-Temp.-Abw., 21.04., 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
2m-Tmax.-Abw., 19.04.
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
Neuschneemenge bis 24.04.2017, 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Ungewöhnliche Kälte / Starkschneefall - Hinweis
Mitteleuropa, Balkan

Ausgegeben am: Montag, 17.04.2017, 14:30 MESZ

Gefahr von leichtem, stellenweise auch mäßigem Nachtfrost in weiten Teilen Mitteleuropas; Gefahr von größeren Neuschneemengen in den höheren Lagen der Nordalpen sowie des Balkans; 18.-24.04.2017

Nach dem vielerorts in Deutschland wärmsten März seit Aufzeichnungsbeginn kommt insbesondere die zweite Monatshälfte des April 2017 sehr unterkühlt daher.
An der Ostflanke eines kräftigen ostatlantischen Hochdruckgebietes, das sich bis Dienstag Richtung Nordsee und bis nach Finnland ausdehnt, gelangt Kaltluft aus Norden bis Nordosten südwestwärts. Die Kaltluft stößt zur Wochenmitte bis in den zentralen Mittelmeerraum und Nordafrika vor, während sich gleichzeitig über Griechenland/Ägäis/Schwarzem Meer ein Tiefdruckkomplex formiert.
Im 850 hPa-Niveau (rund 1500 Meter Höhe) liegen die Temperaturen von Tunesien bis nach Westrussland 4 bis 10 K unter ihren langjährigen Vergleichswerten. Auch tagsüber bleiben die Temperaturen deutlich hinter denen für Ende April üblichen Werten zurück.
Zum Wochenende hin etabliert sich über Skandinavien voraussichtlich ein umfangreicher Tiefdruckkomplex, der dann zusammen mit ostatlantischem Hochdruck erneut einen Schwall hochreichender polarer Meeresluft nach Mitteleuropa lenkt.


Nachtfrost:
Auswahl von Tiefsttemperaturen in Deutschland (17.04.2017):
Fassberg (NI)-2.0°C
Quickborn (SH)-1.4°C
Steinau, Kr. Cuxhaven (NI)-0.7°C
Gardelegen (ST)-0.6°C
Grambek (SH)-0.4°C
Lüchow (NI)-0.3°C

Von Dienstag bis Freitag muss bei längerem Aufklaren in den Nächten in weiten Teilen Mitteleuropas mit leichtem, in ungünstigen Tal- und Muldenlagen auch mäßigem Nachtfrost gerechnet werden. Nach weitgehend frostfreien Nächten Freitag und Samstag wird ab Sonntag Nachtfrost erneut ein Thema. Eine Übersicht über die Rekorde der Tierfsttemperatur für den Monat April gibt es hier.

Niederschlag:
Neben Schauern, die in Deutschland von Blitz und Donner, Graupel oder Schnee begleitet sein können, muss insbesondere an der Nordseite der Alpen und in den höheren Lagen des Balkans mit kräftigem Neuschnee gerechnet werden. Die Neuschneemangen können örtlich bis kommenden Sonntag 100 cm überschreiten.


eingerichtet am: 17. April 2017, 14:30 MESZ
BM