Starkregen, 7.-9. November 2016, Balkan, Griechenland; Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Dienstag, 08. November 2016, 10:30 MEZ





Satellitenbild, 08.11., 08 UTC
Quelle: EUMETSAT
Pseudop.-T., Bodendruck, 08.11., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
300-hPa-Geopot. & -Wind, 09.11., 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
39h-Regenmenge bis 09.11., 15 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Starkregen
Südlicher Balkan, Griechenland

Ausgegeben am: Dienstag, 08.11.2016, 10:30 MEZ

Starkregen mit der Gefahr von Überschwemmungen und einzelnen Erdrutschen auf dem südlichen Balkan (Montenegro, Albanien) und Griechenland
07. - 09.11.2016

Auf dem aktuellen Satellitenbild ist kompakte und hochreichende Bewölkung über dem Westbalkan zu erkennen. Aus ihr fallen noch bis morgen über Südosteuropa gebietsweise heftige Starkregenfälle.
Mit Blick auf die Geopotentialverteilung über Europa fällt ein ausgeprägter Höhentrog auf, der sich von Südskandinavien bis nach Algerien erstreckt. Im Bereich der größten Isohypsendrängung treten in der Höhe die höchsten Windgeschwindigkeiten auf. Der sogenannte Jet verläuft mit den höchsten Windgeschwindigkeiten in der kommenden Nacht von Algerien über den zentralen Mittelmeerraum bis nach Rumänien. Die 300-hPa-Mittelwinde (9000-9500 m ü. NN) betragen in diesem Bereich bis zu 250 km/h. Trogvorderseitig kommt es zu großräumigen Hebungsantrieben.

Über Südosteuropa hat sich ein hoher Temperaturgradient eingestellt. Über Mitteleuropa lagert kühle Luft (bis zu -10 °C über Norddeutschland in 850 hPa), über Griechenland befinden sich feucht-warmen Luftmassen (über 15 °C über Südgriechenland in 850 hPa). Am Boden hat sich unterdessen ein Tiefdruckgebiet formiert, das sich von Italien bis in den Westbalkan erstreckt. Das Tief bleibt bis morgen quasistationär und wandert erst im Verlauf des Mittwochs nordwärts. Bis dahin schaufelt es sehr feuchte und warme Luftmassen in den Westbalkan, die zusammen mit Randtrögen und kräftigen Hebungsantrieben ergiebige Regenmengen auslösen können. Insbesondere in Staulagen der Gebirge sind hohe Niederschlagsmengen zu erwarten.

Bis Mittwoch muss vor allem in Montenegro, Albanien und im Nordwesten Griechenlands mit gebietsweisen starken Regenfällen gerechnet werden. Örtlich fallen von Montenegro bis in den Westen Griechenlands nochmals über 150 mm Regen. Es kann zu Überschwemmungen, besonders in Hanglagen auch zu Erdrutschen kommen.


Montag, 07. November 2016, 13:00 MEZ





Satellitenbild, 07.11. 09 UTC
Quelle: EUMETSAT
Pseudop.-T., Bodendruck, 08.11., 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale
300 hPa Geopot. & Wind, 08.11., 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
72h-Regenmenge bis 10.11., 00 UTC
Quelle: Meteociel

Starkregen
Südlicher Balkan, Griechenland

Ausgegeben am: Montag, 07.11.2016, 13:00 MEZ

Starkregen mit der Gefahr von Überschwemmungen und einzelnen Erdrutschen auf südlichen Balkan (Montenegro, Albanien) und Griechenland
07. - 09.11.2016

Die planetarische Frontalzone mäandert aktuell in riesigen Wellen über den Nordatlantik und Europa. Ein Höhentrog erstreckt sich heute Nacht südwestwärts bis nach Marokko und West-Algerien. Auf seiner hebungsaktiven Vorderseite (Ostflanke) formiert sich derzeit am Boden ein Tiefdruckgebiet, das sich morgen über das Gebiet des gesamten zentralen Mittelmeerraums bis hin zur Ukraine erstreckt. An der Druckkonstellation ändert sich bis zur Wochenmitte nur wenig, so dass während der kommenden 48 bis 72 Stunden warme und sehr feuchte Luftmassen aus Südwesten über das Mittelmeer hinweg Richtung Balkan und Griechenland strömen. Angesichts des beständigen Feuchtigkeitsnachschubs und der kräftigen Hebungsantriebe, die aus durchschwenkenden Randtrögen resultieren, sind gebietsweise große Regenmengen zu erwarten. Einen niederschlagsverstärkenden Effekt üben darüber hinaus die auf dem westlichen Balkan und in Griechenland aufragenden Gebirge aus.
Bis Mittwoch muss insbesondere in Montenegro, in Albanien und im Nordwesten Griechenlands mit gebietsweisen ergiebigen Regenfällen gerechnet werden. Es kann zu Überschwemmungen, in Gebieten mit großer Reliefenergie auch zu Erdrutschen kommen.


eingerichtet am: 07. November 2016, 13:00 MEZ
BM