Hitze/heftige Gewitter, 23.06.-26.06.2016, Mitteleuropa; Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Sonntag, 26. Juni 2016, 12:30 MESZ





Satellitenbild, 26.06., 11:00 MESZ
Quelle: Sat24
500-hPa-Geopot.& SLP, 26.06., 18 UTC
Quelle: Wetter3
CAPE, Lifted Index, 26.06., 18 UTC
Quelle: Wetter3
850 hPa-äquipot. Temp., 26.06., 18 UTC
Quelle: Wetter3

Hitze/heftige Gewitter - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Sonntag, 26.06.2016, 12:30 MESZ

In Teilen Mitteleuropas lokal heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 23.-26.06.2016

Ostwärts vordringende trockenkühlere Atlantikluft gegenüber der schwülheißen Luft über dem östlichen Mitteleuropa (T850>15 °C, CAPE>2000 J/kg) löst dort neue heftige Gewitter aus. Die höchsten Regensummen in 24 Stunden kamen gestern in Bayern (89,4 mm in Waldkirchen-Richardsreut), Sachsen (56,6 mm in Schönteichen-Cunnersdorf) und Schleswig-Holstein (63,3 mm in Glückstadt) zustande.

Vorderseitig des ostwärts vorankommenden Höhentrogs herrscht Tiefdruckaktivität mit Zentren über Norditalien, Ungarn und Ostpolen. Die höchsten Temperaturen erreichen 25 bis 33 °C. In einem Streifen vom Baltikum über Ostpolen bis nach Kroatien und Norditalien muss während Gewittern mit sehr starkem Regen, größerem Hagel, hoher Blitzrate und schweren Sturmböen gerechnet werden. Diese können sich erneut zusammenschließen und bis in die Nacht hinein aktiv bleiben.


Samstag, 25. Juni 2016, 11:00 MESZ





Satellitenbild, 25.06., 10:00 MESZ
Quelle: Sat24
500-hPa-Geopot.& SLP, 25.06., 18 UTC
Quelle: Wetter3
CAPE, Lifted Index, 25.06., 18 UTC
Quelle: Wetter3
850 hPa-äquipot. Temp., 25.06., 18 UTC
Quelle: Wetter3

Hitze/heftige Gewitter - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Samstag, 25.06.2016, 11:00 MESZ

In Teilen Mitteleuropas lokal heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 23.-26.06.2016

Vorderseitig des ost- bis nordostwärts schwenkenden Höhentrogs über Westeuropa zieht Tief "Marine" über die Osthälfte Deutschlands bis morgen nach Norwegen. Gestern formierten sich zwei größere Gewitterkomplexe, die sehr starken Regen, großen Hagel und eine sehr hohe Blitzrate mit sich brachten. Der erste überquerte die Gebiete von Rheinland-Pfalz bis nach Mecklenburg-Vorpommern, der zweite formierte sich gestern Abend über dem Süden Baden-Württembergs und blieb auf dem Weg nach Norden in die Region Hamburg/Bremen bis heute Vormittag aktiv.

Die heißeste (T850>15 °C) und energiereichste Luft (CAPE>1500 J/kg) befindet sich heute über der Osthälfte Deutschlands und dem östlichen Mitteleuropa. Östlich der Elbe werden erneut 30 °C und mehr erreicht, in Polen rund 35 °C. Von der Mitte Deutschlands ostwärts bilden sich heute gebietsweise wieder Starkregengebiete, die besonders nach Osten hin von Blitz und Donner begleitet sind. In der heißen Luft entwickeln sich neue Gewitterzellen, die sehr starken Regen und großen Hagel hervorbringen können. Später schließen sich diese zusammen und bleiben bis in die Nacht hinein aktiv.

Einsetzende kräftige Kaltluftadvektion lässt die Temperaturen sowie die Taupunkte von Westen her bis morgen spürbar sinken. Ab morgen besteht die Gewittergefahr nur noch im östlichen Mitteleuropa.


Freitag, 24. Juni 2016, 12:10 MESZ





Satellitenbild, 24.06., 09.40 UTC
Quelle: Sat24
500-hPa-Geopot.& SLP, 24.06., 18 UTC
Quelle: Wetter3
CAPE, Lifted Index, 24.06., 18 UTC
Quelle: Wetter3
850 hPa-äquipot. Temp., 24.06., 18 UTC
Quelle: Wetter3

Hitze/heftige Gewitter - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Freitag, 24.06.2016, 12:10 MESZ

In Teilen Mitteleuropas lokal heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 23.-26.06.2016

Vorderseitig eines langsam nach Osten vorankommenden Langwellentrogs besteht heute vom Osten Frankreichs über weite Teile des Westen Deutschlands bis in den Süden von Schweden die Gefahr von sehr kräftigen Gewittern mit Starkregen, großem Hagel und Sturmböen.
Gestern konnten sich über den Niederlanden, Belgien und dem Nordwesten Deutschlands zum Teil heftige Gewitter bilden. Dabei wurde Hagel mit Durchmessern größer als 6 cm beobachtet. In Niedersachsen verzeichnete die Station in Groß Berßen 147,2 mm Niederschlag binnen 6 Stunden. Mehr als 100 mm davon sind innerhalb von 3 Stunden vom Himmel gekommen. Es kam zu örtlichen Überschwemmungen, einzelne Flüsse im Nordwesten des Landes erreichen wieder Hochwassermarken.

Heute morgen sind einzelne kräftige Gewitter in der Nordwesthälfte Deutschlands unterwegs. Diese schwächten sich allerdings in den vergangenen Stunden etwas ab. Zum Nachmittag hin nimmt die Gewitteraktivität wieder stark zu. In der sehr warmen (Höchsttemperaturen Gestern örtlich über 35 °C), feuchten und labil geschichteten Luft (CAPE Werte zwischen 1500 und 2200 J/kg) gibt es ein sehr hohes Gewitterpotential. An vielen Orten wird dabei entscheidend sein, ob die CIN überwunden werden kann. Sobald dies geschieht kann es überall zu Starkregen, Hagel und Sturmböen verbunden mit den Gewittern kommen.

Im Osten Deustchlands bleibt es heute noch vielfach trocken, die Höchsttemperaturen können hier Werte bis 35 °C erreichen. Morgen kommt es in weiten Teilen Deutschlands zu Schauern und Gewittern. Die größte Gefahr vor schweren Gewittern mit allen Begleiterscheinungen besteht dann in der Osthälfte. Zum Teil schließen sich die Gewitter zu Clustern und konvektiven Regengebieten zusammen.

Der atlantische Höhentrog kommt am Sonntag bis in den Westen Deutschlands voran und schwenkt dann nordostwärts. Kräftige Kaltluftadvektion lässt dann die Temperaturen von Westen spürbar sinken. Mit der einfließenden trockeneren Luft beschränkt sich das Gebiet mit hoher Gewittergefahr auf die Regionen zwischen Elbe und Oder sowie im östlichen Mitteleuropa.


Donnerstag, 23. Juni 2016, 13:30 MESZ





500-hPa-Geopot.& SLP, 23.06., 18 UTC
Quelle: Wetter3
850-hPa-Temperatur, 24.06., 18 UTC
Quelle: Wetter3
CAPE, Lifted Index, 23.06., 18 UTC
Quelle: Wetter3
850 hPa-äquipot. Temp., 23.06., 18 UTC
Quelle: Wetter3

Hitze/heftige Gewitter - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Donnerstag, 23.06.2016, 13:30 MESZ

In Teilen Mitteleuropas lokal heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 23.-26.06.2016

In einer südwestlichen Strömung heranströmende schwülheiße Luft sowie ein von Westen herannahender Höhentrog lassen die Gefahr schwerer Gewitter deutlich ansteigen. Zunächst herrscht im Bereich des Höhenrückens noch absinkende Luftbewegung und bei ganztägigem Sonnenschein steigen die Temperaturen auf 30 °C bis knapp über 35 °C. Heute zieht ein kleines Tiefdruckgebiet von der Biskaya nordostwärts zur Nordsee, ein weiteres am Freitag von Bayern nordwärts nach Schweden.

Sehr energiereiche, labil geschichtete und schwüle Luft mit CAPE-Werten >2000 J/kg, Lifted Index von -7 bis -10 K sowie Theta-E von 50 bis über 60 °C befindet sich heute über Frankreich, Benelux und in weiten Teilen Deutschlands. Zunächst bilden sich nur orographisch bedingt im Westen Deutschlands und in der Schweiz einzelne Gewitter im Bergland. Weiter westlich sorgt positive Vorticityadvektion für die notwendige Hebung der Luftmassen zur Gewitterbildung. Die Gewittertätigkeit kann vor allem heute und morgen auch längere Zeit bis in die Nacht hinein anhalten. Im Nordwesten Frankreichs kommt schon morgen die deutlich kühlere und stabilere Luftmasse an.

Im Laufe des Nachmittags bilden sich über Benelux schwere Gewitter, die sich zum Teil bereits in den Nordwesten Deutschlands verlagern. Sie können sehr starken Regen, größeren Hagel und schwere Sturmböen hervorbringen.
Morgen entwickeln sich in weiten Teilen Deutschlands, abgesehen vom äußersten Westen zahlreiche Gewitter, die lokal heftig ausfallen können. Die heißeste Luft wird im Lauf des Samstags Richtung Polen abgedrängt, dennoch kommt es in der gesamten Osthälfte Deutschlands zu weiteren Gewittern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Zum Teil schließen sich die Gewitter zu Clustern und konvektiven Regengebieten zusammen.

Der atlantische Höhentrog kommt am Sonntag bis in den Westen Deutschlands voran und schwenkt dann nordostwärts. Kräftige Kaltluftadvektion lässt dann die Temperaturen von Westen spürbar sinken. Mit der einfließenden trockeneren Luft beschränkt sich das Gebiet mit hoher Gewittergefahr auf die Regionen zwischen Elbe und Oder sowie im östlichen Mitteleuropa.


Mittwoch, 22. Juni 2016, 11:00 MESZ





500-hPa-Geopot.& SLP, 23.06., 06 UTC
Quelle: Wetter3
850-hPa-Temperatur, 23.06., 18 UTC
Quelle: Wetter3
CAPE, Lifted Index, 22.06., 18 UTC
Quelle: Wetter3
850 hPa-äquipot. Temp., 23.06., 18 UTC
Quelle: Wetter3

Hitze/heftige Gewitter - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Mittwoch, 22.06.2016, 11:00 MESZ

In Teilen Mitteleuropas lokal heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 23.-26.06.2016

Eine erste kurze Hitzewelle stellt sich in der zweiten Wochenhälfte in Mitteleuropa ein, das Gewitterrisiko steigt in schwülheißer Luft rasch an.

Heute und morgen sorgt ein Höhenrücken über Mittel- und Osteuropa verbreitet für ganztägigen Sonnenschein. In einer südwestlichen Strömung zwischen hohem Luftdruck über dem östlichen Mitteleuropa und einem Tief zwischen Island und Irland gelangt immer wärmere Luft nach Mitteleuropa. In der Südwesthälfte Deutschlands steigt die Temperatur im 850 hPa-Niveau schon heute auf über 15 °C, morgen und am Freitag im ganzen Land, regional auf um oder knapp über 20 °C. Die Höchstwerte erreichen auf Stationshöhe meist 30 °C bis knapp 35 °C, lokal noch etwas darüber.

Ab morgen nähert sich aus Westen ein Höhentrog. Vorderseitig des Troges entsteht im Laufe des heutigen Abends ein Tiefdruckgebiet über der Biskaya, welches nordostwärts zur Nordsee zieht. Am Freitag formiert sich eine Tiefdruckrinne von Skandinavien über die Osthälfte Deutschlands bis zum Alpenraum. Während die heißeste Luft am Samstag nach Polen abgedrängt wird, strömt spürbar kühlere und trockenere Luft erst am Montag nach Deutschland ein.
Sehr energiereiche, labil geschichtete und schwüle Luft mit CAPE-Werten >2000 J/kg, Lifted Index von -7 bis -10 K sowie Theta-E von 50 bis über 60 °C befindet sich heute bereits über Frankreich und Benelux und dehnt sich an den Folgetagen zunehmend ostwärts aus. Im Nordwesten Frankreichs kommen die stabilen Luftmassen am Freitag an.

Heute entwickeln sich im Nordwesten Frankreichs und im Bergland erste kräftige Gewitter und Regenfälle. Morgen entstehen über Benelux schwere Gewitter, die sich zum Teil bereits in den Nordwesten Deutschlands verlagern. Am Freitag und Samstag kommt es über Deutschland zahlreicher zu Gewittern, die heftig ausfallen können. Die Hauptaktivität verlagert sich dabei bis Sonntag ostwärts Richtung Polen. Als Begleiterscheinungen heftiger Gewitter muss mit sehr starkem Regen, größerem Hagel und schweren Sturmböen gerechnet werden.


eingerichtet am: 22. Juni 2016, 11:00 MESZ
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