Heftige Gewitter, 22.06.2016, USA; Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Donnerstag, 23. Juni 2016, 14:15 MESZ





Satellitenbild, 08:45 UTC
Quelle: GOES Project
500hPa-Geopot. & SLP, 23.06., 12 UTC
Quelle: Wetterzentrale
850hPa-aequipot. Temp. & SLP, 23.06., 12 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Radarbild, 23.06., 10:30 UTC
Quelle: NCAR Real Time Weather Data

Heftige Gewitter - Warnung
Zentrale Landesteile der USA

Ausgegeben am: Mittwoch, 23.06.2016, 12:40 MESZ

Gefahr von heftigen Gewittern mit Hagel, Sturmböen und einzelnen Tornados in den USA / mittlerer Westen, 22.06.2016

Ein flaches Bodentief befindet sich heute etwa südlich der Großen Seen. An seiner Südflanke strömt heute weiterhin sehr feuchte und heiße Luft nach Nordosten. In der Höhe befindet sich ein Langwellentrog über Ostkanada und dem Nordosten der USA. In der daraus über dem Mittleren Westen resultierenden nordwestlichen Höhenströmung sorgen eingelagerte Kurzwellentröge für regionale Hebungsantriebe.

Ein MCS erstreckt sich aktuell etwa von Indiana ostwärts bis nach Virginia, wo besonders an dessen Südflanke noch heftige Gewitter zum Teil mit schweren Sturmböen auftreten. Mit zunehmender Erwärmung nimmt die Gewittertätigkeit im Laufe des Nachmittags voraussichtlich erneut zu und besonders in einem Streifen vom Osten Indianas bis nach virginia muss erneut mit zum Teil heftigen Gewittern Gerechnet werden. Dabei geht die größte Gefahr von Starken Windböen und großem Hagle aus.


Mittwoch, 22. Juni 2016, 14:15 MESZ





Satellitenbild, 08:45 UTC
Quelle: GOES Project
500hPa-Geopot. & SLP, 22.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
850hPa-aequipot. Temp. & SLP, 22.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Radarbild, 22.06., 09:40 UTC
Quelle: NCAR Real Time Weather Data

Heftige Gewitter - Warnung
Zentrale Landesteile der USA

Ausgegeben am: Mittwoch, 22.06.2016, 12:40 MESZ

Gefahr von heftigen Gewittern mit Hagel, Sturmböen und einzelnen Tornados in den USA / mittlerer Westen, 22.06.2016

Eingelagert in eine stramme westliche Höhenströmung erreicht heute Abend ein Kurzwellentrog etwa die Bundesstaaten Minnesota und Iowa. An seiner Vorderseite hat sich ein flaches Bodentief ausgebildet, an dessen Warmfront von South Dakota bis nach Indiana bereits jetzt erste zum Teil heftige Gewitter aktiv sind. Hinter der Warmfront fließt aus Südwesten sehr warme, feuchte labil geschichtete Luft ein. Ein für die Jahreszeit strammer Jet von zum Teil über 140 km/h überlagert dabei genau das Gebiet der energiereichen Luftmasse und sorgt vorderseitig des Troges zum einen für Hebung, zum anderen für die für heftige Gewitter nötige Scherung.

Neue schwere Gewitter mit der Gefahr von Hagel, und vor allem schweren Sturm- und Orkanböen entwickeln sich im Laufe des Tages zunächst voraussichtlich im Nordosten Iowas. Dies schließen sich voraussichtlich zu einem größeren MCS zusammen, der sich im Laufe des Abends und in der Nacht südostwärts bis nach Ohio und West-Virginia verlagert. Die größte Gefahr besteht dabei aufgrund der strammen Höhenströmung durch Sturm und Orkanböen. Aber auch Hagel sowie einzelne Tornados sind möglich. Davon betroffen sind voraussichtlich auch der Großraum Chicago sowie die größeren Städte Indianapolis und Columbus.


Dienstag, 21. Juni 2016, 17:45 MESZ





500hPa-Geopot. & SLP, 22.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
850hPa-aequipot. Temp. & SLP, 22.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Lifted Index, Cape, 21.06., 00 UTC
Quelle: Wetter3
6 h-Niederschlag, 21.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Heftige Gewitter - Warnung
Zentrale Landesteile der USA

Ausgegeben am: Dienstag, 21.06.2016, 17:50 MESZ

Gefahr von heftigen Gewittern mit Hagel, Sturmböen und einzelnen Tornados in den USA / mittlerer Westen, 22.06.2016

Über weiten Teilen der USA hat sich in den vergangen Tagen sehr heiße Luft angesammelt, die über dem südlichen Teil des Nordamerikanischen Kontinents für hohes Geopotential verantwortlich ist. An dessen Nordrand verläuft der Jetstream in der mittleren Troposphäre in zonaler Richtung über die nördlichen Bundesstaaten der USA hinweg. Eingelagert in die recht stramme Höhenströmung verlagert sich ein Kurzwellentrog vom Bundesstaat Washington bis Donnerstag Früh rasch ostwärts Richtung Große Seen. Östlich der Trogachse bildet sich ein flaches Bodentief aus, das mit seinem Zentrum morgen Abend etwa über den Bundesstaaten von Minnesota und Iowa liegt.

Vorderseitig des Tiefs macht sich bis morgen die heiße Luft aus den Südstaaten, die außerdem mit ausreichend Feuchte aus dem Golf von Mexiko angereichert ist, auf den Weg Richtung Große Seen. So erreichen die Taupunkte morgen Abend zum Beispiel am Südufer des Lake Michigans Werte über 20 °C. Darüber ist die Luft sehr labil geschichtet. Die CAPE erreicht Werte über 3000 J/kg.

Erste Gewitter sind bereits am Vormittag im Bereich der Warmfront von Minnesota und Iowa bis nach Wisconsin und Illinois zu erwarten. Am Nachmittag sind im labil geschichteten Warmsektor vom südlichen Wisconsin und dem Norden von Illinois ostwärts ausgreifend bis ins Ohio Valley weitere heftige Gewitter zu erwarten. Bei deutlicher Windzunahme sowie gleichzeitiger Winddrehung mit der Höhe sind die Bedingungen für die Ausbildungen von Superzellen optimal. Dabei besteht Gefahr von großem Hagel, sehr starken Windböen sowie einzelnen Tornados.


eingerichtet am: 21. Juni 2016, 17:50 MESZ
MB