Heftige Gewitter, 27.05.-05.06.2016, Mitteleuropa; Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Mittwoch, 08. Juni 2016, 10:40 MESZ





Satellitenbild, 08.06., 07:00 UTC
Quelle: Eumetsat
500-hPa-Geopot.& SLP, 08.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Gewitterbereitschaft/CAPE, 08.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
3 h-Niederschlag bis 08.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Heftige Gewitter/ergiebige Regenfälle - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Mittwoch, 08.06.2016, 10:40 MESZ

In Teilen Mitteleuropas heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 27.-08.06.2016

Ein Höhenrücken erstreckt sich von Spanien bis nach Island. Zwischen einem Hochdruckgebiet über dem Nordmeer und einem Tief über dem Norden Skandinaviens fließt aus Norden langsam etwas kühlere, trockenere und stabilere Luft ein. Der südliche Teil Mitteleuropas verbleibt heute jedoch weiterhin im Bereich der sehr feuchten und labil geschichteten Luftmasse. In eine nur sehr schwache nordwestliche Höhenströmung eingelagerte Kurzwellentröge sorgen für einen gewissen Hebungsantrieb, sodass in der feuchtwarmen Luftmasse heute im Tagesverlauf erneut einzelne heftige Gewitter möglich sind. Betroffen sind heute vor allem die Gebiete von Süddeutschland über den Osten Frankreichs und den Alpenraum bis nach Norditalien. Aufgrund der nur geringen Höhenströmung geht die größte Gefahr weiterhin von Starkregen mit regionalen Überflutungen aus.


Dienstag, 07. Juni 2016, 16:00 MESZ





Satellitenbild, 07.06., 13:00 UTC
Quelle: sat24.com
500-hPa-Geopot.& SLP, 07.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Gewitterbereitschaft/CAPE, 07.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Radarbild, 07.06., 13:10 UTC
Quelle: DWD

Heftige Gewitter/ergiebige Regenfälle - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Dienstag, 07.06.2016, 16:00 MESZ

In Teilen Mitteleuropas heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 27.-09.06.2016

Ein mächtiger Höhenrücken baut sich in den kommenden Tagen über Westeuropa in Richtung Grönland auf. An dessen Vorderseite gelangt Mitteleuropa in den kommenden Tagen zunehmend in den Einflussbereich kühlerer und stabilerer Luft aus Norden, sodass die Unwettergefahr deutlich zurückgeht. Während in den Osten Deutschlands bereits etwas trocknere Luft eingeflossen ist, ist die Luft über dem Westen des Landes sowie über Frankreich und den Beneluxländern mit Taupunkten um 15 °C weiterhin sehr feucht. Im Bereich eines Tiefdruckgebiets sorgen dort schwache Hebungsantriebe zudem für günstige Auslösebedingungen.

Heftige Gewitter haben sich in den vergangenen Stunden beriets über dem Westen Deutschlands, der Schweiz, Belgien und dem Nordosten Frankreichs gebildet.Mit weiteren Gewittern muss in diesen Regionen auch noch in den kommenden Stunden gerechnet werden. Da die Gewitter aufgrund einer nur schwachen Höhenströmung nur sehr langsam ziehen ist lokal mit großen Regenmengen und Überflutungen zu rechnen. Stellenweise tritt auch Hagel auf. Einzelne heftige Gewitter sind auch morgen noch über dem Süden Deutschlands, im Alpenraum, sowie in Teilen Frankfreichs zu erwarten. Ab Donnerstag lässt die Unwettergefahr dann nach.


Montag, 06. Juni 2016, 13:00 MESZ





Satellitenbild, 06.06., 10:40 UTC
Quelle: sat24.com
500-hPa-Geopot.& SLP, 06.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Gewitterbereitschaft, 06.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Radarbild, 06.06., 10:50 UTC
Quelle: Ninjo, DWD

Heftige Gewitter/ergiebige Regenfälle - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Montag, 06.06.2016, 13:00 MESZ

In Teilen Mitteleuropas heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 27.-09.06.2016

An der seit einer Woche bestehenden Wetterlage hat sich nur wenig geändert: Noch immer liegt Mitteleuropa am Südrand des umfangreichen Hochdruckgebietes "Tobias", das sich vom Süden Grönlands über Island bis zur Ostsee erstreckt. Die Luftdruckunterschiede am Boden sind gering, leichter Tiefdrudckeinfluss überwiegt. Auch in der Höhe herrschen nur geringe Windgeschwindigkeiten.
Angesichts energiereicher, feuchtwarmer Luftmassen bleiben die Voraussetzungen zur Bildung von Schauern und Gewittern auch heute noch in Mitteleuropa überaus günstig. Das Radarbild zeigt aktuell (10:50 UTC) bereits wieder etliche kräftige Schauer vor allem über der Mitte Deutschlands.
Insbesondere vom südlichen Niedersachsen bis in den Norden Bayerns muss heute wieder bis in die Nacht hinein mit Schauern und teilweise heftigen Gewittern gerechnet werden, ebenso in Benelux und in Frankreich. Die größte Gefahr geht wieder von großen Niederschlagsmengen in kurzer Zeit aus, die zu Überschwemmungen, vollgelaufenen Kellern und Unterführungen und einzelnen Erdrutschen führen können.
Bis Mittwoch bleibt es vor allem in Frankreich und im Alpenraum gewittrig, im größten Teil Deutschlands (bis auf den Westen und Südwesten) lässt die Gefahr heftiger Gewitter zunächst aber nach.


Sonntag, 05. Juni 2016, 13:40 MESZ





Satellitenbild, 05.06., 10 UTC
Quelle: Eumetsat
500-hPa-Geopot.& SLP, 06.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Lifted-Index/CAPE 05.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Gesamtniederschlag bis 06.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Heftige Gewitter/ergiebige Regenfälle - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Sonntag, 05.06.2016, 13:40 MESZ

In Teilen Mitteleuropas mitunter heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 27.-09.06.2016

Anhaltender Dauerregen etwa zwischen 03 und 12 Uhr MESZ führte zur Ausrufung des Katastrophenalarms im Landkreis Weilheim-Schongau (BY), gestern wurde dieser bereits im Kreis Ahrweiler südlich von Bonn ausgerufen. "Rock am Ring" wird nach neuerlicher Unterbrechung gestern heute wegen der Unwettergefahr beendet.

Höchste Niederschlagsmengen bis 05.06.2016, 08 MESZ (Quelle: DWD/JavaMap):
Lenggries-Sylvenstein 94,3 mm
Hohenthann 49,7 mm
Eberfing 49,7 mm
Geretsried (Feuerwehrschule) 43,9 mm
Amerang-Pfaffing 37,4 mm

Von Norden her setzt sich auch im Süden noch wärmere Luft durch bei einem verbreitet großen Energiegehalt der Luftmasse von 1000-1500 J/kg. Abgesehen vom sonnig-warmen nördlichen Drittel Deutschlands, wo nur einzelne stärkere Gewitter entstehen, brodelt es weiter südlich verbreitet in der schwülen Luft. Heftige Gewitter können mit Blitzschlag-, Überflutungs- und Hagelgefahr einhergehen. Durch die nach vielen Gewittertagen verbreitet gut durchfeuchteten Böden reichen bereits geringere Regenmengen als Ende Mai, um neue Überflutungen und einzelne Erdrutsche zu verursachen.

Mit der Etablierung einer nördlichen Strömung kommt ab morgen kühlere und trockenere Luft bis zur Mitte Deutschlands voran, dennoch wird die gewitterträchtige Luft im Süden erst ab Donnerstag verdrängt.


Samstag, 04. Juni 2016, 13:20 MESZ





Satellitenbild, 04.06., 10 UTC
Quelle: Eumetsat
500-hPa-Geopot.& SLP, 05.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Lifted-Index/CAPE 04.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Gesamtniederschlag bis 05.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Heftige Gewitter/ergiebige Regenfälle - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Samstag, 04.06.2016, 13:20 MESZ

In Teilen Mitteleuropas mitunter heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 27.-05.06.2016

In den letzten 24 Stunden bildeten sich Gewitter- und Niederschlagsschwerpunkte bei Köln sowie erneut in Baden-Württemberg und Bayern heraus. Dabei waren sogar die vor kurzem stark betroffenen Regionen um Peißenberg und Xanten (28,7 mm) erneut unter den Orten mit den höchsten Niederschlagsmengen. Bei "Rock am Ring" wurden mehr als 50 Menschen durch Blitzschlag verletzt.

Höchste Niederschlagsmengen bis 04.06.2016, 08 MESZ (Quelle: DWD/JavaMap):
Hohenpeißenberg 61,3 mm
Altenstadt 47,6 mm
Baiersbronn-Ruhestein 42,9 mm
Schwetzingen 39,5 mm
Kronach 33,5 mm

Die von der 10°C-Isotherme (850 hPa-Niveau) umschlossene Fläche dehnt sich bis morgen weiter aus und beinhaltet morgen ganz Süd- und das westliche Mitteleuropa. Der Energieinhalt der Luftmasse, charakterisiert durch die CAPE-Werte, ist heute und morgen noch höher als in den letzten Tagen und liegt heute verbreitet um 1000 J/kg, morgen auch nahe 1500 J/kg im Westen, bei einem Lifted Index von -4 K. Temperatur, Taupunkt und Auslösetemperatur liegen nah beieinander, daher reicht bereits schwache Hebung um lokal heftige Gewitter entstehen zu lassen.

Heute entwickeln sich besonders in der Südwesthälfte Deutschlands (etwa zwischen NRW und Bayern) weitere heftige Gewitter mit Blitzschlag-, Überflutungs- und Hagelgefahr. Durch die nach vielen Gewittertagen verbreitet gut durchfeuchteten Böden reichen bereits geringere Regenmengen als Ende Mai, um neue Überflutungen und einzelne Erdrutsche zu verursachen.


Freitag, 03. Juni 2016, 13:20 MESZ





Satellitenbild, 03.06., 10 UTC
Quelle: Eumetsat
500-hPa-Geopot.& SLP, 04.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Lifted-Index/CAPE 03.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Gesamtniederschlag bis 04.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Heftige Gewitter/ergiebige Regenfälle - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Freitag, 03.06.2016, 12:40 MESZ

In Teilen Mitteleuropas mitunter heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 27.-05.06.2016

Im Bereich der nördlichen und östlichen Mittelgebirge, im Emsland und bei Hamburg kamen in den letzten 24 Stunden regional mehr als 40 mm Regen zustande, Maximum: 61 mm in Wernigerode im Harz. Lokal wurden im Schauer- und Gewitterumfeld sogar kurzlebige Tornados/Funnelclouds beobachtet.

Das Geopotential steigt über Mitteleuropa allmählich wieder an, dennoch bleibt bodennah die gradientschwache flache Tiefdrucklage bestehen. In feuchtwarmer und labil geschichteter Luft bleibt das Gewitter- und Starkregenrisiko hoch. Der Höhenrücken bei Island dehnt sich etwas nach (Süd-)Osten aus, im Einflussbereich des sich bildenden Hochdruckgebiets über Skandinavien gelangt am Montag zunehmend trockenere und etwas kühlere Luft in die Nordosthälfte Deutschlands. Im Süden hält sich die feuchte Warmluft jedoch noch länger.

Ein Vorticitymaximum verlagert sich im Zusammenhang mit einem abgeschlossenen Höhentiefkern (300 hPa-Fläche) von Ost nach West über Deutschland. Dieses stellt erneut Hebungsantrieb für die Entstehung heftiger Gewitter und die Formierung von Starkregengebieten bereit. Diese treten heute besonders im nördlichen und westlichen Mittelgebirgsraum, heute und morgen Abend auch wieder verbreiteter in Baden-Württemberg und Bayern auf. Dasselbe gilt für die angrenzenden Länder wie Niederlande, Frankreich und Österreich.
Lokal muss mit Hagel und Sturmböen, bei Starkregen erneut mit der Gefahr von Überflutungen gerechnet werden, da die Höhenströmung schwach bleibt.
Nach aktuellem Stand können Richtung Süddeutschland und Alpen noch bis Mittwoch täglich weitere Gewitter entstehen.


Donnerstag, 02. Juni 2016, 12:50 MESZ





Satellitenbild, 02.06., 10 UTC
Quelle: Eumetsat
500-hPa-Geopot.& SLP, 03.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Lifted-Index/CAPE 02.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Gesamtniederschlag bis 03.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Heftige Gewitter/ergiebige Regenfälle - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Donnerstag, 02.06.2016, 12:50 MESZ

In Teilen Mitteleuropas mitunter heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 27.-05.06.2016

Durch starke Niederschläge verbunden mit heftigen Gewittern kamen die größten Niederschlagsmengen gestern und in der vergangenen Nacht im Westen Deutschlands zusammen. Am Niederrhein wurde an einigen Orten aufgrund von Hochwasser Katastrophenalarm ausgelöst.

24-Stunden Niederschlag bis heute 06 UTC (Quelle: DWD/Javamap):
Hamminkeln-Mühlenrott (NW): 120,3 mm
Xanten (NW): 111,1 mm
Wesel-Flüren (NW): 97,5 mm
Enbeck-Greene (NI): 89,1 mm
Geldern-Walbeck (NW): 88,7 mm

Das Höhentief, das sich mit seinem Zentrum aktuell über dem östlichen Alpenraum befindet füllt sich nun langsam etwas auf. Zwischen hohem Geopotential bei Island und über Nordafrika verbleibt Mitteleuropa in den kommenden Tagen jedoch weiterhin in einem Bereich mit vergleichsweise tiefem Geopotential. In diesem Bereich bilden sich bei sonst nur geringen Luftdruckgegensätzen immer wieder flache Tiefdruckgebiete. Mitteleuropa verbleibt dabei im Bereich feuchtwarmer und labil geschichteter Luft. Erst zum Sonntag fließt zumindest in den Nordosten Deutschlands etwas trockenere Luft ein.

Heute entstehen in schwülwarmer Luft bevorzugt im Norden, der Mitte und im Osten Deutschlands neue Gewitter, die örtlich heftig mit Starkregen, Hagel und Sturmböen ausfallen können. Ein größerer Niederschlagskomplex mit eingelagerten Gewittern erstreckt sich aktuell von Nordhessen bis ins südliche Niedersachsen und verlagert sich langsam westwärts Richtung Nordrhein-Westfalen. Durch Starkregen besteht erneut Überflutungsgefahr.

Auch an den kommenden Tagen besteht in weiten Teilen Mitteleuropas besteht weiterhin erhöhtes Unwetterpotential durch heftige Gewitter. Aufgrund einer nur schwachen Höhenströmung geht die größte Gefahr von großen Regenmengen aus, die regional zu Überflutungen führen kann.


Mittwoch, 01. Juni 2016, 12:15 MESZ





Satellitenbild, 01.06., 07 UTC
Quelle: Eumetsat
500-hPa-Geopot.& SLP, 01.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Lifted-Index/CAPE 01.06., 15 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Gesamtniederschlag bis 02.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Heftige Gewitter/ergiebige Regenfälle - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Mittwoch, 01.06.2016, 12:15 MESZ

In Teilen Mitteleuropas mitunter heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 27.-05.06.2016

Ein Höhentief befindet sich weiterhin mit seinem Zentrum über dem südlichen Mitteleuropa und füllt sich bis zum Wochenende nur langsam auf. Stromab eines Vorticitymaxima an der Nordflanke des Höhentiefs hat sich am Boden durch großräumige Hebung über Polen Tief "Friederike" ausgebildet, das mit seinem Zentrum aktuell etwa über dem Süden Brandenburgs befindet. Bis morgen Verlagert sich das Tief mit der Höhenströmung nach Südwesten in Richtung Frankreich. Warme und energiereiche Luft strömt aus Osten über den Norden Deutschlands um das Tief herum in Richtung Benelux-Länder und Frankreich. Etwas kühlere Luft störmt dagegen an seiner Südflanke aus Westen in den Süden Deutschlands.

Großräumige Hebungsprozesse durch das Höhentiefs sorgen aktuell über der Mitte Deutschlands für dichte Bewölkung mit zum Teil konvektiv durchsetzten Niederschlägen. Im Tagesverlauf verstärken sich die Niederschläge noch etwas und an deren Nordrand entstehen Auch im äußersten Südosten Bayerns regnet es aktuell noch heftig. Dort regnete es bereits gestern und in der vergangenen Nacht lokal sehr heftig (zum Beispiel Simbach/Inn bis heute Früh 06 UTC: 74,6 mm in 24 h). Im Tagesverlauf entwickeln sich in der Energiereichen Luft besonders im Norden von den Niederlanden bis nach Mecklenburg Vorpommern wieder vermehrt zum Teil heftige Gewitter. Dabei können lokal Starkregen, Hagel und Sturmböen auftreten. Die dabei bildet sich zusammen mit den bereits vorhandenen Niederschlägen voraussichtlich wieder ein Mesoskaliges Konvektives System (MCS) aus, das sich bis morgen über den Westen Deutschlands und die Beneluxländer südwärts bis nach Südwestdeutschland und Nordostfrankreich verlagert. Es muss lokal mit großen Niederschlagsmengen über 50 mm gerechnet werden.

Mindestens bis zum Wochenende sorgt das Höhentief zusammen mit feuchtwarmer und energiereicher Luft immer wieder für heftige Gewitter und zum Teil heftige Niederschläge.


Dienstag, 31. Mai 2016, 14:20 MESZ





Satellitenbild, 31.05., 10 UTC
Quelle: Eumetsat
500-hPa-Geopot.& SLP, 01.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
850-hPa-aequipot. Temp./-SLP, 01.06., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Gesamtniederschlag bis 02.06., 12 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Heftige Gewitter/ergiebige Regenfälle - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Dienstag, 31.05.2016, 14:20 MESZ

In Teilen Mitteleuropas mitunter heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 27.-02.06.2016

Ein Höhentief liegt weiterhin mit seinem Zentrum etwa über dem Alpenraum. Das dazugehörige Bodentief "Elvira" löst sich über Belgien zunehmend auf. Zuvor wird jedoch weiterhin vergleichs weise kühle Luft (850 hPa-Temperaturen zwischen 5 °C und 7 °C ) um das Tief herum in den Südwesten Deutschlands gelenkt Der Nordosten liegt dagegen weiterhin im Zustrom wärmerer (850 hPa-Temperaturen um 12 °C) und energiereicherer Luft. Über Polen bildet sich derweil ein neues flaches Bodentief aus, an dessen Westflanke die warme und feuchte Luft über dem Nordosten wieder langsam südwestwärts vorankommt.

Einzelne heftige Gewitter haben sich in der energiereichen Luft heute bereits über Polen und Tschechien ausgebildet. Im Laufe des Nachmittags entstehen auch über dem Nordosten wieder vereinzelt heftige Gewitter. Dabei muss lokal mit Starkregen, Hagel und einzelnen Sturmböen gerechnet werden. Mit länger anhaltendem zum Teil gewittrigen Regen muss bis morgen Mittag dagegen Richtung Alpen gerechnet werden. Dabei können bis morgen Mittag örtlich Niederschlagsmengen über 50 mm zusammenkommen.

Auch morgen bilden sich zunächst bevorzugt in der Nordhälfte wieder Gewitter aus. Diese schließen sich voraussichtlich zu einem MCS zusammen, das sich im weiteren Verlauf bis Donnertag über Südwestdeutschland und Belgien in Richtung Frankreich verlagert. Dabei muss örtlich erneut mit großen Niederschlagsmengen über 50 mm gerechnet werden.


Montag, 30. Mai 2016, 13:50 MESZ





Satellitenbild, 30.05., 11 UTC
Quelle: Eumetsat
500-hPa-Geopot.& SLP, 31.05., 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale
850-hPa-Temperatur/-Geopotential, 30.05., 15 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Gesamtniederschlag bis 02.06., 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Heftige Gewitter/ergiebige Regenfälle - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Montag, 30.05.2016, 13:50 MESZ

In Teilen Mitteleuropas mitunter heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 27.-31.05.2016

Ein Höhentief erstreckt sich von West- und Südwesteuropa bis nach Mitteleuropa und hat sein tiefstes Geopotential derzeit über Südwestdeutschland/Nordostfrankreich. Knapp nördlich davon befindet sich der Kern des korrespondierenden Bodentiefs, welches einen minimalen Druck um 1000 hPa aufweist. Das Tief namens "Elvira" schaufelt an seiner Westflanke kühlere Luftmassen (5-7 °C in 850 hPa bzw. in rund 1500 m) von Norden gegen den Uhrzeigersinn über Frankreich und Südwestdeutschland Richtung Kern. An der Ostflanke werden dagegen feucht-warme (um 13 °C in 850 hPa) und energiereiche Luftmassen aus Süden/Südosten nach Norden spiralförmig über Polen und Norddeutschland bis in die Benelux transportiert. Das gesamte System verlagert sich bis morgen Abend unter Abschwächung langsam westwärts, sodass sich das Tief mit seinem Zentrum über Belgien und Nordfrankreich befindet. Unterdessen entsteht über Polen ein neues Tiefdruckgebiet. Dieses zieht bis Mittwoch nach Ostdeutschland.

Besonders im Übergangsbereich der Luftmassen bilden sich konvektiv verstärkte Niederschläge aus, die ergiebig ausfallen können.
In der energieträchtigen Luft entwickeln sich mancherorts kräftige Gewitter, die örtlich mit Starkregen von über 30 mm in kurzer Zeit, Hagelschlag und schweren Sturmböen einhergehen. Die Gewitter treten heute Nachmitag und Abend vor allem in Nord- und Nordostdeutschland auf.
In Frankreich fallen heute bevorzugt in den nördlichen und zentralen Landesteilen ergiebige Niederschläge. Sie sind zum Teil konvektiv verstärkt und dauern bis in die Nacht hinein an. In der Summe sind bis Dienstagmorgen zum Teil um 100 mm Regen zu erwarten. Es muss mit Überschwemmungen und der Ausuferung von Bächen und kleineren Flüssen gerechnet werden. Dazu treten stürmische Böen und Sturmböen auf.

Morgen können in der Nordosthälfte Deutschlands erneut kräftige Gewitter auftreten. Für die Abendstunden prognostiziert das GFS-Modell derzeit ein Gewittersystem am Alpenrand, was zu Niederschlagsmengen über 50 mm führen könnte. Über Westpolen und Ostdeutschland bildet sich ebenfalls ein größerer Komplex mit konvektiven Niederschlägen. West- und südwestwärts voranschreitend ist demzufolge am Mittwoch auch in der Südwesthälfte Deutschland und der Benelux wieder mit kräftigen Schauern und Gewittern zu rechnen.

Bereits gestern und in der Nacht zu heute gingen Unwetter nieder. Beispielsweise in Eibenstock im Erzgebirgskreis wütete ein schweres Gewitter. Hagelmassen, Sturmböen und sintflutartiger Regen richtete Schäden an. Zahlreiche Schäden verursachten Gewitter insbesondere in Baden-Württemberg. Die Gewitter verschmolzen zu einem konvektiven mesoskaligen System (MCS) und sorgten auch in der Nacht noch für gewittrig durchsetzte Regenfälle. Ausuferungen und Überflutungen waren die Folge. Mehrere Menschen kamen ums Leben.

24-stündige Niederschlagsmengen in Deutschland bis 30.05.2016, 08 MESZ:

Gundelsheim 122,1 mm
Wilhelmsfeld 101,1 mm
Kirchberg/Jagst-Herboldshausen 94,0 mm
Ellwangen-Rindelbach 86,5 mm
Eibenstock (Talsperre) 83,3 mm
Mulfingen/Jagst 82,5 mm
Birkenau 82,0 mm
Hohenpeißenberg 81,6 mm
Hohenthann 80,2 mm


Sonntag, 29. Mai 2016, 11:10 MESZ





Satellitenbild, 29.05., 07 UTC
Quelle: Eumetsat
500-hPa-Geopot.& SLP, 29.05., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
CAPE, Lifted Index, 29.05., 15 UTC
Quelle: Wetterzentrale
850 hPa-aeqipot. Temp., 29.05., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Heftige Gewitter - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Sonntag, 29.05.2016, 11:10 MESZ

In Teilen Mitteleuropas vereinzelt heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 27.-30.05.2016

Vergleichsweise tiefes Geopotential in 500 hPa überdeckt heute weiter Teile Westeuropas. Deutschland befindet sich östlich davon in einer schwach ausgeprägten südlichen Höhenströmung. Ein flaches Tiefdruckgebiet, das sich gestern über Frankreich ausgebildet hat, liegt nun etwa über dem Süden Deutschlands und dem Alpenraum. An seiner Nord- und Ostflanke wird weiterhin warme und zugleich sehr feuchte Luft nach Deutschland gelenkt.

Überreste der Gewitter der vergangenen Nacht lösen sich langsam auf und gebietsweise kommt die Sonne zum Vorschein. In sehr feuchter (Taupunkttemperatur meist über 15 °C) und labil geschichteter Luft bilden sich im Tagesverlauf erneut örtlich heftige Gewitter. Aufgrund der hohen Feuchtigkeit in der Luft und nur geringen Verlagerungsgeschwindigkeiten der Zellen besteht die Größte Gefahr durch Starkregen und Hagel. Lokal muss mit
Überflutungen gerechnet werden.

Bis morgen verlagert sich das Tiefdruckgebiet langsam Nordwärts und trennt die sehr warme und feuchte Luft im Norden von etwas kühlerer Luft, die von Westen in den Süden Deutschlands einfließt. Mit erneut heftigen Gewittern muss morgen vor allem in der Nordhälfte Deutschlands gerechnet werden. Im Übergangsbereich der Luftmassen muss in der Mitte örtlich mit heftigen gewittrigen Regenfällen gerechnet werden.



Samstag, 28. Mai 2016, 11:05 MESZ





Satellitenbild, 28.05., 07 UTC
Quelle: Eumetsat
500-hPa-Geopot.& SLP, 28.05., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
CAPE, Lifted Index, 28.05., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
2 m-Taupunkt, 28.05., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Heftige Gewitter - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Samstag, 28.05.2016, 11:05 MESZ

In Teilen Mitteleuropas vereinzelt heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 27.-30.05.2016

Ein Höhentief zwischen dem Europäischen Festland und den Azoren nähert sich langsam dem Kontinent an, sodass vor allem Frankreich zunehmend an dessen Vorderseite gelangt. Dort bildet sich ein flaches Bodentief aus, das warme und zugleich sehr feuchte Luft nach Mitteleuropa lenkt. Die feuchtwarme Luft drückt sich am Boden in hohen Taupunktwerten um oder sogar über 15 °C aus. Darüber ist die Atmosphäre labil geschichtet sodass sich im heute im Tagesverlauf erneut heftige Gewitter bilden können. Diese können wie bereits gestern lokal sehr heftig mit Hagel, Starkregen und Sturmböen einhergehen. Betroffen hiervon sind große Teile Frankreichs, der Alpenraum, sowie die Südwesthälfte Deutschlands und die Benelux-Länder. Geringer fällt das Gewitterrisiko dagegen heute nordöstlich der Elbe aus.

Das Tiefdruckgebiet verlagert sich morgen mit seinem Zentrum über Deutschland. Dabei bleibt Deutschland weiterhin im Einflussbereich der feucht-warmen und labil geschichteten Luft und im Tagesverlauf muss erneut mit heftigen Gewittern gerechnet werden. Am Montag liegt das Tief dann über Norddeutschland. An seiner Südflanke fließt aus Westen etwas kühlere und stabilere Luft in den Süden Deutschlands, sodass hier das Gewitterrisiko deutlich zurück geht. Heftige Gewitter sind dagegen noch in der Nordosthälfte zu erwarten.



Freitag, 27. Mai 2016, 10:55 MESZ





Satellitenbild, 27.05., 07 UTC
Quelle: Eumetsat
500-hPa-Geopot.& SLP, 27.05., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale
CAPE, Lifted Index, 27.05., 15 UTC
Quelle: Wetterzentrale
850 hPa-aeqipot. Temp., 27.05., 18 UTC
Quelle: Wetterzentrale

Heftige Gewitter - Warnung
Mitteleuropa

Ausgegeben am: Freitag, 27.05.2016, 10:55 MESZ

In Teilen Mitteleuropas vereinzelt heftige Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Sturmböen und Hagel - 27.-30.05.2016

Zwischen einem Höhentief östlich der Azoren und einem Höhenrücken über dem Mittelmeerraum liegt Mitteleuropa heute unter einer südwestlichen Höhenströmung. Am Boden herrschen dagegen südlich eines Skandinavienhochs über Mitteleuropa nur schwache Luftdruckgegensätze wobei sich eine flache Tiefdruckrinne heute über dem Süden Deutschlands etabliert. Im Bereich einer Warmfront regnet es aktuell über der Mitte Deutschlands gebietsweise heftig. Hinter der Warmfront macht sich von Süden feuchtwarme und zunehmend labil geschichtete Luft breit.

Mit Sonnenunterstützung erreichen die Temperaturen hier Werte um 25 °C. Am Nachmittag bilden sich jedoch in der feuchtwarmen Luft von Frankreich über die Südhälfte Deutschlands bis nach Tschechien und Österreich Gewitter. Diese können in leicht gescherter Umgebung (Nordostwind am Boden unter südwestlicher Höhenströmung) lokal heftig ausfallen und Starkregen, Hagel und Sturmböen mit sich bringen.

Morgen bildet sich vorderseitig des Höhentiefs über Frankreich ein flaches Bodentief aus, das sich bis Sonntag nach Deutschland verlagert. Vorderseitig des Tiefs kommt die feuchtwarme Luft morgen weiter nordwärts voran und vom äußersten Nordosten abgesehen muss morgen erneut mit heftigen Gewittern gerechnet werden. Auch am Sonntag sind landesweit, am Montag bevorzugt in der Nordosthälfte gewittrige Regenfälle möglich.


eingerichtet am: 27. Mai 2016, 10:55 MESZ
MB