Hurrikan 20E "Patricia", 23.-25.10.2015 - Mexiko, Süd-USA | Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Samstag, 24. Oktober 2015, 12:15 MESZ





Satellitenbild, 24.10., 08:15 UTC
Quelle: Nasa GOES Project
Zugbahn "Patricia"
Quelle: TSR
48-h-Niederschlag bis 26.10., 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
24-h-Niederschlag bis 24.10., 00 UTC
Quelle: eTRaP

Hurrikan 20E "Patricia"
Mexiko, Süd-USA

Ausgegeben am: Samstag, 24.10.2015, 12:15 MESZ

Hurrikan 20E "Patricia" bedroht Mexiko mit Sturm und heftigen Regenfällen; es beteht die Gefahr von Überschwemmungen, Sturmschäden, hohem Wellengang sowie einzelnen Erdrutschen. Anschließend können Reste des tropischen Wirbelsturms Unwetter im Süden der USA auslösen. - 23.-25.10.2015

Hurrikan Patricia erreichte gestern zum 09 UTC-Termin Windgeschwindigkeiten von 175 kt (324 km/h) im minütigen Mittel und war damit der stärkste jemals aufgezeichnete Hurrikan im Ostpazifik. Weltweit wurden bislang nur zwei Wirbelstürme mit höheren Windgeschwindigkeiten registriert. Patricia ging gestern um etwa 21 UTC nahe der Stadt La Manzanilla im mexikanischen Bundesstaat Jalisco an Land und schwächte sich reibungsbedingt und durch zunehmende vertikale Winscherung deutlich ab. Wie auf Satellitenbildern zu erkennen verliert er zunehmend seine symetrische Gestalt und ist mit Windgeschwindigkeiten von 65 kt (120 km/h) aktuell nur noch als Hurrikan der 1. Kategorie unterwegs. Sein Zentrum befindet sich aktuell etwa nahe der Stadt Zacatecas und wird sich unter weiterer Abschwächung in den kommenden Stunden weiter nach Nordosten verlagern. Vorderseitig eines Flachen Höhentroges, der sich bis nach Mexiko erstreckt erfährt Patricia eine Umwandlung zu einem außertropischen Tief und verlagert sich bis morgen weiter nordostwärts entlang der Golfküste bis nach Texas und Louisiana.

Während die Windgeschwindigkeiten um "Patricia" immer mehr nachlassen, hat der Sturm immer noch sehr viel Feuchte im Gepäck und wird zusätzlich von Feuchtigkeit aus dem Golf von Mexiko gespeist. Somit sind vom Nordosten Mexikos über den Südosten Texas bis nach Louisiana und Arkansas heute und morgen noch ergiebige Regenfälle mit darin eingelagerten Gewittern zu erwarten. Bei Niederschlagsmengen, die sich bis Montag auf lokal über 300 mm summieren können besteht Gefahr vor Überflutungen und einzelnen Erdrutschen.


Freitag, 23. Oktober 2015, 11:15 MESZ





Satellitenbild, 23.10., 06 UTC
Quelle: fvalk.com
Zugbahn "Patricia"
Quelle: TSR
Spitzenböen, 23.10., 12 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung
24-h-Niederschlag bis 24.10., 00 UTC
Quelle: eTRaP

Hurrikan 20E "Patricia"
Mexiko, Süd-USA

Ausgegeben am: Freitag, 23.10.2015, 11:15 MESZ

Hurrikan 20E "Patricia" bedroht Mexiko mit Sturm und heftigen Regenfällen; es beteht die Gefahr von Überschwemmungen, Sturmschäden, hohem Wellengang sowie einzelnen Erdrutschen. Anschließend können Reste des tropischen Wirbelsturms Unwetter im Süden der USA auslösen. - 23.-25.10.2015

Der Hurrikan "Patricia" hat sich gestern im Bereich sehr hoher Meeresoberflächentemeraturen von rund 31 °C und geringer vertikaler Windscherung rasch von einem Tropensturm zu einem Hurrikan der Kategorie 4 auf der Saffir-Simpson-Skala intensiviert. Auf dem Satellitenbild ist das Auge des tropischen Wirbelsturms erkennbar. Aktuell (09 UTC) betragen bei einem minimalen Kerndruck von 880 hPa die Mittelwinde 175 kt (324 km/h) mit Spitzenwindböen von 215 kt (398 km/h!). Damit ist "Patricia" nicht nur der stärkste Hurrikan des Jahres im Nordostpazifik, sondern auch weltweit.

In den kommenden Stunden zieht der Hurrikan mit einer Verlagerungsgeschwindigkeit von 10 kt (19 km/h) und der höchsten Kategorie 5 weiter nordwest- bis nordwärts und vollführt im Laufe des Tages einen leichten Rechtsschwenk. Am Abend dürfte mit 180 kt (333 km/h) und Spitzenböen um 220 kt (407 km/h) der Höhepunkt erreicht sein. In der Nacht auf 24.10. geht "Patricia" voraussichtlich im Bundesstaat Jalisco im Westen Mexikos an Land. Reibungsbedingt und aufgrund deutlich zunehmender Windscherung wird sich der Hurrikan dann rasch abschwächen.
Reste des Wirbelsturms an den Folgetagen nordostwärts über die USA hinweg und sorgen bis mindestens Sonntag noch für heftige Gewitter mit Unwettergefahr im Süden der USA (besonders in Texas). Dort sind bereits heute erste heftige Gewitter zu erwarten, die allerdings noch nicht in Verbindung mit dem Hurrikan zu bringen sind.

In den betroffenen Gebieten Mexikos ist bis morgen mit hohem Wellengang (über 10 m hohe Wellen) zu rechnen. Extreme Windböen von zum Teil über 300 km/h sorgen für eine Sturmflut. Außerdem ist lokal mit über 200 mm Regen zu rechnen, was Überschemmungen und einzelne Erdrutsche nach sich ziehen kann. Es sind einige Schäden u.a. an Gebäuden und Infrastruktur zu erwarten.


eingerichtet am: 23. Oktober 2015, 11:15 MESZ
SB