Starkregen/Gewitter, 18.01.-19.01.2015, Mittelmeerraum - Wettergefahren - Frühwarnung
Wettergefahren-Frühwarnung - Übersicht

Sonntag, 18. Januar 2015, 15:15 MEZ





500-hPa-Geopot. & Bodendruck, 19.01., 00 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Bodendruckanalyse, 18.01., 06 UTC
Quelle: Wetterzentrale
Satellitenbild, 18.01., 12 UTC
Quelle: www.sat.dundee.ac.uk
Gesamtniederschlag bis 20.01., 00 UTC
Quelle: Wettergefahren-Frühwarnung

Starkregen - Warnung
Mittelmeerraum

Ausgegeben am: Sonntag, 18.01.2015, 15:15 MEZ

In einem Bereich Süd-Italien - Süd-Kroatien - Nord-Albanien Gefahr von heftigem Starkregen mit Überschwemmungen und Gewittern mit Hagel und stürmischem Wind
18.01.-19.01.2015

Aktuell erstreckt sich ein Langwellentrog mit großer Amplitude von Skandinavien bis Algerien. Vorderseitig gelangen feuchte und warme Luftmassen mit 850-hPa-Temperaturen (in rund 1500 Metern) um +8 °C nach Südosteuropa. Die vorderseitig des langwelligen Trogs stattfindenden Hebungsantriebe werden durch einen rasch stromab wandernden Kurzwellentrog auf dessen Vorderseite verstärkt. Ein Gebiet mit kräftiger mit der Höhe zunehmender Vorticityadvektion ist die Hauptursache für die großräumigen Hebungsvorgänge. Auf der Bodendruckanalyse ist bereits schwacher Tiefdruckeinfluss über dem Mittelmeerraum auszumachen. Die schleifende Kaltfront des Sturmtiefs "Hermann", das sich über Skandinavien befindet, erstreckt sich über Russland, Osteuropa bis nach Tunesien. Auf dem Satellitenbild sind die Wolkengebiete, die zu den konvektiv verstärkten Niederschlägen führen, bereits erkennbar.
Von Süditalien über die südliche Adria bis nach Nordalbanien, Montenegro, Südkroatien und dem Süden Bosnien-Herzegowinas ist mit kräftigen Regenfällen und Gewittern mit Hagel, heftigem Starkregen, stürmischem Wind und Hagel zu rechnen. Vereinzelte Tornados können nicht ausgeschlossen werden. An der östlichen Adriaküste fallen in den genannten Gebieten verbreitet 50 - 100 mm Niederschlag, örtlich sind sogar über 200 mm möglich. An den Appenninen und dem Dinarischen Gebirge treten Staueffekte auf, sodass noch höhere Mengen auftreten können.
Es besteht die Gefahr von Überschwemmungen und vereinzelten Erdrutschen.


eingerichtet am: 18. Januar 2015, 14:30 MEZ
SB